Du hast natürlich recht. Musik muss nicht immer tiefgründig sein. Und Du hast auch recht, dass sogar auf "Janet" das Rumgestöhne losging. Eigentlich gibt es das ja bereits auf Control ![]()
Nichtsdestortrotz meine ich nicht den Unterschied zwischen Tiefgründigkeit und Sex-Liedern, sondern eher die generelle Richtung!
In einer Kritik von Janets musikalischem Werdegang hat es ein Journalist mal gut zusammengefasst:
Es gab 3 Phasen in Janets musikalischem Werdegang: 1. Die Selbstkontrolle (80er: Control, Rhythm Nation)- Roboterhafte Rhythmen, starke Frau, teilweise gesellschaftskritische Lieder, musikalische Vielfalt.
2. Die Selbstfindung (90er: Janet., Velvet Rope): Janet ist sexy, Janet ist experimentell, nachdenklich, Janet berichtet über ihr Leben, bleibt gesellschaftskritisch.
3. Die Selbstentblößung (2000er: All for you, Damita Jo, 20 YO, Discipline): Wieder das Thema Sex, wenig tiefgründiges, Alben werden um eins, zwei Hits herumgeschrieben. Der Rest ist austauschbar.
Jetzt bei "Unbreakable" entdecke ich wieder, dass sie musikalisch wieder vielfältiger wird, wieder gesellschafstkritischer wird, wieder experimenteller, wieder nachdenklicher. Ein Album, das nicht um einen Hit herum geschrieben ist.
Kurz zusammengfasst: Ín den 2000ern war mir Janet zu austauschbar. Zu flach. Deswegen ist auch ihr Erfolg ausgeblieben. Tiefpunkt für mich war "20 YO".
Wenn ich mir heute ein Janet-Album anhöre ist es Rhythm Nation. Eventuell höre ich dann noch "If" oder mal kurz in Velvet Rope. 20 YO bleibt bei mir in der Schublade.
Strawberry Bounce ist einfach flach. Das kann Rihanna besser....
Together again klingt wirklich billig und fürchterlich produzuiert. Aber der Text ist unschlagbar. Hilft sehr bei Trauer über einen Verlust.....