Lebt Michael durch uns weiter?

  • Hi zusammen,
    okay, ich poste nicht so oft hier *g*. Aber... ich suche ein Forum, wo man etwas niveauvoll ansprechen und sich Gedanken machen kann. Mal sehen, vielleicht könnt ihr an einer entsprechenden Diskussion gefallen finden.
    Mich hat in den letzten Tagen ein Thema wieder mal ziemlich beschäftigt und zwar weil ich mich selbst mit der Frage herumgeplagt habe. Die meisten hier wissen ja, was ich beruflich mache. Ich 'musste' jedenfalls am Freitag die Stuttgarter Therapietage ( http://www.alber-stiftung.de/stt06/ ) vor ca. 300 Leuten mit einem Eingangsvortrag zum Thema 'Lebensfreude' eröffnen.
    Da stand ich nun *g*... und bei Lebensfeude, da kommt mir Michael schon ziemlich schnell in den Sinn. Wie vieleln Menschen er schon Freude am Leben (wieder)gegeben hat, wie sehr er es schafft (oder zumindest geschafft hat), trotz seiner schweren Situation, Freude an kleinen Dingen zu erleben...
    Ich habe den Vortrag letztlich so aufgebaut, dass ich nebenher auf Großleinwand einen Film mit langsamwechselnden Bildern zum Thema Lebensfreude gebeamt habe. Hier ist er auf yourtube, falls es wen interessiert. Ist nicht die ganz endfültige Version, aber das Wesentliche ist geblieben.
    http://www.youtube.com/watch?v=ExKNgOvRq2M
    Da ist unter allen möglichen Bildern eines von Michael, das mir passend erschien. Und ich habe den Vortrag sogar noch mit einem Zitat von den Bambies abgeschlossen:
    "Oder auch mit den einfachen Worten, die ich einst von einem weisen Mann gehört habe: 'Enjoy yourself, be happy and have fun.'"
    Ich muss ganz ehrlich sagen - und ich denke, in diesem Forum hier kann man das ernsthaft diskutieren - dass es mir wirklich extren schwer gefallen ist, diese beiden Dinge zu tun. Ich habe Michael dann auch in letzter Minute noch 'verleugnet', indem ich ihn zu einem 'alten weisen Mann' gemacht habe. Sonst will natürlich gerade in so einem Publikum jeder wissen, wer dieser weise Mann gewesen ist. Ein 'alter Weiser' ist eher ein feststehenendes Bild.
    Und dann vor allem das Bild von Michael vor einem Fachpublikum - ich hätte da unter Umständen wirklich Ärger bekommen können und habe mir zig mal überlegt, ob ich das so tun soll oder nicht.


    Und immer wieder denke ich, Michael hat seinen Wert in und auf der Welt, er hat nichts verbrochen, und man muss sich eben seiner nicht schämen. Ich weiß nicht, wie ihr das seht. Trotzdem ist es total schwer, ihn auf so eine seriöse Art ins Weltgeschehen zurückzurufen. Das aber war ja gerade das, was mir dabei wichtig war. Ihn in einer Diskussion mit Freunden/Bekannten/Kollegen verteidigen, das kann ja jeder (selbst wenn schon das manchmal schwer fällt). Mir war es aber wichtig, ihn durch das eigene Wesen und 'Wirken' auf eine andere Ebene zu holen. Ihn durch eine kleine Geste in die Welt im Sinne von 'Lebensfreude' zurück zu holen, als ein Symbol für etwas, das nichts mit Skandalen etc. zu tun hat. Und sein wunderbares Zitat, das doch ganz Deutschland gehört hat und doch kaum jemand verstanden oder sich gemerkt hat.
    Finde es total schwer, das zu beschreiben, v.a. auch meine Gefühl dabei zu beschreiben. Es war schon ne große Sache und für mich auch wirklich ein großes Risiko. Ich war so nervös vorher, das könnt ihr euch nicht vorstellen, und v.a. war ich wirklich wegen dieser Michael Jackson-Bezüge so nervös. Ich hatte wirklich Angst. Und das finde ich das Schlimme. Wenn man Angst haben muss, anstatt auf ihn stolz sein zu können.
    (da geht es mir jetzt auch nicht um den Musiker, sondern das andere, das er auch präsentieren will, den Wohltäter und Revolutionär, der weiter denkt, als der normale Popstar.)
    Ich denke mir nur, wenn wir es nicht tun, oder wenn wir nicht anfangen, es zu tun, also Michael vorsichtig aus seinem Sumpf heraus zu heben und hinauf auf ein 'Plateau', das ihm angemessener ist. Ihn auf einer guten Ebene würdigen für das, was er ist - wenn wir das nicht tun, wer soll es dann tun? Klar, in 100Jahren wird sich das von alleine richten, aber wollen wir bis dahin warten? Und mir 'Wir' meine ich jetzt Leute, die ihn und sich dabei nicht lächerlich machen, sondern die die Möglichkeit haben, andere auch zum Nachdenken zu bringen.


