So, mit etwas Verspätung die deutsche Übersetzung. Ist nicht ganz perfekt, 2, 3 Mal war ich mir nicht 100%ig sicher, aber hoffe trotzdem, dass es verständlich ist. 
Ein exklusives HITS Interview mit Frank DiLeo
Offen gesprochen
Industrie Veteran Frank DiLeo, der Michael Jacksons Manager von 1984 bis 1989 war, kehrte zurück um dem Superstar durch die This is It Konzerte zu helfen und wahrscheinlich noch darüber hinaus, doch es sollte nicht sein. Hier nun teilt der Industrie Veteran seine Gedanken mit HITs eigenem „Ambulanzverfolger“ (?) Roy Trakin.
Das ist fast wie in „Der Pate 3“…Gerade als du dachtest, du wärst draußen, holen sie dich wieder zurück. Wie bekamen Sie wieder mit Michael zu tun?
Michael rief mich vor ein paar Jahren an, als er aus dem Bahrain zurückkam und dann in Irland und für eine Weile in Vegas war. Wir plauderten, er rief wieder an und dann fingen wir an über Filmprojekte zu sprechen. Es gab ein paar Skripte, die wir (weiter)entwickeln und produzieren wollten. Dann befasste er sich mit dem Konzert Deal. Er rief mich im März an und sagte “Frank, ich brauche jemanden mit Erfahrung. Würdest du mich wieder managen und dich um all die Dinge hier kümmern?“ Ich sagte „Na klar.“ Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich hinzustieß, war alles unterzeichnet. Dr. Thome Thome, zu dem ich mich in diesem Interview nicht weiter äußern möchte, hatte den Zeitplan der Auftritte nicht richtig kalkuliert. Darum musste ich mich nun kümmern, weil Michael nicht mehr als zwei Mal pro Woche auftreten wollte.
War Michael sich bewusst, dass er für bis zu 50 Einzel-Shows unterschrieb?
Absolut. Ich habe den Vertrag gelesen. Ich wusste, was das Minimum an Auftritten war, aber auch, was das Maximum war. Der Vertrag wurde Michael von drei verschiedenen Anwälten, sowie von Dr. Thome vorgelesen. Er [Michael] wollte Prince schlagen und ins Guinness Buch der Rekorde kommen. Es war Michael, der sich die Anzahl von 50 Konzerten aussuchte. Es gab genug verkaufte Tickets um 85 Auftritte zu machen, aber Michael hatte sich auf die Zahl 50 eingeschossen. Das war es, was er wollte und so geschah es dann auch. Dr. Thome hatte allerdings drei oder vier Auftritte für ihn geplant, also habe ich Termine umgelegt um es Michael angenehmer zu machen.
Was haben Sie gemacht seit Sie Michael das erste Mal gemanagt haben?
Ich war in New York und hatte dort eine Management Firma in den 90ern. Ich habe mich für eine Weile zurückgezogen und mein Sohn und meine Tochter durchs College begleitet. Meine Kinder haben nicht viel von mir gehabt als sie aufwuchsen, da ich viel auf Tour war. Daher hatte ich das Gefühl, dass ich ihnen etwas schulde. Das hat dann sieben Jahre angedauert. Dann war ich im Bereich Beratung tätig. Mir gehörte ein Teil von Tribeca Grill mit Rober DeNiro, was ziemlich gut lief.
2004 verlor ich dann mein Augenlicht und es hat sechs OPs gedauert um es wiederzuerlangen. Ich kann noch immer nur eingeschränkt sehen. Ich litt an Diabetes, was die Retina abgelöst hat. Ich habe mein komplettes Augenlicht in dem einen und 80% in dem anderen Auge verloren. Es hat 2 Jahre gedauert bis meine Augen das herausgefunden haben. Es gibt immer noch viel Narbengewebe und ich im Hellen sehe ich nicht gut. Die ganze Zeit muss ich eine dunkle Brille tragen und wenn ich bestimmte Buchstaben erkennen will, muss ich mein Kopf in eine bestimmte Stellung neigen, denn ich habe ein permanentes „V“ in meinem Blick.
Sie waren bei den meisten der Proben dabei.
Bei jeder einzelnen. Er [Michael] war in guter Verfassung. Er hat mich Lou Ferringno trainiert. Nach seinem Training hat er jeden Tag drei Stunden getanzt. Er war vorbereitet. Viele Male hat er auch zugesehen und geleitet. Es waren schließlich Songs, die er sein ganzes Leben gesungen hatte. Am Abend vor seinem Tod kam er zu mir herunter, nachdem er 10 oder 11 Songs performt hatte, Kenny Ortega stand auch unten an der Treppe, und wir alle umarmten uns. Michael legte seine Arme um uns und wir unsere um ihn um zusammen in den Umkleideraum zu gehen. Dann sagte Michael „Frank, ich bin bereit. Ich werde alle 50 Auftritte machen. Denke nicht einmal daran, dass ich sie nicht machen werde.“ Wir redeten darüber möglicherweise noch Stadium Auftritte nach den 50 Shows zu machen. Michael sagte „Frank, niemals war ich glücklicher. Seit dem du zurück bist läuft alles so gut. Ich kann das Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir haben es schon einmal geschafft und dieses Mal ist der Zeitpunkt, an dem wir es wieder schaffen.“ Und das war das letzte Mal, dass ich ihn lebendig sah.
