Album "XSCAPE"

  • Also es fällt immer schwerer, sich noch absolut gar nichts vom Album anzuhören, abgesehen von LNFSG. Aber ich noch halte ich durch, das Wochenende wird dann der Wahnsinn :cool


    Geht mir ähnlich...
    Love never felt so good läuft bei mir seit Montag in Dauerschleife... macht soo gute Laune :wub


    Ansonsten.. mal kurz in Chicago reingehört aber dann weggeklickt... möchte jetzt bis Samstag warten, wenn ich mir das Album im Laden hol. <3


    Das letzte Mal bei "Michael" bin ich vorher noch schwach geworden aber ich möchte das diesmal nicht :menno

  • Hach, ich liebe diesen Idiotismus... pardon, "Journalismus".


    "Produzenten-Größen wie Timbaland haben zwei Jahre an dem neuen Album gearbeitet"
    "Das kommt daher, dass die Songs auf Demos aus den achtziger Jahren basieren. Die Gesangsaufnahmen entstanden zwischen den Alben „Thriller“ und „Bad“. "


    Oh Mann, dass diese Pappnasen auch nie recherchieren...

  • Hach, ich liebe diesen Idiotismus... pardon, "Journalismus".


    "Produzenten-Größen wie Timbaland haben zwei Jahre an dem neuen Album gearbeitet"
    "Das kommt daher, dass die Songs auf Demos aus den achtziger Jahren basieren. Die Gesangsaufnahmen entstanden zwischen den Alben „Thriller“ und „Bad“. "


    Oh Mann, dass diese Pappnasen auch nie recherchieren...


    Ja, furchtbar. Mir hat's schon in den Fingern gejuckt, das zu kommentieren. Aber (1) muss man angemeldet sein und (2) kümmert's eh keinen. Wenigstens ist der Tenor des Artikels soweit in Ordnung.

  • Wer nicht mehr übers Album erfahren möchte, der liest jetzt nicht weiter....






    für alle andern hab ich heute eigentlich nix anderes gemacht als Michael hören. Und zwar: Xscape! Der Tradition wegen, hier mein persönliches Review:



    Screamlouder – Xscape-Review


    Love never felt so good


    Erste Single, erster Eindruck – heißt extrem wichtig und ich wiederhol mich da gerne: Das Off the wall-Feeling ziemlich perfekt eingefangen. Infizierender Groove, Michaels Stimme so gut es eben bei der vorliegenden Quali geht ins Center und alles drumherum so arrangiert, als wäre es schon immer so gedacht gewesen. In seiner Einfachheit ein Meisterstück und ziemlich vielversprechend… funky, groovy, ab auf die Tanzfläche mit der ganzen Welt. Hätte ich definitiv nicht für möglich gehalten, bei der mir bekannten Demo des Songs. In der JT-Version gefällts mir sogar noch einen Tick besser. Fazit: Groß! Easy listening aber nicht belanglos. So darf das gemacht werden. Treffer!


    Chicago


    Mein erste Reaktion nach 10Sekunden auf dem Laptop: Ai, wasn das für ne seltsame Produktion? Durchgehört, Michaels Vocals mit Gänsehaut bestaunt und dann aber laut aufm Kopf damit! Und siehe da Timbaland weiß wie man den Ohrenschmalz in Vibrato setzt. Dieser „untertourige Bass“ ist genau richtig, verpufft allerdings bei Radios oder Billigboxen. Aber in voller Quali isses ein Brett und dann hält sich die Produktion zurück, bietet aber trotzdem genug Spieli Spieli um Spass zu haben. Aber der Star ist ganz klar Michaels Stimme! Sie tritt quasi gegen sich selber an. Ich habs ja schon gepostet: Es braucht keine handvoll Experten die Original-MJ-Stimme zu erkennen und zu hören, dass da auf Michael jede Menge Nicht-MJ ist. Wird hier am besten deutlich. Insgesamt ist diese Midtempo-Nummer mit ihrem schleichenden Groove und Michaels Performance mein heimlicher Xscape-Star! Fazit: Klebriger als der Opener, bessere Vocalperformance, mutigere Produktion! Volltreffer!


    Loving You


    Der zweite mir völlig unbekannte Song. In der Produktion etwas wirr wie ich finde und klingt Pharrell-willig ohne ihn zu erreichen. Michael Stimme ist auch hier sensationell präsent, geht aber irgendwie an mir vorbei. Ich vergess den Song auch sofort nachdem er durch ist. Trotz allem ist er irgendwie nett erfrischend und positiv. Wenig grummel-MJ-Feeling. Bis jetzt generell nicht vorhanden. Loving you ist ne Dreingabe, die es sicher auf keins von Michaels Alben geschafft hätte. Was angesichts der Standards nicht heißt, dass es sich hier um einen Totalausfall handelt. Ich hab schon schlimmeres gehört. Sogar von Michael. :D Nehmen wir den mal mit, so zum durchatmen, denk ich mir…


    A Place with no Name


    …und behalte Recht! Denn was dann kommt ist so ziemlich das Herzstück dieses ganzen „wir beamen Michael mal ins jetzt ohne seine musikalische Seele kaputt zu machen“-Projekts. Die Platte läuft bis hier übrigens wie aus einem Guss mit allen Stärken und Schwächen… hat man nie den Eindruck, hier ist irgendwas zusammengewürfelt. Aber was die Stargate-Jungs hier gebastelt haben übertrifft eigentlich alle andere Tracks um eine Liga! Ich möchte da nicht zu viel Spoilern, aber mit dem Ding kannste die Charts auf der ganzen Welt aktuell sprengen. Von der „Leave me Alone“-Hommage, zu den Synthie-Rolls (Klingt wie Sushi wa?) ist das ein perfekter Bums! Michaels überragende Vocals dazu und wir haben einen der besten MJ-Songs der letzten 20Jahre. Ich war von der Demo-Version von „Horse“ im übrigens auch sehr angetan und mochte die Einfachheit. Ich dachte eigentlich es geht i diese Richtung. Aber in diesem Fall muss i sagen, haben die Stargate-Jungs mich total überzeugt. Bestes MJ-Feeling plus New Generation-Groove! Fulltreffa!


