Presseschnipsel und andere kleine Infos zu Michael

  • Michael Jackson mansion 'up for sale'
    Wednesday, August 4 2010, 20:38 BST
    By Mike Moody


    The owners of Michael Jackson's Holmby Hills mansion have reportedly put the home up for sale.


    The property is where the late popstar passed away last year.


    According to TMZ, the owners are asking $28.9m (£18.1m) for the 17,171 square foot house.


    The mansion features 7 bedrooms, 13 baths and a 7-car garage.


    Potential buyers are required to undergo an "extensive pre-qualifying check" before touring the home.


    Source: http://www.digitalspy.co.uk/sh…sion-up-for-sale.html?rss

  • MJ Death Mansion for Sale -- Fans Already Calling
    8/4/2010 11:35 AM PDT by TMZ Staff


    The Holmby Hills mansion where Michael Jackson overdosed on Propofol and died is back on the market for a cool $28 mil -- but the owners are asking for roughly $10 million less than they did before MJ kicked the bucket.


    The 17,171 square foot home on N. Carolwood Drive -- which includes 7 bedrooms, a 7-car garage, and 13 toilets -- was officially put up for sale on Monday ... with an asking price of $28,995,000.


    Sources close to the estate tell TMZ that several MJ fans have already expressed interest -- possibly in an attempt to get a sneak peek inside -- but the owners have required all potential buyers to go through an "extensive pre-qualifying check" before they can even walk in the door.


    Back in 2008, the property owner -- Ed Hardy CEO Hubert Guez -- tried selling the place for $38 million ... but when that didn't work out, he agreed to let MJ live in the home while he rehearsed for the "This Is It" tour.


    According to RealEstalker.com, Guez had recently tried to rent out the property for $300,000 per month ... but ultimately decided he would try and get rid of it all together, with the discounted price tag.


    So far, it's unclear if Guez is entertaining any serious offers.


    Source: http://www.tmz.com/2010/08/04/…l-dr-murray-holmby-hills/

  • Naja, die Touristen-Busse fahren ja schon seit einem Jahr im Minutentakt ums
    Haus herum. Man muss noch darauf achten, nicht von den sensationsgeilen Reiseführern überfahren zu werden.

    [CENTER][SIGPIC][/SIGPIC][/CENTER][CENTER]"Mein Herz...mein Verstand...sind gebrochen. Ich liebte Michael mit meiner ganzen Seele und ich kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Ich glaube nicht, dass jemand wusste, wie sehr wir einander liebten. Oh Gott, ich werde ihn so vermissen!" Elizabeth Taylor[/CENTER]

  • Neue Fashion Line inspiriert von Michael Jackson
    04.08.10 - 20:08
    Jedward, die X-Factor Zwillinge starten in die Modebranche.Die beiden bereiten sich auf eine neue Mode-Linie namens Pop-Ikonen vor.Die Linie wird von der Mode von Michael Jackson und Freddy Mercury inspiriert."Fashion ist unsere große Leidenschaft ", sagte Edward Grimes", und unsere Kollektion wird auf dem Laufsteg heiß aussehen."Wir lieben die Jacken von Michael Jackson und Freddie Mercury die sie getragen haben "" Unsere Kleider werden viele kräftige Farben und coole Muste haben.Der Twin's Manager Louis Walsh, befindet sich derzeit in Gesprächen mit High Street Fashion-Stores.

  • Bist du dir sicher? Hat sie nicht so rote flecken überall, wenn ich mihc nicht irre..


    Nein das sind schon Pigmentstörungen,schaut hier:



    [COLOR="Blue"]When you're down and out there seems no hope at all[/COLOR]
    [COLOR="Purple"]But if you just believe there's no way we can fall
    well, let's realize that a change can only come[/COLOR] [COLOR="Red"]When we stand together as one[/COLOR]

  • Auch wenn ich nicht vom Fach bin, aber das ist ziemlich sicher Vitiligo.
    Die Krankheit beginnt ja meist an den Fingern und breitet sich dann aus.
    Ihre Hände sehen aus, als würde sie weiße Handschuhe tragen.
    Und wieder muss ich das Zitat einer Betroffenen bringen: ".... Weiße Flecken
    auf der Haut, schwarze Flecken auf der Seele!" :sad

    [CENTER][SIGPIC][/SIGPIC][/CENTER][CENTER]"Mein Herz...mein Verstand...sind gebrochen. Ich liebte Michael mit meiner ganzen Seele und ich kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Ich glaube nicht, dass jemand wusste, wie sehr wir einander liebten. Oh Gott, ich werde ihn so vermissen!" Elizabeth Taylor[/CENTER]

  • Ich habe schon persönlich mit Leuten zu tun gehabt, die Vitiligo hatten und das ist ein sehr typisches Muster der Flecken.
    Finde ich cool, dass jemand mit dieser Krankheit so offen umgeht.

  • Wie ich diese Frau hasse! Das musste gesagt werden ;D

    [CENTER][INDENT]ACHTUNG dieser Beitrag kann im Gesamten oder in Passagen Ironie und Sarkasmus beinhalten der ggf. auch nicht für die Allgemeinheit sichtlich gekennzeichnet sein muss.
    [/INDENT] [/CENTER]

  • Falls wir das schon hatten oder falscher Thread, bitte löschen/verschieben. :)


    Conrad Murray Wrongful Death Suit Tossed ... Almost


    8/6/2010 3:15 PM PDT by TMZ Staff


    Dr. Conrad Murray could be temporarily off the hook in the federal wrongful death lawsuit involving Michael Jackson -- all because Joe Jackson left some key information out of the paperwork.