    Ich nehme das 'Ergebnis' mal kurz vorweg: Das Publikum war durch die Bank begeistert. Ich denke, ich habe auch beim Vortragen sehr vieles von Michael übernommen. Einfach in der Art und davon, Stimmung zu transportieren. Dafür muss ihm wirklich auch mal gedankt sein! Das Feedback war jedenfalls der Hammer! Von allen Seiten, auch wo ich es nie gedacht habe. Noch bis heute, zwei Tage später. Meine engeren Kollegen, niedergelassene Kollegen, Supervisoren, Instituts- und Ambulanzleitung - alle echt angetan. Und niemand hat sich über 'den Jackson' gewundert oder sich deswegen muckiert. Nicht mal gefragt. Meine engeren Kollegen waren schon etwas pfiffiger. Wir sind dann noch zusammen gesessen am Freitag abend, und da kam schon die Frage: "War der weise alte Mann wirklich alt?" Und so weiter. Sie haben mich da schon durchschaut, weil sie im Bilde sind. Und auch dass ein Bild vom Mike dabei war, haben sie angemerkt, aber diesmal sehr respektvoll und einfach als 'du hattest da ja sogar ein Bild von Michael Jackson dabei.' Und ich im Joke: 'Ehrlich?? Wie kam das denn da rein?' *gg*. Das war völlig in Ordnung. Ganz anders als das ewige Kämpfen: hat er nun ein Kind angefasst oder nicht?!


    Wollte euch an sich fragen, wie ihr das seht. Bezieht ihr Michael in euer berufliches und weiteres Leben ein? Bekommt er dort auch einen Platz und wirkt durch euch weiter? Auch so, dass Menschen ein anderes Auge für ihn bekommen?
    Ich denke, vor den Michael hinzustehen und mit großen Augen zu sagen 'Juuhhuuu... Ich habe mich immer für dich eingesetzt!!', das würde jeder von uns. Nur - tun wir es auch in Situationen, in denen wir es könnten, wo es uns aber wirklich schwer fällt? In denen wir selbst dadurch ein gewisses Risiko tragen?


    Ich bin sehr froh, dass es so gut gegangen ist - aber die Frage bleibt bestehen. Ich weiß auch nicht, wie oft ich die Kraft dazu hätte, ehrlich gesagt. Weil es echt ein Act war, und ich hätte es viel leichter haben können: einfach den Jackson nicht erwähnen...


    LG
    Stormy

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    Die Wahrheit kämpft nicht gegen Illusionen, und Illusionen kämpfen auch nicht gegen die Wahrheit. Illusionen kämpfen nur mit sich selbst.[/CENTER]

  • als das gelesen habe...hmm...ich kann dich echt gut verstehen.


    als ich dieses schuljahr ganz alleine...in eine neue klasse gekommen bin...hatte ich auch erst angst... zu sagen "ich bin michael jackson fan" aber...ich habs dann doch getan...natürlich jetzt, hab ich mich nicht vor die klasse gestellt "ICH BIN MICHAEL JACKSON FAN"
    ich mein, wenn z.B. gefragt wurde "was hörst du denn für musik" hab ich das eben gesagt
    und ich muss schon sagen...das einige die musik sehr gewürdigt haben usw.
    es is eben so...das viele...ihn...privat...als pädo ansehen. was ich sehr sch*** finde...denn...er ist FREIGESPROCHEN worden...und er war auch immer UNSCHULDIG!!!
    aber..ich habe immer gesagt "mir egal was ihr denkt. das wichtigste ist das ich michaels fan bin." is ja auch so. die müssen ja gar kein fan sein...ich mag ihn...weil ich es ernst meine...und keine heuchlerin bin...
    aber ich könnt jetzt noch soooo viel dazu schreiben....nur meine hand tut weh ;D



    zudem...michael in die arbeit einfließen zu lassen...da kann ich nur sagen:
    JA!!!!


