Ranch mit Zoo, gut gepflegt, billig abzugeben

  • Michael Jacksons Neverland Ranch, auf der er bis zu seinem Prozess 2005 lebte, steht zum Verkauf. Doch wer will eine solch berüchtigte Liegenschaft haben? David Beckham, so das hartnäckigste Gerücht bei den Nachbarn im kalifornischen Los Olivos. Ein Ortstermin.


    Los Olivos - Kim Morrison vermisst Michael Jackson. "Er war der beste Nachbar", sagt die quirlige Kalifornierin. "Wenn wir einen Notfall mit den Kindern hatten, waren seine Leute immer die ersten, die wir angerufen haben. Die hatten eine tolle Sanitätsstation da drüben."


    Morrison sitzt an ihrem Schreibtisch in der Family School, einer kleinen Privatschule mitten in der kalifornischen Wildnis, deren Aufnahmechefin sie ist. 200 Kilometer nördlich von Los Angeles, unweit des Nationalparks Los Padres, lernen hier 117 Erst- bis Fünftklässler, "gewissenhafte und verantwortliche Bürger" zu sein, so die Satzung. Kein billiger Spaß: Das Schulgeld beträgt gut 11.000 Dollar im Jahr.


    Dafür gibt es Natur pur: Idyllische Hügel, so weit das Auge geht, dazwischen vereinzelte Pferde- und Rinder-Ranchen. Grillen zirpen, Frösche quaken, die Sonne brennt heiß. Es duftet nach Minze. Los Olivos, der nächste Ort, ist acht Kilometer holprige Landstraße entfernt.


    Doch die Family School hat - besser: hatte - eben noch eine weitere Attraktion, und nicht nur für Kinder. Direkt gegenüber ihrer Einfahrt, hier an der Figueroa Mountain Road, geht eine zweite Einfahrt ab, dann ein Holztor, vor der eine ausladende Eiche steht. Die Heckenrosen sind verblüht, die Eisenlaternen rosten. Drinnen parken zwei Pickup-Trucks. Die Rollos des Wachhäuschens sind heruntergelassen.


    Obligatorische Dementis


    Versteckt in einem Briefkasten findet sich ein Klingelknopf, kein Namensschild, daneben das verwittere Mikrofon einer Gegensprechanlage. Es summt knarzend, wenn man den Klingelknopf drückt. Niemand öffnet. Kein Wunder: Der Hausherr ist außer Haus, Michael Jackson.


    Jenseits des Tors der Neverland Ranch verliert sich die Straße in den Hügeln. Dort liegt das berüchtigte Anwesen, wo der gestürzte Popstar 15 Jahre lang wohnte und Kinder verlustierte, bevor der Sex-Prozess 2005 sein Image zerstörte und ihn außer Landes trieb.


    Seitdem steht die Neverland Ranch leer - ein Objekt wüstester Spekulationen, auf die jedes Mal ein obligatorisches Jackson-Dementi folgt. Verkauft er? Verkauft er nicht? Kommt er zurück? Und: Was tut sich heute hinter dem Stacheldrahtzaun mit seinen Verbotsschildern ("Privatgelände, unbefugter Zutritt verboten")?


    Kim Morrison weiß Bescheid. "Der Kern seines Stabs hält noch die Stellung", sagt sie. "Etwa zwölf Leute." Doch nicht mehr lange: "Michael ist dabei, die Ranch zu verkaufen." Und an wen? "David Beckham." Morrison blickt durchs Fenster auf die Kinder, die im Schulhof spielen. "Das wäre toll. Sie lieben Fußball."


    "Die Ranch ist auf dem Markt"


    Die Beckham-Story geisterte schon Anfang des Jahres durch die Boulevardpresse - inklusive Dementi. Der Soccer-Star wechselt diesen Sommer zu Los Angeles Galaxy, benötigt wird eine adäquate Bleibe für Gattin Victoria und die Kinder.


    Das mit den Beckhams hört dieser Tage auch Bob Ettling wieder, ein Immobilienmakler am Ortseingang von Los Olivos. "Die Ranch ist inoffiziell auf dem Markt", weiß Ettling. Und die Beckham-Sache habe sich hartnäckig gehalten.


    So ist das. "*****" ist längst weg, doch die Menschen hier bewegt er bis heute. Lange gab er ihnen Gesprächsstoff, oft den einzigen in der Gegend. Und nicht nur das: Er gab ihnen Jobs als Gärtner, Feuerwehrleute, Wachbeamte, Kindermädchen. 13 Abteilungen hatte die Neverland-Verwaltung - genug, um das ganze Valley zu beschäftigen. Die Zeiten sind vorbei.