    TMZ has learned a federal judge is taking Jackson and his attorney Brian Oxman to task for failing to specify where two of the defendants -- health clinics where Dr. Murray practiced -- conduct their business. Without that information the judge can't determine if the federal court has jurisdiction over the case.


    The judge has given Jackson one week to amend the complaint or have the suit tossed.


    Even if this case is dismissed, Dr. Murray might not be fully in the clear. Jackson has a lot of options -- including refiling the federal suit with Murray as the lone defendant.


    Quelle: Celebrity Gossip | Entertainment News | Celebrity News | TMZ.com

  • Der Artikel ist sehr interessant!
    hoffentlich ist er für manche nicht zu lang ;D




    Fallstudie Michael Jackson - wie die Medien einen Ausnahmekünstler zur Karikatur machten
    07.08.10 - 20:15
    Systematischer Medien-Gehirnwäsche über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren gelang es, aus einem aufrichtigen, innovativen, musikalischen Genie und liebenswürdigen Menschen eine Lachnummer zu machen.


    Systematischer Medien-Gehirnwäsche über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren gelang es, aus einem aufrichtigen, innovativen, musikalischen Genie und liebenswürdigen Menschen eine Lachnummer zu machen- einen Witz- eine Karikatur.


    (Eine Karikatur wird definiert als "eine Übertreibung mit Hilfe von oft lächerlichen Verzerrungen von charakteristischen Teilstücken in der Kunst oder Literatur.“)


    Von der Zeit an, wo sein Name ein Begriff wurde, 1984, bis zu seinem Tod 2009, hatte die Öffentlichkeit die eingeschränkte Meinung, über Michael Jackson in folgenden Begriffen zu denken: „komisch, Freak, seltsam, bizarr, anders, Wa**o Ja**o, Räuber, Perverser und Pädophiler“. Meinungsmache und aufrührerische Worte taten nicht nur Mr. Jackson unermessliche Gewalt an, sondern der ganzen Welt, in dem sie sie authentischem, tatsächlichem Wissen über einen Mann beraubte, der, während er „der größte Entertainer, den die Welt je kannte“ genannt wurde, auch der unermüdlichste Menschenfreund und Lobbyist für Veränderung in unserem kulturellen Gedächtnis war. Die zukünftigen Generationen wurden somit auch betrogen; Mr. Jacksons nächste Disziplin wäre es nach eigener Aussage gewesen, Regie zu führen , aber nun wird die Welt niemals wissen, welche weiteren Beiträge er zu geben gehabt hätte, würde er noch leben, um sie auszuführen.


    Individuell betrachtet und mit ein klein wenig gesundem Menschenverstand, machen all die Geschichten, die zum schlechten Ruf einer Legende beitragen, logischen Sinn im Zusammenhang mit Mr. Jacksons Leben. Aus dem Zusammenhang gerissen, ausgestaltet und mit Sensationen gespickt, zeichnen sie eine Karikatur, keine Biografie. Ein überwältigendes Übergewicht an Lächerlichkeit, das über Mr. Jackson entworfen wurde, hatte eine medizinische Grundlage.


    Als Mr. Jacksons Musikkarriere begann, war er der Liebling der nationalen und internationalen Presse. Gefeiert für seine strahlend reine stimmliche Virtuosität, war er das am meisten geliebte Kind der Welt. Seine gefühlvolle Ausdrucksweise, wenn er Songs wiedergab, die jenseits seines Alters und seiner Lebenserfahrung lagen, erstaunte die Menschen von Amerika bis nach Afrika. Seine rasende Energie während er auf der Bühne performte und die Freude, die er damit vermittelte, hob die Herzen in die Höhe und erreichte weltweite Aufmerksamkeit, während seine Altersgenossen noch in der Grundschule waren.


    Anders wie manche seiner Kollegen, die ihre Stimme mit dem Einsetzen der Pubertät verloren, wuchs Michael Jackson zu einem übermäßig begabten Erwachsenen heran, dessen Aufnahmen in der Musikwelt Weltrekorde brechen würde. Die Alben „Off the Wall“ und „Thriller“ katapultierten ihn in einen vorher nie da gewesenen weltweiten Bekanntheitsgrad, womit er Schockwellen in der journalistischen Welt hervorbrachte.


    Kurz nach diesem unvergleichlichen Meisterwerk, wurden sein Gesicht und sein Name zum Ziel der schmutzigen Presse. Die ursprüngliche Motivation hinter den erfundenen Geschichten, die über Michael Jackson geschrieben wurden, bleibt ein Mysterium, aber lässt die Annahme vieler Theorien über Rassismus und Machtkämpfe über die Schattenseiten der Musikindustrie zu, die sich hinter Glitzer und Glamour versteckt.


    Lüsterne Spekulationen über Mr. Jacksons Sexualität, führten zu Gerüchten, er sei homosexuell. Michael Jackson, eine unglaublich in sich gekehrte, scheue und spirituelle Person, gab nur selten Informationen über seine intimen Beziehungen preis, denn er glaubte, dass Diskretion in solch außerordentlich persönlichen Angelegenheiten, das Merkmal eines „Gentleman“ sei. Auch wenn er mit Leichtigkeit seinen ihn anbetenden Fans hätte erliegen können während der langen Tourreisen, so schien er, zumindest öffentlich, einen enthaltsamen Lebensstil anzustreben. Er verbrachte seine Stunden außerhalb der Bühne damit, in allen Städten, die er besuchte, Geschenke in Krankenhäusern und Kinderheimen zu verteilen. Sehr schnell peinlich berührt, sprach er weder jemals über seine Sexualität, noch hat er je abgestritten, homosexuell zu sein. Michael Jackson hatte eine sehr große Zuneigung und großen Respekt gegenüber seinen Fans, von denen einige schwul waren. Er hielt seine sexuelle Orientierung unter Verschluss, weil er niemanden von ihnen verlieren wollte.


