Beiträge von kaesebrot

    Gott, das klingt so gruselig Baddy..aber es ist leider schwer wahr...ER hat dem Tod quasi selber die Tür geöffnet. Auf vielen Ebenen. Es ist alles kein Zufall oder Unglück wie es gekommen ist.


    Das sehe ich auch so. Es war eine langjährige Entwicklung, die zu einem konsequenten und tragischen Ende führte.

    Ich glaube du täuscht dich da in deiner Kalkulation...Michael ist tot...das ist ein Faktor, den man zwingend mit einrechnen muss. Wenn er weltweit es schafft mehrere Alben in den Top10 zu haben und quasi den Musikmarkt zu blockieren, könnte ein postumer Doku-Film über sein schaffen ebenfalls in ungeannte Dimensionen vorstoßen! Michaels Tod ist ein Mysterium, die Klatschpresse berichtet seit Wochen darüber! JEDER wird sich ein Bild machen wollen, wie er nun wirklich die letzten Wochen verbracht hat und JEDER der in den letzten Wochen ein Album gekauft hat, ist auf einmal ganz anders mit ihm verbunden und wird Interesse für diesen Film haben... :cool


    Es ist halt auch ein gewisser "Gruseleffekt" dabei den, -im Moment zumindest - noch nicht beerdigten tanzen zu sehen, evtl. im 3D-Effekt. Dass das manch einem makaber oder sogar pietätlos erscheint, finde ich schon nachvollziehbar. Obwohl Michael sicher für die Vermarktung gewesen wäre, zumindest, wenn der Film in seinem - vermuteten - Sinn produziert wird.

    Sicherlich wollte er der größte Entertainer aller Zeiten sein...aber irgendwie glaube ich, dass dieses "um jeden Preis" so nicht mehr stimmte, seit er seine Kinder hatte. Eine Legende war er vorher auch schon...nur jetzt wachen die meisten Leute erst auf und merken was die Welt verloren hat
    :sad


    Eine so große Anerkennung und Präsenz wie jetzt nach seinem Tod hatte er aber bereits seit Jahren nicht mehr. Jetzt ist er wieder "voll da". Das ist natürlich auch das Makabere und das Tragische an der Geschichte. Wenn er nicht um jeden Preis diese Position erhalten wollte, hätte er sich nicht diesen immensen Druck machen müssen. Ich denke, der Wunsch, ganz oben zu stehen, war letztlich doch vorherrschend, Mittelmäßiges war nicht sein Ding.

    Für ihn war das Wichtigste: Der größte Entertainer aller Zeiten zu werden.
    Um dieses Ziel zu erreichen, hat er letztlich jedes Mittel in Anspruch genommen. In der letzten Konsequenz hat er - tragischerweise - mit seinem selbstzerstörerischen Vorgehen erfolgreich. Mit seinem Tod gerade zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen ist er endgültig zur Legende geworden. Sein Ruhm hat aber für mich nicht nur jetzt, sondern immer etwas Bitteres gehabt - gerade darin liegt für mich das Anrührende.

    Ach man...er schien doch eigentlich eine gute Zeit da gehabt zu haben.. :(


    So gut kann die Zeit nicht gewesen sein, wenn man massive Schlafprobleme hat und nach einem gefährlichen Zeug wie Propofol verlangt.
    Der willfährige und skrupellose Arzt ist natürlich ein wichtiger Faktor gewesen, der die Katastrophe begünstigte, aber vieles hatte sich auch ohne ihn über einen langen Zeitraum entwickelt.

