Posts by MichaelD

    Hach, ich liebe diesen Idiotismus... pardon, "Journalismus".


    "Produzenten-Größen wie Timbaland haben zwei Jahre an dem neuen Album gearbeitet"
    "Das kommt daher, dass die Songs auf Demos aus den achtziger Jahren basieren. Die Gesangsaufnahmen entstanden zwischen den Alben „Thriller“ und „Bad“. "


    Oh Mann, dass diese Pappnasen auch nie recherchieren...


    Ja, furchtbar. Mir hat's schon in den Fingern gejuckt, das zu kommentieren. Aber (1) muss man angemeldet sein und (2) kümmert's eh keinen. Wenigstens ist der Tenor des Artikels soweit in Ordnung.

    Noch ein Review:



    Neues Michael-Jackson-Album "XScape"
    Liebesgrüße aus dem Jenseits
    Von Tatjana Kerschbaumer


    Michael Jackson starb vor fünf Jahren. Jetzt hat ein Team von
    Produzenten ein zweites Album aus seinem Nachlass erstellt. „XScape“
    erscheint nächste Woche und feiert erneut den King of Pop.


    Escape, „Entkommen“, stand auf Michael Jacksons
    persönlicher Wunschliste wohl ein Leben lang ganz oben. „Der Erfolg ist
    wie ein Gefängnis“, soll er einmal gesagt haben – und genau daraus
    wollte er sich befreien; irgendwann, irgendwie. Neverland, sein riesiges
    Anwesen in Kalifornien, hatte er nicht umsonst nach der Heimat Peter
    Pans benannt. Was läge also näher, als Jacksons ewigen Fluchtgedanken
    zum Titel seines zweiten posthumen Albums zu machen, das jetzt, knapp
    fünf Jahre nach seinem Tod und vier Jahre nach „Michael“ erscheint?
    Allein: Ganz so verständnisvoll ist die Plattenindustrie nicht.


    „XScape“,
    der Titel des Albums, das am 9. Mai herauskommt, hat laut
    Produzententeam eher pragmatische als sentimentale Gründe. Seit seinem
    Durchbruch mit „Off the Wall“ hatte Michael Jackson nur noch Alben
    veröffentlicht, die mit einem prägenden Ein-Wort-Hit als Titel auskamen:
    „Thriller“, „Bad“, „Invincible“. Um den bewährten Rhythmus nicht zu
    stören, wurde folglich „XScape“ zum namenstiftenden Titelsong erkoren,
    denn die übrigen sieben Stücke sind wegen ihrer Wortanzahl schlicht
    nicht tauglich. „Chicago“ hätte es noch auf das Cover schaffen können –
    wäre da nicht der lästige Zusatz „She was lovin’ me“. Also musste
    „XScape“ herhalten, ein Song, den Jackson 2001 eigentlich für
    „Invincible“ aufgenommen hatte. Dass sich der Gedanke an Flucht und
    Entkommen darin wiederfindet, war den Produzenten aber gewiss nicht
    unrecht.


    Antonio „L.A.“ Reid, als Geschäftsführer der
    Plattenfirma Epic Records in erster Linie für „XScape“ verantwortlich,
    schwört Stein und Bein, dass er nur die Allerbesten an Jacksons Nachlass
    herangelassen habe. In dem von ihm zusammengestellten Produzententeam
    fänden sich vor allem „langjährige Freunde“ von Jackson – oder Künstler,
    mit denen jener bereits zu Lebzeiten gearbeitet habe. Oder zumindest
    Produzenten, mit denen er ganz sicher „hätte zusammenarbeiten wollen“.


    Im Klartext heißt das, dass Timbaland und sein „Best Buddy“ Jerome
    „J-Roc“ Harmon den Großteil der acht Songs auf „XScape“ produziert
    haben. Beteiligt war auch Rodney Jerkins, der 2001 „You Rock My World“
    für Michael Jackson arrangierte – und auch für Schwester Janet schon
    Chart-Hits schrieb. Ebenfalls mit von der Partie war das norwegische
    Produzententeam Stargate. Keine schlechte Idee: Von ihnen stammen Hits
    wie Katy Perrys „Firework“ oder Ne-Yos „So Sick“. Mit Michael Jackson
    hatten sie bisher aber noch nie zu tun.