    Eine frühe erfundene Geschichte, die in der Regenbogenpresse die Runde machte, war die, dass er weibliche Hormone schluckte, um die hohen Töne zu halten, die seine Aufnahmen durchdrangen. Mr. Jackson erzählte von einer Begebenheit, als ein junger Fan ihn fragte, ob das wahr sei. Er bestritt das Gerücht bei dem kurzen Treffen. Er war durch die Frage erstaunt, aber er wollte nicht von sich aus sagen, dass seine 4 Oktaven-Bandbreite messerscharf geschliffen wurde durch mehr als 30 Jahre im Musikgeschäft, zahllose Sitzungen mit einem Stimm-Trainer und immerwährender Praxis. Der Stimmapparat verhält sich wie jeder andere Muskel, er antwortet auf ständige Übung mit Kraft und Flexibilität.


    Ein Exklusiv-Bericht, dass Mr. Jackson in einer Sauerstoffkammer schläft statt in einem Bett, erregte weltweit Aufmerksamkeit. Die Geschichte kam auf, als Mr. Jackson ernsthaft verletzt wurde während der Dreharbeiten zu einem TV-Werbespot. Nach den Regieanweisungen wartete Mr. Jackson oben auf einer Treppe, während Feuerwerkskörper gezündet wurden. Ein Funke dieses Feuerwerks landete in Mr. Jacksons Haar, sodass dieses sich entzündete. Verbrennungen zweiten und dritten Grades hinterließen auf seiner Kopfhaut im Alter von 26 Jahren kahle Stellen.


    Wiederherstellende Chirurgie und zahlreiche Hauttransplantationen waren erforderlich, um den Schaden der Verbrennung einzudämmen. Seine daraus resultierende Empathie für Brandopfer trieb ihn dazu, eine Sauerstoffkammer und den Rest der 1,5 Millionen $ Abfindung dem Brotman Medical Center in Culver City zu spenden, um das Michael-Jackson-Verbrennungszentrum aufzubauen und auszustatten. Die Regenbogenpresse druckte Fotos von Mr. Jackson in der Sauerstoffkammer und die Geschichte dazu, er würde in dieser Kammer schlafen, weil er Angst davor habe, alt zu werden- auf den Titelseiten rund um die Welt. Gepaart mit zunehmend aufdringlichen Spekulationen über seine Sexualität und die weiblichen Hormone, um seine hohe Stimme zu erhalten, wurden die Mythen zunehmend mehr und mehr sensationell, um immer mehr Zeitungen zu verkaufen.


    Manche Zeitungen behaupteten, Mr. Jackson habe einen Schrein für Elisabeth Taylor in seinem Schlafzimmer errichtet. Mr. Jackson und Ms. Taylor teilten beide die Geschichte eines Kinderstars, die ein starkes Fundament für ihre anhaltende und enge Freundschaft war. In Wirklichkeit hat er seiner Freundin einen Wandteppich geschenkt, aber in Wahrheit waren sein Schlafzimmer oder sogar sein ganzes Anwesen und sein ganzes Leben ein einziger Schrein, um sich und der ganzen Welt die verlorene und lang vergessene Unschuld zurückzugeben.


    In den späten 80ern machte eine neue Sensationsmeldung die Runde, nämlich, dass Mr. Jackson versuche, die Knochen des Elefantenmenschen zu kaufen. John Merrick, das Opfer einer entstellenden Krankheit, die Gesichtstumore hervorruft, war gezwungen sein Leben als Zirkussensation und Freak zu verbringen. Als unersättliche Leseratte wurde Mr. Jackson durch diese Geschichte tief berührt. Er bestritt, die Knochen kaufen zu wollen in der Oprah Winfrey-Show 1993. „Wo sollte ich mit diesen Knochen hin?“ fragte er mit einem ungläubigen Kichern.


    Die Regenbogenpresse zeigte ein dramatisches und tief greifendes Interesse an Mr. Jacksons Multi-Millionen-Dollar-Anwesen in Santa Barbara. Jackson baute eine Ranch mit Vergnügungspark in großem Stil mit Karussells, einem Tierpark einem Theater und einer Eisenbahn. Er liebte Themenparks, aber sein weltweiter Ruhm machte es ihm unmöglich außerhalb seiner Ranch einen zu besuchen. Von Fans und Paparazzi bedrängt, wo auch immer er hinging, stellte sein spontanes ungeplantes Auftauchen eine Gefahr für ihn selbst und andere dar. Mr. Jackson baute sich seine eigene kleine Mini-Spaß-Stadt, um sich selbst zu amüsieren und dies auch mit kranken, unterprivilegierten Kindern zu teilen, er nannte es Neverland in Anlehnung an seine Lieblingskindergeschichte „Peter Pan“. Er identifizierte sich sehr stark mit der Figur in Mr. Barrys Geschichte, er hatte seine eigene Kindheit in Clubs, in denen er auftrat, in Aufnahmestudios, in Fernseh-Shows und auf Konzerten verloren.