    Bei dem Mittel scheint es sich um ein spezielles Narkosemittel zu handeln, das nicht die Begleiterscheinungen anderer Narkotika aufweist:
    "Das Mittel wird in Krankenhäusern bei Operationen eingesetzt, die unter Überwachung von EKG-Geräten ablaufen. Propofol ist ein rasch wirkendes Narkosemittel, das ein angenehmes Einschlafen und Aufwachen ermöglicht."
    Quelle: Michael Jacksons Tod: die Ermittlungen - Polizei bei Dr. Murray - Panorama - sueddeutsche.de
    Weitere Infos zu dem Präparat: [ame=http://de.wikipedia.org/wiki/Propofol]Propofol ? Wikipedia[/ame]


    Hier noch ein Link zum letzten Artikel der Süddeutschen:
    Entgegen früheren Aussagen soll Michael Jacksons Arzt Conrad Murray dem Popstar doch das tödliche Propofol verabreicht haben - Ein Mediziner von höchst zweifelhaftem Ruf - Nachrichten - sueddeutsche.de


    Da geht es nochmal um den Arzt, der in diverse unseriöse Dinge verwickelt ist.


    Wenn das stimmt:
    "Murray soll allerdings nicht der einzige Arzt gewesen sein, der Jackson mit Propofol versorgte. Angeblich soll er in den zwei Jahren vor seinem Tod regelmäßig mit dem Tropf im Arm geschlafen haben." (Quelle: siehe oben)
    wird damit die Grausamkeit von Michael Jackson Dasein in den letzten Jahren besonders deutlich.

    Das war in einem Interview von Grace. Sie selbst hat hinterher bestritten, das gesagt zu haben. Das war im selben Interview wie der Bockmist, sie habe Michael mehrmals den Magen ausgepumpt. Sie sagte selbst, sie wüsste nicht mal, wie man sowas macht.


    O.K., dass kann also eine falsche Beschuldigung sein.
    Allerdings wird die Möglichkeit eines natürlichen Todes bisher zuwenig in Betracht gezogen, demgegenüber wird über eine Vielzahl an möglichen Ursachen und Verursachern spekuliert.
    Falls es ein Herzinfarkt war - und dies war doch die erste öffentliche Meldung(?) - sollte man folgendes bedenken (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Myokardinfarkt):
    - etwa 30 % aller Todesfälle beim Herzinfarkt ereignen sich vor jeder Laienhilfe oder medizinischen Therapie.
    - Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in den Industrienationen.
    - Auslösende Faktoren für einen Infarkt können plötzliche Belastungen und Stress-Situationen mit starken Blutdruckschwankungen sein


    Zu bedenken ist, dass der natürliche Tod auch eine Möglichkeit sein kann, die allerdings nicht dazu führen würde, dass eine Versicherungssumme ausgezahlt wird.


    Sie fügte hinzu, dass in seinem Haus Schmuck gefehlt habe und kein Bargeld zu finden gewesen sei, obwohl er sonst viel davon Zuhause aufbewahrt habe.


    Wurde nicht gemutmaßt, dass gerade diese Schwester nach "Mülltüten mit Geld" in der Villa suchen könnte? Berichte von der Familie können auch von eventuellen Eigeninteressen motiviert sein.
    Da die Versicherungssumme nur gezahlt wird, wenn ein Unfall und/oder Medikamentenmissbrauch vorliegt, haben sowohl die Konzertveranstalter als auch die Erben ein Interesse daran, dass dies herausgefunden wird.
    Eine direkte Manipulation von Untersuchungsergebnissen schließe ich allerdings aus, wieviel Auslegungsspielraum bestehen könnte, ist ja auch noch nicht klar.
    Man sollte nicht unbeachtet lassen, dass ein plötzlicher Herzinfarkt mit Todesfolge bei einem 50-jährigem kein Einzelfall wäre, auch als ein natürlicher Tod, der durchaus auch andere Menschen ereilen kann.

    Ein Hinweis zum Feuilleton in der aktuellen Ausgabe der Zeit:
    6 Beiträge unterschiedlicher Autoren u.a. von Joey Goebel und Margo Jefferson.
    Würdigungen seiner künstlerischen Leistungen und auch kritische Betrachtungen eines Lebens als Megastar und Idol.
    Ein kurzer Bericht über seinen Besuch des Kunstmuseums in Basel.
    Insgesamt differenziert und respektvoll und deswegen lesenswert und erfreulich.