    „Contemporizing“, so L.A.
    Reid, sei das Gebot der Stunde gewesen. Will heißen: Jacksons
    Archiv-Material – das meist einfach aus purem Gesang bestand – musste
    modernisiert werden. Aus vier Jahrzehnten suchten die Produzenten in
    Trüffelschwein-Manier die besten Tonaufnahmen und Fragmente zusammen, um
    sie für 2014 massenkompatibel zu machen. Radio- und clubtauglich. Jung.
    Besonders von Letzterem hat L. A. Reid mehr als nur eine Ahnung: Ohne
    ihn wäre Justin Bieber ein unbekannter kanadischer Halbstarker mit
    schlechten Tattoos geblieben.


    Wer „XScape“ das erste Mal hört, muss zugeben: Das „jung“ ist gelungen, ohne anbiedernd zu wirken. Wo Timbaland seine Finger am Mischpult hat, ist immer mit einer wuchtigen, satten Produktion zu rechnen – Michael Jackson war bekanntlich selbst kein Bass-Verächter. „XScape“ kommt trotzdem ein wenig langsam in Fahrt. Die ersten drei Tracks sind zwar nicht schlecht, aber man hört ihnen auch an, warum Jackson sie im Archiv liegen ließ. „Love you totally, Love never felt so good, Loving you“: ganz viel Liebe in den ersten „XScape“-Minuten, kombiniert mit cleveren Synthie-Spielereien und ein paar obligatorischen Jackson-Kieksern. Schön zu hören, aber: unaufregend.


    Ausgerechnet der titelgebende "XScape" ist einer der schwächeren Songs

    Auch das nächste Thema – Überraschung! – ist Liebe, und mit dem Song
    „Chicago“ ist auch schon Halbzeit auf der Platte, die kaum eine halbe
    Stunde Laufzeit überschreitet. Die Bässe werden fetter, der Rhythmus
    schneller, Jacksons Stimme griffiger – und man erinnert sich, warum
    Jackson nicht nur King of Pop genannt wurde, sondern bis heute der
    erfolgreichste Künstler aller Zeiten ist.


    „Do You Know Where Your
    Children Are“ ist eins der längsten Stücke auf „XScape“, zu „Slave To
    The Rhythm“ können sich auch Endzwanziger getrost im Club bewegen, ohne
    es peinlich zu finden, Timbaland sei Dank. Obwohl er Stars wie Nelly
    Furtado und Justin Timberlake produzierte, galt er in den vergangenen
    Jahren eher als solider R’n’B-Veteran, nicht als Kreativgenie. Bis L. A.
    Reid ihm den Großteil des Jackson-Nachlasses anvertraute. „XScape“
    dürfte Timbaland erneut in die Liga der Top-Produzenten katapultieren,
    auch wenn gegen Ende des Albums der Eindruck überwiegt, es gelte das
    Motto „größer, fetter, bombastischer“. Etwa, wenn das Intro zu „Blue
    Gangsta“ kurz wie ein Piratenfilm-Soundtrack klingt. Das haben Stücke
    von Michael Jackson nicht nötig – weil es sie nicht besser macht, als
    sie ohnehin bereits sind.


    Mit „XScape“ endet das Album, einem der
    schwächeren Songs. Wie gesagt, das Ein-Wort-Motiv war ausschlaggebend
    für den Titel. Beim Plattencover wurden weniger Kompromisse gemacht. Da
    schaut Jackson aus einem überdimensionalen Stehkragen heraus, der das
    Weltall spiegelt und auch ein Planetenring sein könnte. Sicher ist
    nichts, außer: Das Universum ist mit von der Partie.