    Ironische Artikel trompeteten über die Fremdartigkeit von Mr. Jackson und seiner Neverland-Ranch. Er erklärte der Presse, dass er alle Dinge, die er liebt, hinter die Tore von Neverland mitnimmt, um sich wenigstens einen Funken Freiheit und Normalität zu erlauben, die die meisten von uns für selbstverständlich hinnehmen. Er ist glücklich, wenn er seine Kreation mit Kindern aus der Innenstadt oder aus Krankenhäusern an regelmäßig eingeführten Terminen, an denen er anwesend ist oder auch nicht, teilen kann.


    Die Menschen versammelten sich um Michael Jackson wie Büroklammern um einen Magnet, einschließlich Fans jeder Altersstufe, die ihn bezaubernd fanden, und Kinder, die das Kind in ihm wieder erkannten und die es lustig fanden, ihn um sich zu haben. Mr. Jackson war so populär und beliebt, dass er von Autogrammjägern bestürmt wurde, nach Schnappschüssen gefragt wurde, und um Umarmungen gebeten wurde, dem er sehr oft und sehr gerne nachkam. Während eine, zwei oder auch zehn Einzelpersonen kein Problem darstellten, eskalierte es oft in Handgreiflichkeiten, wenn Hunderte oder Tausende rasende Menschen auf ihn zustürmten. Mr. Jackson musste sehr oft Zäune hochklettern oder auf Autodächer steigen, um zu vermeiden, dass er von der Masse zerquetscht wurde, die jeder seiner Bewegungen folgte.


    Eine freundliche und aufgeklärte Gesellschaft blickt für gewöhnlich finster drein, wenn es um die Beurteilung einzelner Menschen nach ihrem Aussehen geht, diese Anstandsregel hat niemals für Mr. Jackson gegolten. Nicht selten in der Presse hervorgehoben, veranlasste die Veränderung in Mr. Jacksons Erscheinung die Presse zu abwertenden Bemerkungen und herabsetzenden Adjektiven, die selten zur Beschreibung anderer Personen benutzt wurden. Skandalblätter schrieben die Veränderung einer ungesunden Sucht nach kosmetischen Operationen zu. Über eine Zeitspanne von mehreren Jahren wurde Mr. Jacksons Gesicht schmaler, was seine Wangenknochen stärker hervortreten ließ, seine Augen größer erscheinen ließ und sein Kinn eckiger. Seine Nase veränderte sich von einer typisch ethnischen zu einer schärfer definierten Form, und seine Haut wurde blasser. Eine schwere Form der Akne zwang Mr. Jackson dazu, seine Ernährung umzustellen und Vegetarier zu werden. Eine betont strikte vegetarische Diät verteilt die Muskelmassen neu, woraus eine Neu-Formung des Körpers entsteht und der Energie-Level steigt. Anders als die beiden Nasen-OPs, die Mr. Jackson bestätigt, hat er weitere Gesichts-OPs bis ans Ende seines Lebens abgestritten.


    Er hat jedoch öffentlich einige rekonstruktive chirurgische Eingriffe und Hauttransplantationen zugegeben, um die Schäden an seiner Kopfhaut zu behandeln, die er bei dem vorher beschriebenen Unfall erlitten hatte. Das Ziel war es, verbranntes Gewebe zu entfernen in der Hoffnung, dass das Haarwachstum wieder einsetzt. Ein unter der Kopfhaut eingesetzter Ballon wurde schrittweise über einen Zeitraum von mehreren Monaten aufgeblasen, um Haut zu dehnen, bevor die geschädigte Haut herausgeschnitten und die neu entstandene transplantiert wurde. Gesunde Haut wurde über die verletzte transplantiert und konnte heilen, bevor die Prozedur wiederholt wurde. Dehnen und entnehmen von Haut am Hinterkopf kann aussehen wie mehrere kosmetische Operationen. Es wäre aber eine extrem langwierige, schmerzhafte Methode, ein Facelifting vornehmen zu lassen.


    Die Klatschpresse heuerte plastische Chirurgen an, die Mr. Jackson niemals als Patient behandelt haben, die aber Experten-Diagnosen anboten, in denen sie Vorher-Nachher-Fotos miteinander verglichen, um der Klatschpresse so mehr Verkaufs-Exemplare zu verschaffen. Genauso wurden Psychologen um Expertenmeinung über den geistigen Gesundheitszustand von Mr. Jackson gebeten, mit dem sie nie ein Wort gesprochen hatten. Solche Meinungen sind so fragwürdig wie das Blatt, dass sie druckt.


    Fotos von einem jugendlichen Michael Jackson mit runden Gesichtszügen, der früh vegetarisch zu leben beginnt, katastrophale Verbrennungen und daraus resultierenden chirurgischen Wiederaufbau erleidet, wurden verglichen mit schlecht ausgeleuchteten Fotos, um ein Aussehen zu betonen, das hohlwangig, mit kantigem Kinn und schmaler Nase war. Die Medien sahen diese „Nachweise“ als überzeugende Beweise an, dass chirurgisch herum hantiert worden war, obwohl solche Meinungen ganz leicht entkräftet werden könnten. In Europa und Asien liebevoll als „Engelsgesicht“ bekannt, blieb Michael Jackson für Millionen wunderschön, bis zu dem Tag, an dem er starb, trotz konzentrierter Bemühungen, sie davon zu überzeugen, dass er bizarr aussieht, wie ein Außerirdischer, ein Freak, nicht wirklich menschlich.