    ich mache gerade eine ausbildung als erzieherin. und klar denke ich manchmal "was würde michael da hin schreiben????" und das hilft mir auch immer...
    sobald ich irgendwas mit michael verbinde fällt es mir leichter.


    und...manchmal...wenn ich nicht weiß...wie ich jetzt handeln soll mit nem kind...denke ich daran "was würde michael jetzt tun?" er hilft soooo oft!!!!
    ich liebe ihn einfach dafür wie er ist...mir egal was die anderen darüber denken.
    bis jetzt bin ich IMMER offen damit umgegangen das ich MJ fan bin...sogar im kiga als ich praktikum machte...in der zeit des prozesses...


    das schlimmste war bis jetzt in nem vorstellungsgespräch...der kerl fragte welche musik ich höre..."pop" und wen? fragte er...ich dann "michael jackson" naja...das war auch noch an meinem geburtstag...und...ich konnte mir nur anhören das sich michael ja gebleicht hat...und sich an kleinen jungs verkreift...natürlich habe ich michael verteidigt...den platz hatte ich damals nicht bekommen :D


    ABER...dafür mache ich jetzt auch einen wichtigeren beruf :P


    michael ist und bleibt meine #1!!!!!!!!!!! für immer und ewig... :love

  • Also ich finds toll dass du ihn mit eingebaut hast und zwar auf die Weise, die 'nicht zu dick aufgetragen' daherkommt unter dem Aspekt, dass man ja bekennender Fan (wenns auch nur Insider bei dir wissen) von ihm ist. Aber dass es "ein Act" war bis du es dann entschieden hast, wie du ihn da mit handhaben willst, das kann ich voll und ganz nachvollziehen. Da ist einfach diese Hemmschwelle und die Angst, dass es eben falsch verstanden wird.
    Ich glaub du und wir alle wissen, dass Mike in einem Thema wie diesem mitunter einfach nicht das Standing hat, dass man es als passend akzeptiert, ihn bei sowas explizit mit zu erwähnen/gar als Beispiel anzuführen weil uns eben immer der Ruf mit anhaftet, auf die Idee nur durch unsere pinke Brille zu schauen.
    Wenn jemand 'neutrales' ihn bei sowas mal mit Respekt, ohne Vorurteile und so erwähnen würde, wäre das bestimmt ein großer Schritt und würde, wenn es öfters passieren würde, den Michael in der Gesellschaft (wieder) besser dastehen lassen. Aber leider haben ihm die ganzen Vorurteile und teilweise ignoranten Einstellungen der Öffentlichkeit da den Weg wohl auf immer verbaut....


    Von daher denk ich einfach, sollten oder können wir ihn ruhig in die eine oder andere Situation mit einbinden, solang es nicht (wenn für uns auch noch so nachvollziehbar) wie gesagt als zu dick oder übetrieben aufgetragen rüberkommt.


    Ich gehe eigentlich offen mit meinem "Fandasein" um, d.h. ich verleugne ihn nicht wenn mich jemand fragt was für Musik ich höre. Meistens kommt dann ein mehr und weniger blöder Spruch, aber mit der Zeit ist das Thema auch gegessen und akzeptiert.


    Allerdings kam ich noch nicht in eine solch explizite Situation wie du sie hattest mit dem Vortrag. Aber ich denke ich würd mich so ähnlich wie du verhalten.

  • Find ich super deine Zivilcourage, Stormy!
    Das war wirklich mutig von dir, aber ist es nicht eigendlich schade, dass sowas MUTIG ist?Sollte es nicht normal sein, sich auf einen berühmten Menschen zubeziehen, der einfach nur was intelligentes gesagt oder getan hat,wie zB bei Martin Luther King?


    Die Masse sucht sich einfach aus, wem sie für seine oder ihre Taten Respekt zollt, und wem nicht.