    Slave to Rhythm


    Es ist schwer jetzt den Rest fair zu bewerten. „Slave“ ist beste Timbaland-Mucke mit MJ-Vocals. Eigentlich mit das Beste, was Timba in den letzten 5 Jahren zusammengeschustert hat für meinen Geschmack. Auch hier achtet er drauf, dass das Herzstück auch Herz bleibt: Michaels sensationelle Stimme mit jeder Menge Add-Lips, Grunzi und Grummel-Hicks. :D I love it! Auch das hier schreit nach: Mach ma lauter!!! Ein echtes Brett! Funktioniert alleine bestens. Hat nur ein Problem: „Horse“ kam vorher. J Im Vergleich zur „Slave“-Demo allerdings Welten! Hatte Michael anscheinend keinen richtigen Plan für die Strophen, weiß Timbaland genau wie er das Ganze so inszeniert, dass du Gänsehaut bekommst. Volltreffer!


    Do you know where your Children are


    Weiter fließt “Xscape” als Album übrigens Weltklasse! Wir bewegen uns auf bestem Durchhörbarkeitsniveau. Auch wenn „Children“ mich nicht so richtig kickt. Ich konnte mit der Demo schon wenig anfangen und der Refrain hat mich auch nicht geknackt. Die Produktion ist in diesem Fall wesentlich zugespitzter als in der Demo. Macht aber so mehr Dampf und wirkt futuristischer, was dem Song gut tut. Mein Highlight ist es nicht. Nimmt man mit, passt gut ins Gesamtbild. Alleine aber hinter „Horse“,„Slave“, „Chicago“ und „Love“!


    Blue Gangsta


    Nun Freunde, ich hätte es selber nicht für möglich gehalten, geht’s leider Abwärts. L Einer meiner Lieblings-Unveröffentlichten „Blue Gangsta“ beginnt noch vielversprechend und ich erwisch mich noch wie ich denke: „Wenn Timba das Ding episch macht, poste ich ihm Herzchen auf seine Facebook-Wall“ und dann…tja…dann..äh…fliegt akustisch irgendwie die Kuh…oder doch nicht…oder doch…Bremsbeats are back! Das haben Rodney und Michael 2001 aber schon heißer hingekriegt siehe „Hearbreaker“. Wie man die grandiosen Bläsersätze aus der Demo so verschütten kann für ein paar Effekte und auch noch den Refrain hinter den Elektrobeats versalzen, tja, da gehört schon bissel was dazu: Kacke im Ohr zum Bsp.! Also da hat Michaels Ghost wohl doch keine Runden im Studio gedreht. Nicht falsch verstehen: „Blue“ geht gut nach vorne. Das Potential, dass man in der Demo erahnt wird aber meiner Meinung nach nicht genutzt. Vielleicht wollten sie hier auch einfach zu viel. Da hätte man es mit „Keep it Simple, cause MJ´s Genius“ belassen sollen. Gut aber sagen wir mal vorsichtig, erfüllt nicht die Erwartungen.


    Xscape


    Soll ich den „Blue Gangsta“ Text nochmal kopieren? Ich bin wirklich ein bissel verstört, wie Rodney einen Track, den er mit Michael quasi fertig hatte SO zerflücken kann. Wie kann man das grandiose Opening killen? Wie kann man den grandiosen ersten Kinderstimmen-Break killen? Wie kann man den ganzen „Come and get me“inklusive Quincy-Dingel-Dängel-Gedächnis-Guitarre killen? Dafür ersetzt er den Militär-Marsch-Beat mit einer warmen Soul-RnB-Sülze, packt ein paar Streicher auf freie Stellen und nimmt die komplette Dramatik des Songs raus. Ich meine, er versteht doch den Text? Er hat doch mit Michael an dem Ding gesessen? Was hat ihn geritten? Olle Jerkins hat jedenfalls keinen Magic-Takt und versenkt „Xscape“ in der musikalischen Bedeutungslosigkeit. Kein Kunst für ihn eigentlich. Da sitzt er ja selber schon ein paar Jahre. Die erste und auch einzige Enttäuschung!


    Insgesamt: Trotz allem ein dickes fettes WOW! Das gesamte Projekt als neues Album konzipieren war mutig, die Umsetzung ist toll und gelungen. Michael ins „Jetzt“ zu beamen geht auf, gerade weil er zeitlos ist, gerade weil auch der schwächste Song durch seine Vocals überleben kann. In den besten Momenten treffen sich neue ambitionierte Produzenten und MJ at its best und machen „Mägic“. Diese wenigen Momente reichen mir ehrlich gesagt, weil es mehr ist als ich mir nach Michaels traurigem Ende je versprochen habe. Nochmal das Gefühl echter neuer Musik zu haben, die ganze Aufregung, das Mitfiebern mit neuen Songs und Texten, das studieren der Musik…das hat mich alles sehr zurückgebeamt nach 91 und 95 und dafür kann ich gar nicht oft genug „Danke“ sagen an alle Beteiligten! Enjoy the Music! Screamlouder