    Die sich immer weiter ausdehnende Blässe von Mr. Jacksons Haut wurde als Beweis angesehen, dass er sich offensichtlich darum bemühe, weiß zu werden und seine afro-amerikanische Herkunft leugne. Journalisten zogen über Mr. Jackson her, er würde seinen schönen Mokka-Ton ausradieren wollen, indem er seine Haut bleiche. 1993 schließlich, nachdem er annähernd ein Jahrzehnt von der Presse gegängelt worden war wegen einer Hautkrankheit, über die er keine Kontrolle hatte, gibt Mr. Jackson bei Oprah Winfrey zu, dass er unter einer Hauterkrankung leidet. Mr. Jacksons Erkrankung, Vitiligo, ist eine Krankheit, in der die chemische Substanz, die verantwortlich ist für die Haut-Pigmentierung und den Schutz vor schädlicher Sonneneinstrahlung, langsam verschwindet und depigmentierte - nicht gebleichte - sich vergrößernde Flecken und helle Haut zurücklässt.


    Die Krankheit ist sehr entstellend, vor allem für einen Afro-Amerikaner oder dunkelhäutigen Patienten. Michael Jackson, einer der sichtbarsten Menschen der Welt war tatsächlich im Begriff auf der Bühne der Welt ein Albino zu werden. Ein Handicap, das für einen Mann hätte Sympathien wecken müssen, der sein Leben im Rampenlicht verbrachte und der eine Krankheit nicht unter Kontrolle halten konnte, die es ihm verbot, seine Haut der gefährlichen Sonneneinstrahlung auszusetzten, aber stattdessen wurde er von den Medien zu einer Lachnummer gemacht und sie versorgten auch noch über Jahre die Late-Night-Comedy-Shows mit Material.


    Im fortgeschrittenen Stadium befällt Vitiligo den gesamten Körper. Mr. Jacksons Make-up-Artist versuchte die depigmentierten Stellen mit dunklem Make-up abzudecken, um damit den Mokka-Ton seiner Haut zu treffen. Als die Krankheit fortschritt, wurde diese Lösung unpraktisch. Die Ärzte hielten es für vernünftiger, die restlichen dunklen Stellen der depigmentierten Haut anzupassen. Die Krankheit machte es auch erforderlich, dass er bei Tageslicht seine Haut immer bedeckte, selbst an wolkigen Tagen, mit Hut, Maske, Sonnenbrille, Make-up mit hohem Lichtschutzfaktor, langärmeligen Shirts und Schirmen, um zu verhindern, an Hautkrebs zu erkranken. Die Presse meinte, er sei „seltsam“, „komisch“ oder „germaphob“(jemand, der Angst vor Keimen, Bazillen etc. hat), dabei folgte er nur dem medizinischen Rat, um seine Gesundheit zu schützen.


    Erklärungen des gesunden Menschenverstands wurden nie untersucht, wenn die Presse Michael Jackson im Visier hatte; nur Sensationsmeldungen verkaufen sich in diesem Genre. Die Medien warfen ihm öffentlich vor, wegen seiner Besonderheiten in seinem Gesicht und seiner Hauterkrankung zu lügen.


    Später, 1993, wurde sein Hautleiden nützlich, um absonderliche Medien-Erfindungen zu unterstützen. Die Klatschpresse, diametral entgegensetzt zu ihrer früheren Position, fand plötzlich seine Behauptungen glaubwürdig, als die Färbung seiner Genitalien wichtig wurde, um seine Unschuld bezüglich der Anschuldigungen über seine Interaktionen mit einem Kind zu beweisen. Sie sabberten buchstäblich nach dem Erwerb der Fotos von Mr. Jacksons Leistengegend, die während einer erzwungenen Polizeiuntersuchung gemacht wurden. Der „geltende Preis“ für die Bilder, so wurde berichtet, lag bei 3 Millionen Dollar.


    Eine weitere Bemühung der Medien, die vom Stapel gelassen wurde, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Michael Jackson sich selbst zum King of Pop ernannt habe und dass er exklusive Auftrittsrechte bei der Amtseinführung Präsident Clintons forderte, zielte absichtlich darauf ab, Mr. Jackson als größenwahnsinnigen, verzogenen Fratz, einen Menschen, der allzu sehr verliebt in seine eigene Wichtigkeit ist, zu beschreiben.


    Zahlreiche Interviews und die Dokumentation seiner letzten Arbeit „This is it“, zerstört dieses Märchen und erzählt ganz einfach eine ganz andere Geschichte. Hier treffen wir einen stillen, sanft-sprechenden, liebenswürdigen, unegoistischen, netten Mann, der seine Wünsche in einer Sprache äußert, die es vermeidet, sein Ego in den Vordergrund zu drängen, einen Menschen, der seine Mitarbeiter unterstützt, ihre eigenen Talente „erstrahlen“ zu lassen und der jeden umarmt, der sich in seinem persönlichen Umfeld befindet.


    Die öffentliche Sichtweise auf Michael Jackson war beträchtlich gefärbt durch eine Verbreitung von Mythen, die sich hochschraubten von einigermaßen harmlos, über dumme Fantasien bis hin zu sich immer mehr verbreitenden Irreführungen und schändlichen Beschreibungen einer Person, die in keinster Weise mit den Beschreibungen übereinstimmt, die Menschen über ihn gemacht haben, die ihn persönlich kannten. Diese Fehlinformationen sind möglicherweise sogar indirekt zur Tötungswaffe geworden, die eine sensible Seele zerfressen und zerbrochen hat - einen unvergleichlichen Künstler, einen Menschenfreund und Aktivisten, der die Fähigkeit besaß, die Aufmerksamkeit eindringlich auf den Zustand der Erde und der Menschen zu lenken und der Einfluss nahm und Kräfte mobilisierte, um eine Veränderung herbeizuführen. Dass Mr. Jackson diese Fähigkeit und diese Sehnsucht besaß wurde mehr als einmal durch die Meilensteine in seinem Leben bewiesen.