    Warum Michael gerade so verachtet wird...vllt weil er vielen einfach einen erschreckenden Spiegel vorhält und sie ihre Fehler erkennen.


    Ich könnte michael auch niemals verleugnen, und ich denke dieses Gefühl macht einen zum Fan.
    Viele stellen immer wieder die frage:


    "Was macht einen Fan eigendlich zum Fan?"


    Es ist nicht die Anzahl von CDs im Regal oder Zeitungsausschnitten in irgendeinem Ordner- auch nicht die Menge an DVDs, oder zuwissen wann er wo, mit wem war.


    Es ist dieses Gefühl,was man hat, wenn man ihn erstmal richtig versteht. Ich würde ihn in einer passenden Situation schon einbringen, aber nie aus dem egoistischen Grund der Selbstinszinierung heraus.
    Denn am Ende gibt es Situationen, da lohnt sich sowas nicht und ich weiß einfach für mich selbst was ein Michael Jackson wert ist.


    Und vorallem für WEN.Denn warum sollte man jedem dummen Menschen unbedingt beweisen sollen, dass er Unrecht hat?
    Damit wäre man lange beschäftigt und meistens funktioniet es nicht- ich denke mir oft, diese Leute sind mit ihrer Dummheit schon gestraft genug; dann geh ich raus, mache meinen MP3-Player an und höre den Earth Song, denn ich verstehe wenigstens,was dieser "gebleichte Perverse Jackson" uns sagen will. :Q

  • Ich kann diese Gefühle sehr nachvollziehen... Ich habe auch irgendwie schon immer versucht, MJ den Leuten, mit denen ich zu tun habe irgendwie nahe zu bringen. Vor allem wenn ich höre/sehe/mitbekomme, dass Leute Vorurteile ihm (oder anderen) gegenüber haben...
    Da sage ich immer nur ganz wenig dazu am Anfang. Einfach mal sowas wie, wenn nur die Hälfte der Dinge, die man über ihn sagt stimmen würde, wäre er entweder in der Klapse, im Knast oder tot.
    Ich drücke mich natürlich nicht immer so brutal aus - je nach dem, mit wem ich rede.
    Dann erwähnt man halt, dass Leute, die alles glauben, was sie in der Zeitung lesen, recht blau-äugig sind. Ohne MJ dabei zu erwähnen...
    Die meisten, da sie sich selbst nicht als blöd bezeichnen wollen, stimmen zu. Und den meisten fällt auch das eine oder andere ein, wo eine Zeitung Mist geschrieben hat.
    Und dann lenke ich das ganze auf MJ und sage sowas wie, wenn man sieht, was der Kerl schon alles durchgemacht hat, und wie fertig er ist/war - also das ist das gefundene Fressen für so Zeitungen.
    Davon abgesehen ist seine Musik einfach legendär, und heut zu Tage will jeder eh nur schlechte Sachen lesen.
    Und weil er halt ein bißchen durchgeknallt ist, läßt sich es bei dem auch um so besser machen, weil es dann jeder glaubt.
    Aber verrückt oder anders sein, heißt nicht, dass man automatisch schuldig ist, wenn jemand sagt, dass man Kinder befummelt.
    Und außerdem, es ist doch die perfekte Waffe. Der hat sich immer mit Kindern umgeben, hat zig Millionen an Hilfsorganisationen gespendet, besucht auf jeder Tour in jeder Stadt Kranken- und Waisenhäuser...
    Da kann man ihm halt sowas vorwerfen, und man weiß - es wird ihn absolut umbringen. Die Leute gucken ihn mit dem Arsch nicht an. Und außerdem springt bei sowas IMMER Geld raus, wirklich immer.
    Tja, und bevor man sich versieht, ist man angeklagt.
    Wie oft passiert das heut zu Tage?
    Ein Schüler oder eine Schülerin, die vielleicht in den Lehrer verknallt ist, aber der Lehrer will davon nichts wissen. Kind ist beleidigt und überlegt sich, dem wisch ich eins aus, und geht zur Polizei.
    Und bevor man sich versieht, ist es auf einmal so weit gegangen, dass man garnicht mehr aufhören "kann".
    Und dann kommt der Fall ins Rollen. Wenn man Glück hat, kommt die Wahrheit ans Licht und der Fall fällt auseinander. Wenn man Pech hat, wandert man auch schonmal auch in den Knast. Schuldig oder nicht.
    Und bei Michael Jackson habense ja alles durchsucht. Die haben sogar seine Matratzen aufgeschlitzt, alles umgegraben was sie konnten, haben seinen nackten Körper fotografiert und DNA Proben genommen.
    Und was hatten die am Ende? Die Aussage des Jungen, und sonst garnichts. Und selbst die Aussage war nichts wert, weil ihm nachgewiesen werden konnte, dass er log.
    Auf so einer Basis kann man niemanden ins Gefängnis stecken oder für schuldig halten.


