Jacksons O2-Residency mit rund 25 Millionen US-Dollar versichert
03.07.2009
Los Angeles - AEG-Live-CEO Randy Phillips hat gegenüber "Billboard" zum ersten Mal Stellung zur Versicherungslage der ausgefallenen Konzerte Michael Jacksons in der Londoner O2 Arena genommen. Demnach sei die Mehrheit von AEGs Ausgaben abgedeckt, hierfür bekäme AEG 20 bis 25 Millionen US-Dollar (14,3 bis 17,8 Millionen Euro) von Robertson Taylor. Der entgangene Gewinn wurde jedoch nicht versichert.
Außerdem werde derzeit ausgiebig mit weiteren Versicherungsanbietern verhandelt. Phillips ließ kein schlechtes Wort auf den Zustand von AEG Live kommen. Die Leute hätten spekuliert, Jacksons Tod bedeute den Bankrott für das Unternehmen. "Die Wahrheit ist: Das stimmt nicht", so Phillips.
Denn AEG könne mit dem Audio- und Video-Material von Jacksons Proben, das der Promoter laut dem Vertrag mit dem "King of Pop" besitzt, zu Einnahmen kommen: "Wir haben die geistigen Eigentumsrechte. Es ist unsere Verantwortung und treuhänderische Pflicht, möglichst viel von den Aufnahmen zu Geld zu machen – zumindest so viel, wie der ursprüngliche Vertrag zulässt."
Derweil versucht AEG die ausfallenden Termine in der O2 Arena anderweitig zu verbuchen. Für die Daten im neuen Jahr sei das kein Problem, weil die Nachfrage nach der Arena groß sei, aber Juli und August seien die schwächsten Monate im Jahr.
Bezüglich einer möglichen Tribute-Show, die auf Jacksons aufwendiger Bühnenkonstruktion aufbaue, sagte Phillips: "Wir haben die atemberaubendste Produktion, die jemals auf die Beine gestellt wurde. Alles wurde nach Michaels Vision gestaltet. Bei einer Tribute-Show könnten sich die Fans von Michael verabschieden, momentan haben sie dafür keinen Ort."
Gegen AEGs Ticket-Refund-Pläne hegt sich indessen Protest im Internet. Auf Untitled 2 fordern verärgerte "*****"-Fans, dass der Promoter nicht den vollen Ticketspreis für die Konzertkarte als Andenken verlangt: "Die Preise lagen zwischen 50 und 75 Britischen Pfund plus Vorverkaufs- und Versandgebühren. Wenn AEG wirklich wünscht, die Fans mit Respekt und Ehrfurcht zu behandeln, wie es vorgibt, würde die Firma nicht so einen halsabschneiderischen Betrag für ein Erinnerungsticket verlangen. Michael und seine Familie würden nicht wollen, dass man seine Fans so behandelt."
Neben den Proben für sein Live-Comback hat Jackson "Billboard" zufolge an zwei neuen Alben gearbeitet: an einer Pop-Platte sowie einem Longplayer mit Klassischer Musik. Für das Pop-Werk hat er mit Claude Kelly und Akon zusammengeartbeitet, die Demos und Melodien für seine klassische Musik sollte Komponist David Michael Frank orchestrieren und notieren.
Quelle:
Musikmarkt