    1988 hatte er die Ranch gekauft, auf der Höhe seines Ruhms, für 14,6 Millionen Dollar. In Los Olivos herrschte Freude. "Als Michael Jackson zuerst herzog", erinnert sich Lokalkolumnistin Pat Murphy, die Autorin des Buchs "Santa Ynez Valley Secrets", "da waren alle begeistert."



    Einfahrt zur Neverland Ranch: "Ich werde hier nie wieder leben"



    2. Teil: "Ein Himmel für Kinder"


    Bevor sein Leben ins Bizarre abglitt, tauchte Jackson oft in Los Olivos auf, einem stillen Dörfchen, in dem der Film "Sideways" spielte und dessen Hauptstraße von Bed & Breakfasts und Weinstuben gesäumt ist. Nachts plünderte Jackson gern die Antiquitätenläden und Eisdielen, diverse Kinder im Schlepptau.


    Prominenz sind sie hier sowieso seit langem gewohnt. Ronald Reagans Rancho Cielo war ganz in der Nähe, und als Präsident besuchte der manchmal die Sonntagsmesse. Der TV-Star Fess Parker besitzt das "Los Olivos Inn", ein Weingut und Hotel, in dem auch Cheryl Ladd ("Drei Engel für Charlie") gern absteigt.


    Die Neverland Ranch selbst - nach Peter Pans "Nimmerland" benannt - umfasst 1000 Hektar. Samt Privatzoo und Kirmes mit Riesenrad, Karussell und Eisenbahn. Jackson wohnte im Haupthaus im Disney-Stil, voller Spielzeuge, Puppen, Kunst und einem Schlafzimmer, das im Prozess eine tragende Rolle spielen würde.


    Jackson propagierte seine Ranch als Paradies für Kinder, die er oft zu "Sleepovers" zu Gast hatte. Er gab Partys, verteilte Süßigkeiten, ließ sie mit Tieren spielen. "Es war wie ein Himmel für Kinder", beschrieb Ahmad Elatab, ein Teenager aus New Jersey, Neverland einmal.


    "Langsam fahren - Kinder und Tiere"


    1991 feierte Jacksons Busenfreundin Elizabeth Taylor auf der Neverland Ranch ihre achte Hochzeit. (Die Ehe hielt fünf Jahre.) Während Jacksons Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern hielt am Ranch-Tor eine wackere Abordnung von Fans Wacht. Sie sangen Jackson-Hits und zündeten Kerzen an, die sie aufs Mäuerchen unter der Eiche stellten.


    Nachdem Jackson im Juni 2005 freigesprochen worden war, lud er noch am selben Abend auf die Ranch, zu einer letzten Siegesfeier. Dann verließ er Neverland stiekum Richtung Bahrain. "Ich werde hier nie wieder leben", erklärte er.


    Inzwischen weilt Jackson in Las Vegas. An der Ranch dagegen herrscht, abgesehen von den Pickup-Trucks, kein Lebenszeichen. Ein Leuchtstrahler am Tor ist verstaubt und sieht aus, als sei er lange nicht benutzt worden. Drinnen warnt ein Schild am Wegesrand weiter: "Langsam fahren - Kinder und Tiere."


    Verkaufsgerüchte kursieren seit Jahren. Der Unterhalt der Ranch allein kostet im Jahr drei bis fünf Millionen Dollar, je nachdem, wen man fragt. Einmal meldete der "National Enquirer", die Liegenschaft sei für 35 Millionen Dollar an einen "mysteriösen Käufer" gegangen. Anfang dieses Jahres fand sich der Investor Bill Huff als Käufer in den Schlagzeilen. "Das ist unwahr", widersprach Jacksons Sprecherin Raymone Bain dem - wie auch allem anderen.


    "Sie waren sehr nett"


    Im Januar 2006 ordnete Kalifornien die vorübergehende Schließung der Ranch an, weil Jackson die Löhne für seine Angestellten länger nicht mehr bezahlt hatte. Jackson entließ einen Teil der Mitarbeiter; Familienmitglieder übernahmen den Rest der laufenden Kosten.


    Und nun also, Beckham. Britischen Berichten zufolge will Jackson Neverland für zehn Millionen Pfund (fast 20 Millionen Dollar) an Beckham abstoßen. Das hält auch Ettling für plausibel - eine Information, die wiederum dadurch an Gewicht gewinnt, dass der Schwiegersohn einer seiner Kolleginnen in der Immobilienkanzlei Jacksons Ranch-Manager sei. Leider gebe der aber keine Interviews.


    Ettling hat noch andere Jackson-Connections. Einmal habe er dessen Eltern Katherine und Joe, die ihrerseits auf Wohnungssuche waren, persönlich durch die Hügel des Santa Ynez Valley kutschiert. "Die wollten sich offenbar verkleinern", sagt er. "Sie waren sehr nett."


