Mister Lonely ist einer jener Filme, bei denen eine kurze Inhaltsangabe nur ungläubiges Hochziehen der Augenbrauen hervorrufen kann. Ein Michael Jackson-Imitator lernt eine Marilyn Monroe-Imitatorin kennen, die mit einem Charlie Chaplin-Imitator verheiratet ist und eine Tochter hat, die aussieht wie Shirley Temple. Die Kleinfamilie lebt mit der Queen, dem Papst, Madonna und einer Herde schwarzer Schafe in einer Menschenimitatoren-Kommune am Land, der falsche Michael Jackson zieht auch dort ein. In der ziemlich zusammenhanglosen aber durchaus ebenso amüsanten Nebenhandlung geht es um Nonnen in fernen Landen, deren eine durch ein Wunder den Absturz aus einem Flugzeug überlebt. Klingt völlig absurd und war ein echtes Spektakel. Die beste Dialogpassage war wohl, als Monroe dem lieblos/brutalen Chaplin vorwirft: „Manchmal wenn ich dich ansehen, denke ich eher an Adolf Hitler als an Charlie Chaplin“. Sollte man diesen Film jemals in Österreich zu Gesicht bekommen: unbedingt ansehen.
Quelle: http://www.kurier.at/interaktiv/blog/kult/78385.php