    Dadurch, dass jahrzehntelang ununterbrochen genaue Untersuchungen über einen Menschen durchgeführt wurden, der keine Ähnlichkeit besaß mit den handgemachten, im Sensationsstil gefertigten Versionen, erklärten die Medien ihn zur „Kreatur“ anstatt zum Menschen. Sie zeichneten einen Cartoon und betitelten ihn öffentlich mit „Wa**o Ja**o“ und anderen Diffamierungen. Dieser ständige und ausufernde Angriff verkleidet als Journalismus erinnert an Schulhofschikane.


    Nur wenige hätten diese wiederholten Angriffe mit dem gleichen Anstand und der gleichen Würde ertragen; die Tatsache, dass Michael Jackson sie jahrzehntelang erduldet hat, ist ein Beleg für seine Stärke und dass er sich seiner Bestimmung sicher war. Wegen der erbarmungslosen Natur der herausgegebenen Storys vergegenwärtigt sich der Großteil der Welt nur die Versionen der Klatschpresse, wenn der Name Michael Jackson erwähnt wird. Trotz der Tatsache, dass es eine totale Erfindung ist, eine Fiktion, ein korruptes Märchen, das einen nach einem sozialen Wert suchend zurücklässt, hat es Bestand.


    “Wenn du eine Lüge oft genug hörst, fängst du an, sie zu glauben.", sagte Mr. Jackson, der sich fragte, zusammen mit seinen Bewunderern, warum dieser Cartoon von Männern und Frauen entworfen wurde, die die Maßstäbe der Wahrheit, des Anstands und der Ethik verlassen zu haben schienen, die einst einen erhabenen und respektierten Beruf charakterisiert haben.


    Das historische Bild, das von Mr. Jackson gezeichnet worden war, machte es einfach seine Integrität anzuzweifeln, als 1993 die Story hereinbrach, dass ein Kind Mr. Jackson des Missbrauchs beschuldigte. Die meisten Leute glaubten nicht, dass ein so beliebter Künstler die Zielscheibe einer Erpressung sein könnte; die meisten Menschen auf der Welt holten tief Luft und erinnerten sich an all die Erfindungen über ihn, die sie gelesen hatten, zuckten mit der Schulter und machten sich bereit, das schlimmste zu glauben. Es war mühelos wegen all der vorangegangenen Geschichten und Meinungen, die auf einer Klatsch-Pressen-Biographie beruhten. Die Nachrichtenindustrie beutete Mr. Jackson aus, machte jede Menge Geld mit immer größer werdender Verbreitung, während sie die Öffentlichkeit davon überzeugten, dass er eine Art“ Fehler der Natur“ sei.


    Jemanden über einen langen Zeitraum zu entmenschlichen, um ihn dann leicht für eine bösartige Absicht ausbeuten zu können, ist ein alter Trick. Es funktioniert sehr gut bei ethnischer Reinigung und erlaubt es Menschen wie Adolph Hitler, in Deutschland 6 Millionen seiner Bürger los zu werden. Die Tatsache, dass genau diese Art öffentlichen Angriffs genau hier und in unserer modernen Kultur weitergeht, sollte jeden amerikanischen Bürger alarmieren und eigentlich die ganze Welt.


    Klatschblatt-Journalisten ergötzen sich, nach eigner Aussage daran, ein klitzekleines Gerücht zu nehmen und es zu einer riesengroßen Schlagzeile zu machen, um die ersten zu sein mit einem saftigen Aufreißer. (Siehe Tabloid Truth: "The Michael Jackson Scandal", eine Frontline-Sondersendung von PBS, die am 15. Februar 1994 ausgestrahlt wurde) 30 Monate lang machte Michael Jackson Schlagzeilen und brachte der Regenbogen-Presse eine Menge Geld ein.


    Die Praxis, Geschichten immer wieder zu melken und sie zu dramatisieren, um sie sensationell zu machen, damit sie auf dem niedrigsten gemeinsamen Nenner Wirkung erzielten, griff sogar auf die allgemeine etablierte Presse über, die als ehrenhaft erachtet wurde. Sie wurde infiziert mit der gleichen Hysterie wie ihre Klatsch-Kollegen, was einige dazu brachte, diesem hemmungslosen Monster den Namen „medialoid“ zu geben. Anders als die Klatschpresse, die kein Geheimnis daraus machte, dass sie jedem, der gekaufte falsche Stellungnahmen abgab, hohe Summen anbot, weigerte sich jeder respektierte Journalist, Sender und jedes Nachrichtenblatt, ihre Quellen zu bezahlen. Trotzdem vernachlässigten sie ihre Sorgfaltspflicht und ihre professionelle Ethik, die sie einst von der Regenbogenpresse abhob. Sie boten kühn verleumderisches Material an und zitierten fragwürdige Quellen ohne Rechtfertigung. Die übliche Praxis, Untersuchungen anzustellen und den Wahrheitsgehalt der Fakten zu prüfen, war auf unbestimmte Zeit ausgesetzt trotz des journalistischen Ehrenkodex.


