Moin,
eigentlich halte ich mich ja nur, und das leider auch nicht so oft, im The Dawn Forum auf. Bin halt leidenschaftlicher Prince Fam. Jetzt habe ich aber durch Zufall einen MJ Bericht in einer meiner monatlichen Lektüren gefunden. Und dieser Bericht hat zum Glück rein gar nichts mit irgendwelchen Geschichten um MJs Privatleben zu tun.
Es geht einzig und allein um die Entstehung des Songs "Black or White". Der damalige Produzent Bill Bottrell gibt hier sehr interessante Info's über die Zusammenarbeit mit MJ preis.
Da ich mal davon ausgehe, dass hier kaum einer dieses Musikerblatt liest, und man es auch im Zeitschriftenhandel auf dem Titelblatt nirgends sehen kann das dort ein MJ Bericht drin ist, habe ich mal die Hoffnung euch was völlig neues anbieten zu können.
Ab Seite 30 gibs dann 3 Seiten, die m.E. für einen MJ Fan nicht uninteressant sein dürften.
Also los zum Kiosk Leute, und in die Soundcheck Ausgabe 8/2006 schauen.
Peace, 3121funk
Edit von Been Told:
Habe den Bericht online gefunden:
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Michael Jackson – Black Or White
Er war der selbsternannte King Of Pop und dominierte die Welt der Unterhaltungsmusik bis weit in die 90er Jahre hinein. Das lag sicherlich nicht nur an Michael Jacksons abgefahrenen Live-Shows, sondern vor allem an Alben wie „Thriller“, „Bad“ oder „Dangerous“. Von letzterem stammt auch der Song „Black Or White“, dessen Entstehungsgeschichte wir diesmal näher beleuchten wollen. Dazu sprachen wir mit dem damaligen Produzenten Bill Bottrell
Die Mitarbeit am Album „Dangerous“ war nicht die erste Begegnung von Bill Bottrell mit dem Jackson-Clan. Bereits 1984 mischte er das The-Jacksons-Album „Victory“ und war drei Jahre später bei den Aufnahmen zu „Bad“ von Michael Jackson beteiligt. 1988 schließlich wurde er gefragt, ob er bei den Arbeiten zum Nachfolgealbum mitmachen wolle. Hier kam es ihm zugute, dass er bereits Erfahrungen als Produzent hatte, denn Jackson beendete gerade die Zusammenarbeit mit Quincy Jones. So kam es, dass Bottrell die Titel „Dangerous“, „Give It To Me“ und „Black Or White“ mitschrieb und zudem die letzten beiden sowie das von Jackson stammende „Who Is It“ mitproduzierte.
„Am Anfang der Songs, die wir zusammen schrieben, standen immer Melodien und Grooves, die Michael mir vorsummte. Danach ließ er mich gewöhnlich mit den Ideen sowie einer Sammlung von Drum Machines und Samplern alleine, um sie auszuarbeiten“, erzählt Bottrell. Die eigentlichen Aufnahmen fanden in den Westlake-Studios statt. Hier belegte Bottrell einen Regieraum, der mit einem Neve-Pult ausgestattet war. An Aufnahmegeräten standen eine 24-Spur Studer sowie eine 32-spurige Mitsubishi zur Verfügung. „Black Or White war das erste Stück, an dem wir arbeiteten“, erinnert sich Bottrell. „Michael summte das Hauptriff, hatte aber keine Vorstellung, welches Instrument es spielen sollte. Ich benutzte eine Kramer-Gitarre und einen Mesa Boogie-Amp, den ich mit einem beyerdynamic M 160 abnahm, und spielte zu seinen Vocals. Den Groove bekam ich von einem einfachen Drum-Pattern aus einem Emulator. Mit diesem Material ließ Michael mich ein paar Tage alleine arbeiten. Er forderte mich vor allem als Musiker – ich war es gewohnt, mit Samples zu arbeiten, aber er wollte echte Gitarren oder Keyboards. Und da ich vor meiner Toningenieurszeit als Musiker arbeitete, folgte ich einfach seinen Vorstellungen.
„Ich benutzte damals einen Sequenzer von Hybrid Arts, der auf einem Atari lief, und den ich sehr mochte – ziemlich fortgeschritten für diese Zeit. Damit habe ich eine Menge Percussion programmiert, um einen gewissen Swing in den Groove zu bekommen. Dieser war durch die ursprüngliche Linie von Michael und durch den Gitarrenpart vorgegeben. Der Groove selbst wurde im Sequenzer bearbeitet, die Parts wurden verschoben, die Daten verändert, sodass er komplex und lebendig wurde.“
Nach zwei Tagen Arbeit an „Black Or White“ hatte Bottrell die Gitarre, einen Drum Loop, ein paar Percus–sion-Spuren sowie die Guide-Vocals aufgenommen. Ihm war klar, dass es nur noch ein wenig Bass und weitere Percussion brauchte, um die Strophe und den Refrain fertig zu instrumentieren, und er versuchte, Jackson davon zu überzeugen, den Song eher einfach und offen zu halten. „Die Vocal-Spur war toll, und die etwas ungenauen Backgrounds passten perfekt“, meint Bottrell. „Im Gegensatz zu anderen Produzenten, die mit Michael zu dieser Zeit arbeiteten, versuchte ich, die Vocals aus höchstens zwei bis drei Takes zusammenzusetzen. Schon die ersten Vocal-Tracks waren bei diesem Song so überzeugend, dass ich entschlossen war, sie bis zum Schlussmix zu behalten. Natürlich musste es auch ihm gefallen, andernfalls würde er mich so nicht arbeiten lassen. Wir hatten also die Strophe und den Refrain – die Hauptteile des Songs – fertig, aber da gab es zwei ziemlich große Lücken in der Mitte, und wir sahen uns an und sagten: ‚Hier müssen wir irgendetwas machen’"...
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Ich weiß nicht, ob das der komplette Bericht ist. Werde nächste Woche mal das Magazin selber holen. - Been Told