Boy, is that Girl with You? - im Gespräch mit Joe Vogel

  • Junge, gehört das Mädchen zu dir?



    Post vom 02/04/2015
    https://dancingwiththeelephant.wordpress.com


    Willa: Ich bin so froh, dass sich in dieser Woche wieder einmal unser langjähriger Freund Joe Vogel gesellt. Oder eigentlich sollte ich Dr. Joe Vogel sagen – du hast seit unserem letzten Gespräch einiges erreicht! Was hast du alles so getrieben, Joe?


    Joe: Hi Willa. Großartig, wieder mit dir zu reden. Ich bin in letzter Zeit so beschäftigt gewesen, aber jedes Mal, wenn ich bei Dancing With the Elephant reinschaue, dann ist irgendeine großartige neue Diskussion im Gange. Du und Joie, ihr leistet fantastische Arbeit bei der Untersuchung der verschiedenen Facetten des schöpferischen Werks und des Lebens von Michael Jackson.


    Was mich betrifft … Wie du bemerkt hast, habe ich kürzlich meine Promotion an der Universität von Rochester abgeschlossen. Ich arbeite nun an einem Buch über James Baldwin, das sich auf seine Kultur- und Medienkritiken der 80er Jahre konzentriert.


    Willa: Oh, wie interessant! Ich wusste, dass du in deinem Blog regelmäßig über James Baldwin postest, aber ich wusste nicht, dass du ein Buch über ihn schreibst.


    Joe: Ja, es ist eine Ausarbeitung eines der Kapitel meiner Dissertation. Als ich erst einmal richtig tief in Baldwins Werk eingetaucht war, war ich erstaunt über seine Vorahnungen. Seine Arbeiten sind immer noch so zutreffend für die Welt, in der wir heute leben.


    Außerdem habe ich einige neue, auf MJ bezogene Dinge geschrieben, von denen einige bereits veröffentlicht wurden (einen Eintrag über Thriller für die Library of Congress und den Begleittext für Xscape) und andere, die in nächster Zukunft veröffentlicht werden (ein Eintrag über Michael Jackson für Scribner’s EncyklopädieAmerica in the World, 1776-present / Amerika in der Welt, 1776-heute, und der Artikel, über den wir heute diskutieren werden „I Ain’t Scared of No Sheets: Rescreening Black Masculinity in Michael Jackson’s Black or White“ / „Ich habe keine Angst vor Laken: Neuuntersuchung schwarzer Männlichkeit in Michael Jacksons Black or White“, der gerade vom Journal of Popular Music Studiesherausgegeben wurde).


    Willa: Und ich habe mich wirklich schon darauf gefreut mit dir darüber zu sprechen. Da sind so viele Aspekte deines Artikels, die mich fasziniert oder überrascht haben. Du betrachtest Black or White beispielsweise als ein Zurückschlagen gegenüber einer langen Geschichte des Rassismus‘ in der Filmindustrie, und du beginnst deinen Artikel, indem du einiges aus dieser Geschichte nochmals betrachtest – und um ehrlich zu sein, es hat mich betroffen gemacht.


    Du gibst zu bedenken, dass Hollywoods erster Film, der in der Art produziert wurde, wie wir heute über Filme denken, D.W. Griffith’s Birth of a Nation (Geburt einer Nation) war – ein Film, der den Ku Klux Klan verherrlichte. Eigentlich war sein Originaltitel The Clansman (Das Clanmitglied). Du sagst in deinem Artikel:


    Er führte zu einer neuen Kunstform – dem Spielfilm – der die Unterhaltungsindustrie veränderte. … Birth wurde der profitabelste Film seiner Zeit – und inflationsbereinigt wahrscheinlich aller Zeiten. Es war der erste Film, dessen Herstellungskosten über 100.000 Dollar betrugen, der erste, der eine eigene Musikpartitur hatte, der erste, der im Weißen Haus gezeigt wurde, der erste, der beim Obersten Gerichtshof und den Kongressmitgliedern gezeigt wurde, und der erste, der von Millionen Durchschnittsamerikanern gesehen wurde. Er war Amerikas urtypischer Blockbuster.


    ...weiter im link:


    http://all4michael.com/

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