Katherine und Joseph Jackson

  • Das mag ja sein, aber was hätte Katherine denn tun sollen? Wenn man Michael so erzählen hört, wie Joe auf ihn los gegangen ist, würde ich mich wohl auch nicht trauen, dazwischen zu gehen, wenn der Mann auf 210 ist! Noch dazu als Frau mit Gehbehinderung. Wir wissen nicht, wie es tatsächlich aussah, wenn Mike verprügelt wurde. Ich kann Kat schon ein wenig verstehen. Sie hätte ja auch nicht einfach die Scheidung einreichen können, damals, als die Kinder noch so klein waren. Wie hätte sie denn die Kinder alleine durchkriegen sollen? Amerika ist nicht so ein Sozialstaat wie Deutschland, wo Du aufgefangen wirst. Was willst Du als schwarze Frau alleine mit 9 Kindern machen? Sie hätte ja nicht mal arbeiten gehen können, zumindest nicht Vollzeit.
    Ich habe schon Verständnis für Kat, aber dass sie die Prügel Joe's in Interviews so hinstellt, als sei das alles nicht so schlimm gewesen, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Damit fällt sie Michael in den Rücken. Sie hatte ihn doch sicher oft genug weinend im Arm, wenn Joe wieder zugeschlagen hat und merkt selber, was das bei ihrem Sohn ausgelöst hat. Hat sie es nie mitbekommen, wenn Michael kotzend über dem Klo hing? Kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, da es ja nicht nur in seiner Kindheit war, sondern auch im Erwachsenenalter weiter anhielt und Michael hat immerhin bis zum 30. Lebensjahr zuhause gewohnt. Ab und zu kann man es vielleicht vertuschen, aber nicht über Jahre hinweg, zumal man sowas ja nicht steuern kann. Entweder es kommt einem hoch oder nicht (vorausgesetzt, man führt es nicht selbst herbei!)... Michael tut mir unendlich leid bei dem Gedanken...

  • OK, Kat hat weggeschaut. Aber was war denn da mit der Victory Tour ´84??? Michael wollte da nicht mit seinen Brüder auftreten und da hat Joe Kat zu sich geholt und ihr gesagt, dass sie doch MIchael überreden solle, dass er mitmacht. WAs war denn das? Da wurde MIchael auch irgendwie hintergangen.

    [CENTER]Herr, gib mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, das zu ändern, was ich ändern kann.
    Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden[/CENTER]


    [CENTER][SIGPIC][/SIGPIC][/CENTER]

  • Gepflegt, angepasst und ungefährlich: The Jackson Five als schwarze Vorzeige-Boygroup


    Berry Gordy, der Gründer von Motown Records und Joe Jackson, Vater der Jackson Five, hatten schon bevor sie sich 1968 kennen lernten, ähnliche Ziele und Intentionen. Beide witterten eine neue Chance für den schwarzen Mainstream-Pop in den 60ern und beide reflektierten über effiziente, erfolgreiche Strategien der (schwarzen) Hitproduktion, um sie dann zu vereinigen und gezielt einzusetzen.
    Nachdem der ehemalige Kranarbeiter Joe Jackson als Musiker mit seinen Karriereambitionen gescheitert war, begann er 1964 mit der Gründung der Jackson Five diese unerfüllten Vorstellungen auf seine Kinder zu transformieren.19 Genau studierte er die Techniken erfolgreicher farbiger Recording-Acts und wählte daher Michael als den jüngsten und kleinsten seiner Söhne zum Frontman. Die anderen sollten den audiovisuellen Hintergrund auffüllen. Eine straffe Choreographie, aufeinander abgestimmte Outfits sowie eingängige Melodien bilden weitere grundlegende Essenzen von Jacksons Erfolgsphilosophie. Die Brüder wurden so von ihrem Vater mit vier Stunden Probe am Tag auch an den Instrumenten angelernt und gesangsstilistisch verfeinert.20 Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt des Jackson-Images ist ein disziplinärer Familienverbund. Der Vater sorgte durch äußerst strenge Erziehung und ständige Oberservierung seiner Kinder für ein sauberes, einheitliches und behütetes Bild in der Öffentlichkeit, was sich für den weiteren Weg der Jackson Five noch als nicht zu unterwertender Einflussfaktor erweisen sollte.