    So in der Art halte ich dann einen Vortrag. Angepasst natürlich je nach dem, was es für Feedback gibt oder mit was für einer Art Person ich zu tun habe.


    Dann kommt meist die Bemerkung, dass es ja mehr als einen Fall gab und er hat die ja bezahlt, also muss da was passiert sein.


    Dazu meine Predigt:
    Das kann man so sehen, wenn man will... Aber versetz dich mal in die Lage der Eltern. Wenn jemand reiches dein Kind befummelt, würdest du dann Kohle von him nehmen, und damit die Sache auf sich beruhen lassen? Würdest du nicht lieber gegen ihn vor gericht ziehen wollen? Würdest du nicht wenigstens zur Polizei gehen und das ganze melden? Irgendwas tun? Zur Presse gehen? Irgendwas?
    Oder würdest du einfach seine schmutzige Kohle nehmen, und für immer den Rand halten und wissen, dass du dein Kind verkauft hast? Würdest du das deinem Kind antun wollen?
    Wie wahrscheinlich ist das, dass das zwei oder drei mal passiert? Dass man den Eltern ihre Kinder abkaufen kann? Und das sind keine armen Schlucker - bei Leibe nicht! Oder meinst du eine Haushälterin von Michael Jackson arbeitet auf 400 Euro-Basis?
    Oder ein Zahnarzt in Beverly Hills muss zum Sozialamt? Nein, das sind alles Leute, die genug zum Leben haben und noch mehr. Leute, die mehr Geld verdienen als du und ich.
    Vor allem die Hausangestellten bei reichen Leuten und bei bekannten Leuten - die müssen alle Schweigeverträge unterschreiben, und dafür gibts meistens nochmal extra Kohle.
    Das sind also keine bettelarmen Leute, die man einfach so mit ein paar Millionen kaufen kann...
    Diese Leute wissen aber, dass wenn man ihn dessen beschuldigt, wird es absolut tötlich für ihn. Die wissen, dass sie ihn damit fertigmachen könnten, wenn sie damit an die Öffentlichkeit gehen...
    Und was machen sie? Die holen sich ihre paar Millionen und sagen nie wieder etwas. Weil sie ihren Zahltag hatten und das wars.


    Und sowas kann ich mir nicht vorstellen... Denn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand versucht mit einer Lüge Geld zu machen, ist unendlich viel größer, als das jemand versucht mit dem Leid seines Kindes Geld zu machen.
    Man muss nur logisch denken.


    -----
    So, und nach so einer "Bearbeitung" von mir, ist das mindeste, was ich in den Leute hervorrufe Zweifel an MJ's Schuld. Und vielleicht denken sie in Zukunft zwei mal nach, bevor sie alles glauben. Vielleicht auch nicht, aber ich habe es dann wenigstens versucht.
    Und sie wissen dass ich MJ Fan bin, und dass ich nicht dumm bin. Und sie fragen mich vielleicht in Zukunft ab und zu über MJ Gerüchte und so weiter...


    Wenn man das zivilisiert macht, kann man da eine richtige Basis aufbauen in Leuten. Dass sie wirklich hinterfragen, bevor sie jeden Mist glauben.
    Und Michael is bei weitem nicht das einzige Opfer dieser Lügengeschichten... es gibt so viele, und das beziehe ich auch immer ein, damit es nicht einfach wie eine MJ-Predigt wirkt... sondern eine Art Aufklärungspredigt ;D Denn eine Predigt ist es am Ende so oder so. Aber so lange die Person es interessant findet und/oder hören will, erzähle ich es auch.
    Und bisher ist es mir fast nie passiert, dass jemand nicht interessiert war. Allein die Tatsache, dass man eine total nebensächliche Bemerkung mit soetwas beantwortet fasziniert die Leute schon.
    Wie gesagt, man darf sich nur nicht aufregen - da muss man sich halt unter Kontrolle haben und eben nicht zu fanatisch reden.