    Bei „Michael“, dem ersten nach Jacksons Tod erschienenen Album, war von Zombie-Pop die Rede gewesen. Die Plattenfirma hatte gar eine prominente Riege von Experten aufgefahren, um die Echtheit des Archivmaterials zu verifizieren. Auch jetzt wird wieder die Kritik laut, die posthume Veröffentlichung von Songs, die Jackson oft bewusst im Archiv gelassen habe, sei Geldschneiderei seitens der Familie und der Produktionsfirmen.


    Für dieses Phänomen gibt es mehr als ein Beispiel. Tupac Shakur,
    Johnny Cash, Nirvana: Manche posthumen Veröffentlichungs-Listen sind
    länger als die zu Lebzeiten der Künstler. Aber „XScape“ ist mehr als
    aufpolierte Resteverwertung. Michael Jackson hört sich hier genauso an
    wie auf dem Zenit seines Erfolgs. Viel Soul. Viel Gefühl. Viel Falsett.
    Ein bisschen geglättet und aufgehübscht vielleicht. Auf jeden Fall
    ohrwurmverdächtig. Wir erinnern uns: King of Pop.


    Das Album „XScape“ erscheint am 9. Mai bei Epic Records. Mehr zu Michael Jackson unter http://www.tagesspiegel.de/jackson


    http://www.tagesspiegel.de/kul…dem-jenseits/9842558.html

    Es bleibt ja noch abzuwarten, in welchem Umfang sich die Demo vom fertiggestellten Song unterscheidet. Wenn das Instrumental von Grund auf anders klingt, als die Demo, würde ich aber auch eher von einem Remix sprechen, als von einer fertigen Version. Auch wenn es von der Veröffentlichungs-Historie her dann kein Remix per Definition ist. Gefallen kann einem ja trotzdem beides.


    Warten wir's erstmal ab. :)

    War wohl tatsächlich nicht wahr:


    Quote

    maybe it WAS available for dl for few minutes, but now it is not. Russian fans, who pre-ordered album confirmed that it is not available now.


    Dudex / MJJC

    Hab ich schon ein paar Posts über dir gepostet. :)


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    Im russischen iTunes gab es wohl angeblich eine Panne: Wer dort das ganze Album ge"pre-ordered" hatte, kann seit heute Morgen schon LNFSG (2014er version, also die Single) herunterladen. :tatort


    Quote

    Maybe you don't see it untill you have pre-ordered the album through Russian iTunes store. I don't know the mechanics how they rule the buyers, but I'm pretty sure this is a technical issue - why the track became available a day before the rest of the world.


    madmijack / MJJC


    https://www.facebook.com/mjbeats

    total schlecht zur demo :never


    Die Demo kommt doch erst auf die Deluxe CD, also können wir dazu noch gar keinen Vergleich ziehen.
    Bin jedenfalls sehr gespannt, wie diese klingen wird.
    Wir kennen bisher ja nur den 2010er Tricky Stewart Mix, sowie einen 2013er Mix mit dem Bieber.

    fies?
    ich finds genial :top


    und ich überlege immernoch,
    wo ich diese pose schon gesehn hab, die mike da macht. irgendein shooting,
    wovon ich auf nem anderen rechner viele pics hatte... :tatort


    Mich erinnert das an das TV-Guide-Shooting von 1999:




    Richtig, der User aus dem MJJC hat ein Foto des TV-Guide-Fotoshootings für die Rückseite seines CD-Artworks benutzt. :)
    Aufgrund dessen, dass man nur die Silhouette erkennt (in dem Artwork), finde ich die Auswahl allerdings nicht so prall. Da wirkt MJ viel zu klobig ...


    ^ wenn man sich Leaks im Vorhinein anhört, kann der Estate ja nix dafür. :tatort
    Oder meintest du generell schon einmal veröffentlichtes Zeugs?


    Also, in 3 Stunden und 10 Minuten wissen wir mehr (15 Uhr Deutschland = 9am EST).


    Quote from mkgenie

    can confirm it's the new single *(at least) from another Sony source.
    (...)


    Wer mkgenie kennt, weiß, dass er sehr zuverlässig ist. :)