    Der Immobilienmarkt hier wird jedenfalls immer schwergängiger, nicht nur für Jackson. "Alles über zehn Millionen Dollar fliegt zwar weiter nur so aus dem Regal", berichtet Ettling. Billigeres jedoch bleibe längst wie Blei liegen.


    Ab nach Bali


    Das örtliche Immobilienmagazin "Ranch & Country" inseriert Ranchen, die nur knapp kleiner sind als Neverland, für nicht mal zehn Millionen Dollar - freilich ohne Zoo und Kirmes. Normale Häuser hier sind schon für ein paar Hunderttausend zu haben. "Wo Lebenstil auf Standort trifft", heißt es über einer Anzeige.


    "Diese Gegend ist fantastisch", schwärmt Morrison von der Family School. "Jeder Tag ist wie Ferien." Trotzdem lässt sie sich heute nicht davon abhalten, ihr Büro aufzuräumen, um tags darauf selbst in den "richtigen" Urlaub zu fahren. Weit weg von Neverland, nach Bali. Und wenn sie zurückkommt, dann hat sie vielleicht schon einen neuen Nachbarn.


    Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,488529-2,00.html



    Irgendwie hört sich das doch ziemlich traurig an :sad

  • also bisher wurde ein eventueller verkauf immer deutlich dementiert,
    und auch das gerücht, dass beckhams das ding kaufen wurde dementiert.
    und ganz besonders von victoria, die hat absolut garkeine lust da in die pampa zu ziehen. das sagte sie sehr direkt.


    solange michael oder sein team nicht etwas in der art verlauten lassen ist das einfach nur mal wieder das gerücht, das immer wiederkehrt...


    same procedure as last year?
    same procedure than EVERY year... :bla



    btw...letztens hatte ich in nem anderen bericht gelesen,
    da hatte ein immobiliengutachter das anwesen geschätzt...
    der wert soll bei ca 50 mio dollar liegen.
    und das auch ohne zoo und amusement park.
    soviel dazu, dass das nicht mehr viel wert is... :bla

  • ich hoffe, dass er dieses sinnlose projekt neverland tatsächlich WIRKLICH mal bald abstösst. es frisst weiter kosten ohne ende...und ich denke nicht, dass es michael je wieder da hin ziehen wird mit der alten liebe.
    nicht umsonst war er 2 jahre nicht mehr da. :Q
    das geld kann er locker für eine gediegene extravagante hütte an nem andern fleckchen der erde ausgeben... :)





    er wird neverland nie verkaufen das hat er selbst gesagt(phm)


    damals war noch vieles anders...
    und das wiegt tausendmal schwerer.;)

  • Ja, mich macht das auch irgendwie wehmütig...da gabs doch immer soooo schöne Bilder von der Neverland...und ich wollte mit meiner kleinen doch auch mal auf seinen Rummel da gehen, Chance vorbei...schnipp schnapp ab!:heulsuse Ich kann den Mike aber verstehen, die haben seine "Unantastbare Neverland" praktisch beschmutzt. Ich würde die auch net mehr zurück haben wollen. Vielleicht lässt er sich ja woanders, ein etwas kleineres, aber vielleicht auch so schönes Gelände hinbasteln...wer weiß?!:? Denke nich das er sich auf der Neverland nochmal niederlässt...ob er sie nun noch hat oder net...

  • Dieser Artikel hat ja wirklich mal wieder nen scheiß Unterton. Ich könnt kotzen bei sowas....... :kotz


    Das mit dem "sch..." Unterton ist leider immer so bei Artikeln über Michael in der Presse. Ob Stern, Spiegel, oder sonstige Gazetten.


    Den letzten wirklich rein positiven Artikel in der Presse, den ich gelesen habe war in der Kölner Bild über das Konzert in Köln 1997 (auf dem ich war): "Michael, du hast uns verzaubert" hieß der :) Den hab ich mir aufgehoben.


    Zu Neverland:


    Ja, viel zu teuer, ABER.....


    Ich hätte da gerne ein Michael Jackson Museum gesehen nach seinem Tod. Mit all den Sachen, die ihm die Fans geschickt haben, seinen Outfits und seinen Awards.....Das hat er wohl als größte Musiklegende unserer Zeit verdient!!!


    Wie bei Elvis. Da war ich in "Graceland"/Memphis. Das war genau in diesem Stil.