    Tja, also das ist dann mein Roman zum Thema. ;D


    Aber echt was interessantes Stormy. :respekt

  • Ja... wir kennen das 'Problem' also alle. Michael verteidigen, das tun wir ja sicher auch alle. Und es ist sooo wichtig, damit wenigstens die Menschen in unserem Umfeld zu erreichen. Die denken dann auf jedenfall anders, vorsichtiger, fragen vielleicht mal nach. Und damit haben wir schon wirklich viel für Michael erreicht.


    Mich hat einfach so erschreckt, dass es in der Öffentlichkeit so schwer ist. Dinge einzubringen und Argumente für und Wider, das geht ja echt bei fast allen Themen, auch bei sogenannten 'Don'ts' wie Religion oder Politik. Nur Michael Jackson- das ist so ziemlich ein Todesurteil einem selbst gegenüber, wenn man es nur (positiv) erwähnt. Öffentlich / beruflich - wie auch immer - zu ihm und seinem Namen zu stehen, das bringt einen derzeit selbst in Gefahr (das ist zwar ein Zeitphänomen und geht sicher vorrüber, aber dennoch...). Das ist irgendwie so, wie wenn man einen Terroristenführer gut heißt. Und wir wissen das auch. Das habe ich wirklich deutlich gespürt, weil mir sehr, sehr mulmig wurde. Und DAS finde ich auch das Schlimme. Fan seiner Musik zu sein, das ist okay, das wird auch so hingenommen. Aber ihn als Mensch und mit seinen Werten gut zu heißen, das ist schwer. Und das finde ich total schade, weil das so ein großer Teil von Michael ist. Und weil ich mir immer bei so vielen Menschen denke: hey, wenn du das wissen würdst, was ich weiß, dann würdest du dich eingraben für das, was du gerade gesagt oder gedacht hast!
    Um so wichtiger, dass wir dadurch, dass wir so sind, dass wir von anderen respektiert werden und man uns ernst nimmt, andere dazu bringen, das ernst zu nehmen, was wir unterstützen.
    Ähhh, kann man den letzten Satz verstehen :rolleyes?
    LG

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  • Mhm, also ich muss sagen ich machs eigentl ähnlich wie Been told! Das funktioniert bestens...hab selten blanken Hass kassiert, wenn es um das Thema Michael Jackson ging. Ich hab hier zum Bsp. einen 18jährigen Hip-Hop-Prakti...der is komplett Hip Hop.. :rofl vom reden, von den Klamotten..und der liiiiebt Michael! Ich hab mal zufällig Michael an gehabt aufm Rechner als er reinkam ins Büro und hab extra nichts gesagt. Dann sagte er: "Was los...das Michael man! Michael is da shit...!" :rofl herrlich! Klar gibts auch immer Menschen, die sich in VOrurteilen und Headlines suhlen...die interessiert aber auch nicht Michael Jackson der Künstler, sondern Michael Jackson die Schlagzeile.
    Ansonsten hab ich auch gerne mal Zitate verwendet von MJ....man nimmt erst den klugen Spruch, läßt ihn alle gut finden, fragt dann, was sie glauben von wem der kluge Spruch ist....Überraschung!! ;D

  • Also früher -so 1993 bis 1997- habe ich Leute die was gegen MJ sagten einfach zusammengetreten und fertig. Nur 93/94 hatte ich da aus gegebenem Anlass immer ziemlich viel zu tun. :D


    Heute sage ich einfach dass MJ mein Vorbild ist. Wenn jemand fragt was ich höre, sage ich "meistens Michael Jackson." und dass er auch menschlich mein Vorbild ist.


    Denen seine Unschuld zu beweisen und alle fakten zu nennen ect. ist viel zu aufwendig. Man muss die Menschen auf einer anderen Ebene ansprechen. Wer mich mag, wird auch gegen MJ nichts sagen, wenn ich ihn als Vorbild benenne.