    Deutlich wird, dass weder Musik noch Künstler von der zeithistorischen Umgebung abgelöst werden können


    "Dadurch hatten sie vielleicht weniger Spaß, aber dies brachte ihnen die Symphatie der breiten amerikanischen Mittelschicht. Das Image von der großen, frommen und sauberen Familie entsprach genau der amerikanischen Moral und ihrer an ein Massenpublikum gerichteten Musik.


    Im Vergleicht zu vielen heutigen Boygroups, die teilweise von den Plattenfirmen organisierte gemeinsame Unternehmungen durchführen, um ein authentisches Freundschafts-Image bei ihren Fans zu suggerieren, hatten es diesbezüglich die Familienbands The Jackson Five und The Osmonds leicht. Die strenge Erziehung der Väter machte sich nun zusätzlich bezahlt bei dem Aufbau eines cleanen, straighten und sittlich angepassten Persönlichkeitsbildes der Charaktere und eines in der Öffentlichkeit diszipliniert auftretenden Familienverbundes.


    Was die Brüder sechs Jahre zusammen geprobt haben, wird vielen anderen Boygroups oft nur oberflächlich kurz vor dem geplanten Durchbruch aufgesetzt, wirkt daher unechter.
    Bei vielen Boygroups der 90er dient ein aufwendig konstruiertes sauberes Image der Members besonders zur Absonderung von normalen männlichen Jugendlichen, die oft rauchen, trinken und sich sprachlich eines obszönen Vokabulars bedienen.31 Diese Abgrenzungstaktik kam wohl auch schon vor über dreißig Jahren zum Tragen, aber darüber hinaus hinsichtlich eines anderen kulturellen Kontextes. Denn die Jackson Five sind auch die ungefährlichen Schwarzen, die Liebeslieder singen.


    Vielen Afroamerikanern muss es Mut und Durchhaltevermögen gegeben haben, dass schwarze Musiker die nationalen Hitlisten dominierten.


    Überspitzt formuliert, setzt die Fünf in diesem Zeitkontext jede Medienwahrnehmung als friedliche, angepasste Schwarze, die sich mit einem hohen Maß an ethnischen und moralischen Wertevorstellungen in die bestehenden Strukturen integrieren wollen, von dem Bild der nach Gleichberechtigung strebenden Schwarzen auf der Straße ab.


    Quelle: http://www2.hu-berlin.de/fpm/works/oye.htm#4.
    Dieser Bericht ist sehr interesant wenn man sich mal ein Bild von der damaligen zeit ,60iger 70iger in Amerika alls Schwarzer macht.Ich habs mir mal durchgelesen auch wenns lang ist.

  • Sorry, dass ich diesen alten Thread nochmal nach oben hole, aber kann mir jemand sagen, wie, wann und zu welcher Gelegenheit dieses Bild entstanden ist? Da macht Joe einen auf stolzen Papi... :rolleyes (und Michael sieht aus, als wolle er die Flucht ergreifen :kicher )


  • Das kann ich dir leider auch nicht sagen, aber gestern bin ich doch schonmal irgendwo über das Bild gestolpert! :?
    Mir ist aufgefallen, dass Joe des öfteren mal auf stolzen Vater macht. Naja, er hat ja auch einen Gurnd stolz zu sein, solange er auf seine Kinder stolz ist und nicht auf sich selbst.

    [CENTER][SIGPIC][/SIGPIC][/CENTER][CENTER]"Mein Herz...mein Verstand...sind gebrochen. Ich liebte Michael mit meiner ganzen Seele und ich kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Ich glaube nicht, dass jemand wusste, wie sehr wir einander liebten. Oh Gott, ich werde ihn so vermissen!" Elizabeth Taylor[/CENTER]

  • Aber David muss ja scheinbar auch ziemliche Probleme mit seinen leiblichen Eltern gehabt haben! Er hat fast schon bei den Jacksons gelebt und Kathrine heißt jeden Gast in ihrem Haus "Willkommen". Die Familie soll ja bekanntlich sehr gastfreundlich sein.


    Ist meist ein Phänomen bei Großfamilien, das diese extrem gastfreundlich sind. :top Habe ich schon öfters erleben dürfen, großartig...

  • Mir ist aufgefallen, dass Joe des öfteren mal auf stolzen Vater macht. Naja, er hat ja auch einen Gurnd stolz zu sein, solange er auf seine Kinder stolz ist und nicht auf sich selbst.



    Auf sich selbst ist er, glaube ich, noch mehr stolz, als auf seine Jungs. Denn dass Michael so ein Megastar geworden ist, hat er ja nur dem Joey zu verdanken, ne...:rolleyes :kotz

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