    Vllt. sollte Michael NL nur verpachten und es so lassen wie es ist, damit die Nachwelt noch was von Michael hat. :idee

  • der gute michael kann noch 40 jahre - oder länger - leben.
    ob wir das also noch 'sehn' würden, wenn nach seinem tode da was entsteht, weiss man net :Q
    kann sein, er überlebt uns alle...:P
    johannes heesters ist auch 103 jahre alt.....


    ich finde es aber allgemein völlig unwichtig, was nach seinem ableben passiert, denn er LEBT und zwar jetzt.
    und darum soll er das bestmögliche draus machen, soll glücklich werden, und wenn er will, wieder gute musik machen.
    da ist neverland ja nun wirklich sowas von unwichtig.
    michael gab es schon VOR neverland, und es würde/wird ihn auch nach/ohne neverland noch geben.
    warum man ihn immer an diese immobilie nageln will kann ich net nachvollziehen.
    der mensch zählt.
    der rest is ersetzbar. egal was es ist.
    und wenn michael selbst ganz gut ohne die ranch zurechtkommt (seit 2 jahren immerhin) dann sollten das die fans erst recht können - es war schliesslich sein zuhause,
    nicht das der fans. :skepsis


  • michael gab es schon VOR neverland, und es würde/wird ihn auch nach/ohne neverland noch geben.
    warum man ihn immer an diese immobilie nageln will kann ich net nachvollziehen.
    der mensch zählt.
    der rest is ersetzbar. egal was es ist.


    das stimmt allerdings auch wiederum. :P Man muss ja nicht Elvis nacheifern. Nur weil er Graceland als Gedenkstätte hat, muss Michael ja nicht Neverland haben. Aus Kostengründen wäre eine Trennung davon allemal sinnvoll. Das Ding frisst ja Geld ohne Grenzen. :spinnen


    Schön wäre z.B., wenn er NL an einen Amusement Park für Kinder verkaufen würde. Die würden ja auch damit werben, dass MJ dort gewohnt hat und würden die Substanz erhalten....:idee


  • ;D hehe ja der Wert kann ja 50Mio sein, das heißt aber noch lange nicht, dass das jemand zahlt....;)



  • Ja schon...aber Michael hing doch auch an der Neverland. Selbstverständlich ist eine Immobilie nicht wichtiger, schade ist es allemal. Auch wenn ich es verstehen kann und sie wohlmöglich schon längst abgestossen hätte. Aber da gibt es ja doch das eine oder andere schöne Bild woran ich immer denken muss. Naja, man soll nach vorn schauen und nicht der Vergangheit hinterher trauern...Im Prinzip ist es ja schon wichtig, vor allem für Mike, damit abzuschliessen, da wäre Neverland nur noch eine Belastung in jeglicher Hinsicht. Lasst es doch für die Kinder oder andere, Aktivitäten fürn guten Zweck...

  • hätte ich doch ein bisschen mehr geld...:( hmm...wenn alle fans zusammenlegen würden...dann... *g*


    aufjedenfall...fänd ich es nicht gut wenn beckham das bekommen würde...


    michael soll es einfach nicht verkaufen...

  • doch, er sollte.
    dann ist diese schlimme kapitel der letzten paar jahre auch leichter abzuhaken für michael.
    ich finde es immer so erstaunlich, dass FANS sich so an diesen kasten klammern, und IHRE erinnerungen daran so wichtig nehmen und ihre bilder...
    meine güte, was sollte denn mike da erst empfinden, wie muss es denn erst IHN zerreissen, dass man ihm sein privatestes reich zerstört hat? dass man ihn mit dieser haussuchung quasi nackt auf dem präsentierteller dargeboten hat?
    er hätte das teil schon lange loswerden sollen.
    das würde viel geld sparen.
    hätte er die absicht, wieder da zu wohnen, wäre mehr personal aktiv, würden nicht teile des vergnügungsparks seit monaten zum verkauf stehen, und wären nicht fast alle tiere inzwischen weg.
    ich möchte dass er seinen frieden findet - und wie könnte er das dort, wo er den horror seines lebens erleben musste?
    erst bashir, der ihn verraten und verkauft hat, dann die verwüstung der privatesten räume..
    wie soll er da jemals wieder ruhig schlafen können, ohne angst, dass da wieder 79 polizisten einmarschieren?
    wie soll er sich je wieder sicher und geborgen fühlen ? - und das is doch das wichtigste an einem ZUHAUSE.
    ne...das was in der vergangenheit mal schön war....kann die schmach und verletzung der letzten jahre nicht aufwiegen.
    könnte es bei mir nicht -
    und bei mike - sensibel wie er ist - wohl erst recht nicht.




    an wen er verkaufen würde, wäre wohl egal,
    ich denke einigen fans wäre überhaupt kein käufer recht, wenns dazu käme. :skepsis
    dabei wäre es völlig wurscht.
    dass es beckhams NICHT werden, ist aber längst klar, die könnt ihr aus dem thema ausklammern. :Q

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