  • <div class='quotetop'>ZITAT (Dennis @ 02. Oktober 2006 - 17:18) [snapback]142267[/snapback]</div>

    Zitat


    Also früher -so 1993 bis 1997- habe ich Leute die was gegen MJ sagten einfach zusammengetreten und fertig. Nur 93/94 hatte ich da aus gegebenem Anlass immer ziemlich viel zu tun. :D
    [/b]


    :respekt :lol
    <div class='quotetop'>ZITAT (Dennis @ 02. Oktober 2006 - 17:18) [snapback]142267[/snapback]</div>

    Zitat


    Wer mich mag, wird auch gegen MJ nichts sagen, wenn ich ihn als Vorbild benenne.
    [/b]


    Da haste sicherlich irgendwo Recht. Bei mir ist das auch so, dass Leute die mich kennen und mögen, genug Respekt haben, so einen Müll nicht zu quatschen.


    Stormy,
    ich verstehe was du meinst... Es ist schon recht schwierig teilweise... Ich weiß noch, als ich Mitte der 90er als MJ-Tänzer in der Schule auftrat ;D
    Einerseits wars natürlich geil, weil da viele gejubelt haben und Leute nachher ankamen und meinten "Boah, ich hätte nie gedacht, dass du so tanzen kannst wie der Jackson!" *Stolz* ;D
    Andererseits kamen da auch teilweise Kommentare wie "was willstn du mit dem Kinderficker?" - da gehe ich innerlich immer sofort auf 180 - aber man darf das einfach nicht zeigen...
    Es ist schon unglaublich, wenn man sich vorstellt, was dieser Mann alles für arme Menschen und vor allem Kinder gemacht hat... und trotzdem ist es totales Taboo, ihn als Wohltäter zu nennen.
    Wenn Paris Hilton irgendwo ein paar Hunderter hinschmeißt, ist es aber super toll und klasse und ach ist die nich toll!


    Ich hab nichts gegen die Hilton - war jetzt einfach nur ein Beispiel.


    Und Michael hat leider nichts davon, wenn er in hundert Jahren als großer Künstler und großer Wohltäter gesehen wird, wenn er zu lebzeiten wie Scheisse behandelt wird, da haste Recht.

  • Ein tolles Erlebnis war 2004 in der Berufschule.


    Im Laufe einer Diskussion (über Politik) im Unterricht sagte einer laut als Beispiel :"Was wäre die Musikwelt ohne Michael Jackson!". Dann kam von einem WiXXer die Antwort: "ja was denn....eine umoperierte Tunte". Da wurde ich wach und wollte voll loslegen, aber schon sagten gleich zwei andere Dinge wie :"Warum? MJ ist cool" usw. Sonst kennt man ja Sprüche wie "seine Musik ist gut, aber er scheisse". Aber hier sagten sie einstimmig Michael IST cool!
    Ich brauchte garnichts machen, nur zuhören :D Und das sind alles keine MJ-Fans gewesen.

  • Echt cool Stormy :top



    Da fällt mir auch was von mir ein.


    In Kiel auf der Uni, noch zu Prozesszeiten, habe ich in einem Englischseminar, in dem es um freies, englisches Sprechen ging, die Grammy Rede vom 1993 komplett gehalten...frei, mit allem.......ich hab danach die Leute auch noch ermuntert mich zu fragen, wenn sie der Prozess interessiert und sie gern was wissen wollen. Letztendlich kam keiner, aber mein Prof damals, war sehr überrascht und angetan, von solch einer Abwechslung.



    Ihr könnt euch sicher denken, wie mein Herz gerast ist, als ich da vorne stand.