    Namenlose „zuverlässige Quellen“, einschließlich Bodyguards, Dienstmädchen und Hausangestellten, die zum richtigen Preis käuflich waren oder verärgerte Angestellte, die aufgefordert worden waren, zu gehen, kamen dreist daher, um ihre Geschichten der Klatschpresse zuzusteuern. Sie waren mitschuldig daran, Michael Jackson in der Meinung der Öffentlichkeit zu verurteilen.


    Herausgeber von Klatschzeitungen wurden gefilmt, als sie sagten: “Es ist egal, ob es wahr ist, solange wir jemanden finden, der sagt, dass es wahr ist.“ und "Wir praktizieren eine Form des Scheckbuch-Journalismus, aber das macht jeder in diesem Geschäft.“


    Gegenklagen durch Mr. Jackson wegen Diebstahls und räuberischer Erpressung gegen diese "Ich sage alles-Quellen“ wurden vor Gericht abgehalten und die früheren Angestellten wurden zu Entschädigungszahlungen verurteilt. Die, die entlassen worden waren, weil sie Eigentum von Mr. Jackson gestohlen hatten, wurden mit Tausenden Dollar Bußgeld belegt und mussten ihre Anwaltskosten selbst tragen. Dies hat den Schaden an seinem Ansehen nicht gemildert. Worte, die erst einmal in die Öffentlichkeit gebracht worden waren, konnten nicht zurückgeholt werden. Die Schäden, die ihm durch willkürliches Abdrucken von Lügen zugefügt wurden, die von gierigen Opportunisten, die mit hohen Summen bezahlt worden waren, verbreitet wurden, können weder abgeschätzt noch storniert werden.


    Michael Jackson, von dem gesagt wird, dass er ein liebenswürdiger und sensibler Mensch ist, der ganz sicher glaubte, dass "die Schönheit, die Unschuld, das Wunder eines Kinderherzens der Samen der Kreativität ist, der die Welt heilen wird“ (Michael Jackson Grammy Legend Award 1993) litt jahrelang unbändig durch die Hände der Skrupellosen.


    Die Medien zensierten sogar einige Nachrichten, die Mr. Jacksons Behauptungen stützen wollten, es handle sich bei den Anschuldigungen des Missbrauchs um Erpressung. Die Beurteilung des Gerichts im Zweifel für den Angeklagten wurde verdrängt. Informationen, die absichtlich zurückgehalten wurden, schließen unter anderem ein: Die vorangegangenen Bemühungen des Vaters des Anklägers, finanzielle Unterstützung von Mr. Jackson für die Neugestaltung eines Hauses und für ein Filmprojekt zu bekommen, die Anwendung von narkotisierenden Medikamenten bei seinem minderjährigen Sohn, eine Tonbandaufnahme, die Mr. Jacksons Behauptung von Erpressung stützt und die Tatsache, dass Mr. Jacksons Versicherung gegen seinen Willen einen Vergleich zahlte („Was Michael Jackson framed“ by Mary Fisher , GQ, Oktober 1994). Ein späteres Buch „Redemption“ , geschrieben von der Rechtsanwaltsgehilfin Geraldine Hughes, die für den Anwalt der Kläger arbeitete, deckte Handlungen auf, die darauf hinwiesen, dass Mr. Jackson verleumdet wurde.


    Und wieder einmal wurden diese Enthüllungen von der Presse ignoriert und es wurde niemals darüber berichtet.


    Im Frühjahr 2003 sucht sich ein englischer Reporter, der ein Interview mit Prinzessin Diana gemacht hatte, Michael Jackson für ein Exklusiv-Interview aus. Martin Bashir schwor, ein faires, vernünftiges und wahres Portrait von dem Menschen Michael Jackson zu präsentieren in der Doku "Living with Michael Jackson“.


    Mr. Jackson, der Bashir nur um ehrliche und ethisch korrekte Behandlung bat, gab Bashir grenzenlosen Zugang zu seinem Leben, einschließlich seiner Kinder. Statt eines fairen und nicht einseitigen Portraits, schnitt und klebte Bashir ein Klatsch-Pressen-Werk zusammen, komplett mit bearbeiteten Aufnahmen und nachträglich eingefügten Begleitkommentaren.


    Michael Jackson, der immer schon ein großer Fan von Kamera- und Filmarbeit war, hatte Aufnahmen für seinen persönlichen Gebrauch mitschneiden lassen und sein Kameramann fing ein ganz anderes Bild von ihm ein, als das, was zusammen geschnitten worden war. Mr. Jacksons Film wurde später zu einer Dokumentation, die wieder einmal die unfaire, unehrliche, manipulierte Karikatur von Michael Jackson widerlegen sollte. Später erfuhr man, dass Bashir in England wegen unethischen Verhaltens sanktioniert worden war. Weit entfernt von Sanktionen wurde Bashir für sein schiefes und auf Sensationen erpichtes Stück in Amerika eine Stellung bei NBC-News Nightline angeboten, die er auch annahm.


    Als Michael Jackson den Jugendlichen traf, der ihn später anklagen würde, hatte der Junge die Diagnose „Krebs im Endstadium“ und ihm wurden von den Ärzten nur noch wenige Wochen zu leben gegeben. Sein letzter Wunsch war es, Michael Jackson zu treffen. Mr. Jackson rief den Jungen nachts von überall auf der Welt an, wo immer er gerade war, um ihm zu sagen, dass er ihm nicht erlaube, aufzugeben, er ermutigte ihn, seine Chemo-Therapie zu machen und ließ den Jungen vor seinem geistigen Auge sehen, wie die Krebszellen aufgefressen werden wie von Pac-Man und er sagte dem Jungen, er solle dranbleiben, damit er ihn auf Neverland besuchen könne. Der Junge überlebte die Chemo; er und seine Familie bekamen freien Zugang zu Mr. Jacksons Anwesen, während der Junge wieder zu Kräften kam, was die Ärzte später als „Wunderheilung“ beschrieben.