Es gab Aussagen, dass Michael nur noch 110 Pfund gewogen haben soll und nicht in guter körperlicher Verfassung war.
Nein, das ist Schwachsinn. Er wog nicht nur noch 110 Pfund. Er wog um die 140 Pfund. Das meiste, was er je wog, war vielleicht so 155 Pfund.
Sie erzählen mir also, dass er sehr selbstsicher war und bereit die Herausforderung anzunehmen?
Er wusste, dass er 50 war und die anderen Tänzer jünger waren. Er hat seine Ausdauer bis zu dem Punkt gestärkt, von dem er wusste, dass er es schaffen konnte. Michael ist ein konkurrenzbetonter Typ. Es ist mir egal, ob du 5 oder 40 bist, du schlägst Michael Jackson nicht beim Tanzen. Früher oder später zeigt er es dir (?) Und dafür hat er trainiert.
Wie haben Sie davon mitbekommen, als es Michael plötzlich schlecht ging?
Ein Fan rief an und sagte, dass ein Krankenwagen vor Michaels Haus stand. Ich hatte mich gerade zum Mittag hingesetzt. Ich habe Michaels Assistenten angerufen und gefragt, was los sei. Mir wurde dann gesagt, dass irgendetwas passiert sei und der Assistent gerade auf dem Weg dorthin sei. Also stieg ich in mein Auto und fuhr rüber. Als ich zum Tor kam, sagte man mir, dass alle schon gegangen seien. Ich drehte also um und machte mich auf den Weg zum UCLA Medical Center. Noch im Auto rief mich Katherine an und ich sagte ihr, dass wir uns im Krankenhaus treffen sollten. Also fuhr ich dort hin (?), während sie Michael in einem Zimmer versorgten. Daher dachte ich, dass er wieder in Ordnung kommen würde. Dann kam die Krankenschwester aus dem Zimmer. Sie sah mich an und ich sah sie an…ich wäre beinahe in Ohnmacht gefallen. Ihr Blick sagte mir, dass es vorbei war, doch sie versuchten ihn weiter zu reanimieren bis seine Mutter eintraf. In der Zwischenzeit waren die Kinder in einem anderen Raum. Ich musste mit einem Arzt und einem Sozialarbeiter in den Raum gehen und ihnen alles sagen. Und das sind zwei Dinge, die ich nie wieder in meinem Leben tun möchte. Entschuldigen Sie mich bitte für einen Moment, sonst kann es sein, dass ich anfange zu weinen. Lassen Sie mich einen Schluck Wasser nehmen.
Wie war die Reaktion der Kinder?
So, wie man es sich vorstellt. Sie rannen zu mir, umklammerten mich, weinten und schrien. Schließlich kamen Jermaine und LaToya, dann Randy…Dann sprach ein Sozialarbeiter zu allen von ihnen. Währenddessen kümmerte ich mich um die Presse, versuchte alle draußen zu halten und Sicherheitsleute aufzustellen. Zu diesem Zeitpunkt sagten sie, dass die Kinder ihren Vater sehen wollten. Also fuhren sie Michael in den Raum und deckten seinen Körper ab. Ich ging zuerst hinein und hatte die Gelegenheit ihn nocheinmal zu umarmen, ihn zu küssen und ihm Lebewohl zu sagen. 20 Minuten später taten die Kinder und der Rest der Familie das gleiche. Jeder scheint das immer zu vergessen, dass Michael nicht nur ein Kunde für mich war, er war mein Freund. Ich habe ihn immer auf dieser Basis gemanagt. Wir waren in den 80ern Freunde, wir waren Freunde nachdem er mich gefeuert hat, wir waren immer Freunde.
War ihnen bewusst, dass Michael ein Problem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten hatte?
Ich wusste nichts davon. Ich habe es realisiert als es herauskam, dass er auf Enzug war. Ich habe ihn im März dazu befragt und er reagierte sehr empört. Er sagte „Frank, glaubst du wirklich ich würde etwas tun, was meine Kinder in Gefahr bringt und sie alleine zurück lassen könnte? Sei nicht albern.“ Also, was sagt man? Geben Süchtige jemals zu, dass sie Drogen nehmen? Nein. Also habe ich ihn beim Wort genommen. Er war 50 Jahre alt. Wie weit konnte ich ihn drängen? Ich habe nie von dem Zeug gehört, das er angeblich genommen haben soll [Propofol]. Ich hörte im Fernsehen davon und konnte es nicht glauben.
Haben Sie eine Meinung zu den beiden Ärzten, Dr. Arnold Klein und Dr. Conrad Murray, gegen die gerade eine Untersuchung läuft/ermittelt wird?