  • <div class='quotetop'>ZITAT (Screamlouder @ 02. Oktober 2006 - 17:03) [snapback]142262[/snapback]</div>

    Zitat


    Mhm, also ich muss sagen ich machs eigentl ähnlich wie Been told! Das funktioniert bestens...hab selten blanken Hass kassiert, wenn es um das Thema Michael Jackson ging. Ich hab hier zum Bsp. einen 18jährigen Hip-Hop-Prakti...der is komplett Hip Hop.. :rofl vom reden, von den Klamotten..und der liiiiebt Michael! Ich hab mal zufällig Michael an gehabt aufm Rechner als er reinkam ins Büro und hab extra nichts gesagt. Dann sagte er: "Was los...das Michael man! Michael is da shit...!" :rofl herrlich! Klar gibts auch immer Menschen, die sich in VOrurteilen und Headlines suhlen...die interessiert aber auch nicht Michael Jackson der Künstler, sondern Michael Jackson die Schlagzeile.
    Ansonsten hab ich auch gerne mal Zitate verwendet von MJ....man nimmt erst den klugen Spruch, läßt ihn alle gut finden, fragt dann, was sie glauben von wem der kluge Spruch ist....Überraschung!! ;D
    [/b]


    Hast recht! V.a. das letzte ist geil *lol*. Das kommt immer gut :rofl. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, was ich gesagt hätte, wenn mich irgendein Professor gefragt hätte, von wem das Zitat war... *hust*. Gott sei Dank hat keiner gefragt. Aber ich denke, ich hätt's dann schon gesagt. **Überraschung** :D

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  • alle meine Kollegen und Freunde wissen, dass ich Fan von Michael Jackson bin und habe recht gute und positive Erfahrungen gemacht. Auch wenn sie nicht direkt Fan sind durchschauten sie die ganzen Anschuldigungen sehr schnell und gaben ihre Meinung dazu.Hier geht es wieder mal ums Geld und versuchen ihn fertig zu machen ist doch immer das Gleiche. Alle standen hinter mir als der Prozess lief und freuten sich genauso wie ich als endlich der absolute Freispruch kam. Auch jetzt fragen mich noch viele wie es Michael geht und ob er wieder mal was neues an Musik rausbringt. kann nur sagen, dumme Fragen hat mir noch keiner gestellt.

  • <div class='quotetop'>ZITAT (Dennis @ 02. Oktober 2006 - 17:18) [snapback]142267[/snapback]</div>

    Zitat


    Heute sage ich einfach dass MJ mein Vorbild ist. Wenn jemand fragt was ich höre, sage ich "meistens Michael Jackson." und dass er auch menschlich mein Vorbild ist.


    Denen seine Unschuld zu beweisen und alle fakten zu nennen ect. ist viel zu aufwendig. Man muss die Menschen auf einer anderen Ebene ansprechen. Wer mich mag, wird auch gegen MJ nichts sagen, wenn ich ihn als Vorbild benenne.
    [/b]


    Genau das ist das, was ich meine :respekt. Wenn wir respektiert und geachtet werden, dann bekommt sozusagen durch uns auch der Michael den Respekt. Das heißt dann aber auch wieder, dass es an uns liegt, an sich Michaels Werte zu leben und zu vertreten, um dadurch geachtet zu werden. So wie wir uns verhalten, das wirft sich auch immer wieder zurück auf Michael. Sonst heißt es doch "Wie der Herr, so's Gescherr" - gutes altes schwäbisches Sprichwort *g*, aber hier ist es eher so, dass der Hofstaat den Ruf des Königs schafft...
    Interessant - dabei sollte es doch an sich andersherum sein.



    <div class='quotetop'>ZITAT (Been Told @ 02. Oktober 2006 - 18:37) [snapback]142316[/snapback]</div>


    :top



    <div class='quotetop'>ZITAT (Blanket @ 02. Oktober 2006 - 20:17) [snapback]142425[/snapback]</div>

    Zitat


    Echt cool Stormy :top
    Da fällt mir auch was von mir ein.
    In Kiel auf der Uni, noch zu Prozesszeiten, habe ich in einem Englischseminar, in dem es um freies, englisches Sprechen ging, die Grammy Rede vom 1993 komplett gehalten...frei, mit allem.......ich hab danach die Leute auch noch ermuntert mich zu fragen, wenn sie der Prozess interessiert und sie gern was wissen wollen. Letztendlich kam keiner, aber mein Prof damals, war sehr überrascht und angetan, von solch einer Abwechslung.
    Ihr könnt euch sicher denken, wie mein Herz gerast ist, als ich da vorne stand.

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    WHOW!! Aber hallo! GENAU so etwas meine ich. Das braucht Michael von uns, I think. :respekt:respekt:respekt

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