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Sicher war das Bad Konzert durch den überaus frischen und ehrlichen Auftritt Michaels ein Genuß sondergleichen. Hier war Freude, unnachahmliche Dynamik und sehr viel Authentizität im Spiel.
Du sagst es. 
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Aber ich finde, dass hier eine falsche Herangehensweise und zum Teil ein nicht ganz korrektes Erklärungsmuster angedeutet wird.
"Falsch" würde ich in diesem Fall nicht unterschreiben wollen. Jedoch lasse ich ihn als "subjektive Wahrnehmung" gelten. 
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Michaels Shows wurden ja nicht technisch perfekter, weil er weniger sang. Michael durchlebte in seiner künstlerischen Laufbahn auch einen technischen Fortschritt, den er als Trendsetter und Pionier einsetzen und erlebbar machen wollte. In diesem Sinne hätte Michael bei einem History Konzert sicher auch mehr live singen können + technischen Spektakel. Aber was bringt hier auch die Analyse oder die Wehklage.
Bringen tut es mir persönlich gar nichts. Es geht auch nicht um Wehklage, sondern um den Vergleich seiner Tourneen als Gesamtbild seines künstlerischen Schaffens auf dieser Ebene.
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Michael wird möglicherweise gute oder weniger gute Gründe gehabt haben es nicht zu tun. Vielleicht fühlte er sich nicht mehr danach, vielleicht stieg sein Anspruch auf Perfektion so sehr ins Unermessliche, dass er die menschliche Fehlbarkeit möglichst wegstreichen wollte.
Das unterschreibe ich so. Aber mir ging es ja außerdem um seine "ferne" zum Publikum. Bei dem Bad-Konzert bezog er es mit ein, lies es mitsingen aber bei HIStory? Das vermisse ich, dieses bis ins letzte Detail konstruierte Produkt eines musikalischen Gottes um dann Jahre später zurückzurudern und sich darüber beklagen das er nicht als Mensch, nicht als Person wahrgenommen wird.
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Ich denke alles in Allem hatte jede Tour ihren Reiz. Ihre Berechtigungen haben sie alle verdient, denn schliesslich wurden sie immer gut besucht. Michael ist vielleicht bis dato immer noch der einzige Künstler der sich eine fast durchgehende Playback Show erlauben kann, um danach vergöttert zu werden. Michael ist eben mehr, als nur Sänger. Michael ist der Anspruch oberster, weltlicher Illusion, die man sich auf Bühnen und Videos vorstellen konnte und immer noch kann.
Oder simpel gesagt, er ist der König der Popmusik. Selbstverständlich hat jeder Tour ihren Reiz und auch TII hätte eine absolute Daseinsberechtigung gehabt und so oder so eine Sonderstellung genossen. Aber auch hier, darum ging es mir nicht. Es ging um die Wandlung eines begnadeten und extrem talentierten live-Sängers, zu einer perfekt durchgestylten Showeinlage.