Michael ist jahrelang zu Dr. Klein gegangen. Ich weiß nicht, wie Michael Dr. Murray getroffen hat. Michael brachte ihn ein als es um den Teil im Vertrag ging, der AEG verpflichtete ihm einen Arzt zu besorgen, der ihn in London begleitete. Also spezifizierte Michael das und wollte Dr. Murray, von dem er behauptete ein Arzt der Familie zu sein. Die ursprüngliche Bezahlung, die er [Murray] verlangte, war völlig übertrieben. Ich sagte Michael, dass ich ihm für das Geld ein ganzes Krankenhaus kaufen könnte.
Die Presse berichtet davon, dass AEG ihm 150.000$ pro Monat bezahlte.
Das ist das, was ich absegnete. Was er zuerst verlangte war einfach astronomisch. AEG hat den Arzt nicht angestellt. Er war Michaels Arzt für Monate. AEG hat dann sein Gehalt lediglich verbessert, was im Rahmen des Budgets war. Ich hatte ein Treffen mit ihm [Murray], um sicher zu gehen, dass Michael die richtigen Vitamine bekam, was er für Smoothies bekommen sollte, ob es G2 oder Gatorade nach den Shows sein sollte. Dann sagte er uns, dass er ein Kardiologe sei und ich sagte zu Michael „Das ist ja perfekt. Ich hatte bereits drei Herzinfarkte und habe 7 Stents in meinem Herzen. Wenn ich also nach London rüberkomme ist der Typ sofort zur Stelle.“
Dr. Murray war der Letzte, der Michael lebend sah.
Das war er, ja. Keiner weiß, was sich in diesem Raum abgespielt hat. Wir müssen auf den toxikologischen Bericht und den Bericht der Autopsie warten. Was ich auf jeden Fall weiß, ist, dass die erste Autopsie gezeigt hat, dass Michaels Organe in guter Verfassung waren, dass seine Leber in Ordnung war und sein Herz stark war. Sie haben gesagt, dass er nicht an einem Herzinfarkt starb. Es musste also irgendeine allergische Reaktion gewesen sein oder etwas, was sich nicht vertragen hat. Es gab irgendeine Art Reaktion.
An welchem Punkt lassen Sie diese Ereignisse zurzeit stehen?
Es gibt noch ein paar Dinge, die geklärt werden müssen. Ich muss sicher gehen, dass einige Dinge, die ich weiß von den Nachlassverwaltern (?) verstanden werden. Ich wurde zu der Leitung von Sony/ATV Publishing berufen/eingestellt, also muss ich dort eine Rolle vertreten. Michael hat den Brief geschrieben, der mich dort hinberief. Nachdem sie Dr. Thome entlassen hatten, haben sie mich und Joel Katz hinzugezogen.
Macht es Sie traurig, dass die inneren Unstimmigkeiten der Familie nun in der Öffentlichkeit ausgetragen werden/an die Öffentlichkeit gelangen?
Es ist traurig, weil es viele Fehlinformationen gibt. Die Familie wusste nicht, was los war. Sie haben Michael nicht jeden Tag gesehen, wie ich es tat. Er stand seiner Mutter und seinen Kindern am nahesten. Aber ich habe ihm den persönlichen Freiraum gegeben mit seiner Familie zusammen zu sein. Einige von ihnen reden über Dinge, über die sie, wie ich denke, nicht das nötige Wissen haben um darüber zu reden. Aber es sind halt die Emotionen. Sie müssen sich den Fakten stellen und einige Entscheidungen fällen.
Wie war Michaels Beziehung zu seinem Vater?
Joe war sein Vater und das war alles, was Michael wollte. Er wollte nichts über irgendwelche Geschäfte wissen. Er wollte nur, dass er [Joe] sein Vater ist. Er wollte als Sohn und nicht als Erzeugnis/Ware geliebt werden.
Hat er dies jemals bekommen?
Ich weiß es nicht. Schauen Sie sich das Larry King Interview mit Jo Jackson an und entscheiden Sie selbst. Es ging alles total schief.
Sie müssen sich noch immer in einem Schockzustand befinden.
Michael hatte ein der größten jemals dagewesenen Shows geschaffen, eine $27 Millionen Produktion. Ich habe ihn auf diesem Weg jeden Tag begleitet. Es ist traurig, dass die Leute es niemals zu sehen bekommen. Aber das Entscheidende ist, dass ich meinen Freund verloren habe. Das ist es, worum es geht. Das ganze Andere ist nun mal so, wie es ist.
Woher kommt Ihr Spitzname “Tookie”?
Das wurde vom Namen „Tookie“ abgeleitet. Der Polizeichef von Pittsburgh kam meinen Vater besuchen als ich geboren wurde und hat mich so genannt. Dann wurde es „Tukkie“ als ich meine Frau traf. Jeden, den ich seit der Kindheit kenne, nennt mich „Tookie“. Für jeden, den ich nach meiner Frau traf, ist es „Tukkie“. Wir sind 32 Jahre verheiratet. Ich bin der einzige Typ im Plattengeschäft, der noch nie zum Entzug musste oder sich scheiden ließ.