    Bashirs Dokumentation offenbarte die Fürsorge Mr. Jacksons für den Jungen. Jedoch anstatt die Beziehung als eine zärtliche und inspirierende Überlebensgeschichte zu zeigen, unterstellte Bashir Mr. Jackson mit seiner geschnittenen Version und seinen Kommentaren, in schlechter Absicht gehandelt zu haben.


    Nachdem die Doku gesendet worden war, konsultierte die Mutter des Jungen einen Anwalt und behauptete, Bashir habe ihren minderjährigen Sohn ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung gefilmt. Der Anwalt, den sie sich nahm, war zufälligerweise der gleiche, der erfolgreich die Ausgleichszahlung im vorangegangenen Prozess des Erpressungsversuchs erwirkt hatte. Der Anwalt konsultierte den gleichen Psychologen und den gleichen Staatsanwalt, der von seinen Kollegen gerne mit "verrückter Hund“ betitelt wurde und dessen bekannter Weise persönliche Abneigung gegen Mr. Jackson schon lange bestand. Zwei große Geschworenen-Gerichte hatten sich 10 Jahre zuvor geweigert, ihm zu erlauben den Fall vor Gericht zu bringen, da keine Beweise vorlagen. Das goss natürlich Öl in die Flamme seiner jahrelangen Hetzjagd nach Michael Jackson; das Ziel war es, Mr. Jackson vollkommen zu erledigen.


    Tom Sneddon, der Staatsanwalt von Santa Barbara führte in den letzten 10 Jahren weiter öffentliche Ermittlungen gegen Mr. Jackson, obwohl er 1993 erfolglos versucht hatte, Anklagen gegen Mr. Jackson im Falle des Kindesmissbrauchs zu führen. Auf Kosten der Steuerzahler hatte er Mr. Jackson auf der ganzen Welt verfolgt, in der Hoffnung, ein Kind zu finden, dass sich gegen Mr. Jackson aussprach, aber er fand kein einziges. Er hatte sogar eine Website errichtet, die anbot, Beweise gegen Mr. Jackson zu sammeln, sodass er ihn hätte belangen können, denn er war das "Gesetz“ in Santa Barbara. Seine aufrichtige Absicht wurde von vielen juristischen Kommentatoren als zwanghaft bezeichnet.


    Nachdem er den jungen Krebsüberlebenden befragt hatte, fiel Sneddon mit 70 Polizeibeamten in Mr. Jacksons Haus ein, sah sich das gesamte Anwesen und seine Privaträume an. Videoaufnahmen von dem Interview mit dem Jungen zeigen deutlich, dass die Polizisten der Strafverfolgungsbehörde die Aussagen des Jungen beeinflussten. Es schien so, als hätten sie Mr. Jackson schon verurteilt ohne den Vorteil eines legalen Prozesses; die Wortwahl der Fragen der Beamten ließ keinen Zweifel an der Einseitigkeit. Die Ranch wurde insgesamt drei Mal durchsucht. Während einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz verspottete Sneddon Mr. Jackson öffentlich zum Vergnügen der versammelten Presse. Er zeigte sich Mr. Jackson gegenüber respektlos und das Gesetz ging mit einem sehr ernsten Fall trivial um. Wieder einmal sah sich Mr. Jackson Anschuldigungen des Kindes-Missbrauchs, der Abgabe von Alkohol an Minderjährige und der Verschwörung ausgesetzt. Dieses Mal gelang es Sneddon, den Fall vor Gericht zu bringen und die "Gerichtsverhandlung des Jahrhunderts“ fand in der kleinen Gemeinde von Santa Maria, Kalifornien statt, mit der Hilfe der Klatschpresse und den „medialoiden“ Schlagzeilen.


    Die Pressekonferenz zeigte Sneddons Häme deutlich und verriet seine persönliche Vendetta (Blutrache), aber die meisten Medien-Betriebe ignorierten die kritischen Kommentare, die folgten. Die Verhandlung an sich und ihre Berichterstattung beendeten jeden Unterschied zwischen den Medien und der Klatsch-Presse. Walter Cronkites (weltweit bekannter Journalist, der unter anderem über die Ermordung John F. Kennedys berichtete, galt als der Mann, "dem man in Amerika am meisten vertraut“, starb am 17. Juli 2009) Journalismus-Stil schien nicht mehr zu existieren.


    Durch die langen 5 Monate der Verhandlung hindurch richtete die Presse ihr Augenmerk auf "einen, der auf einem Autodach tanzt“ und auf "Pyjama-Hosen“. Auf einem Autodach zu stehen und zu winken war eine vertraute Geste, die Mr. Jackson oft anwendete, um zu vermeiden, von Fans oder Papparazzi niedergetrampelt zu werden oder um es Unterstützern und Bewunderern zu erlauben, ihn in der Menge zu sehen, wenn er etwas höher stand (auf dem Autodach). Angesichts der Tatsache, dass während dieser 5 Monate der Verhandlung solche Fans und seine Familie seine einzige Unterstützung darstellten, ist dieses Zeichen der Erkenntlichkeit verständlich. Der berüchtigte "Pyjama-Vorfall" ist auf Mr. Jacksons Verteidiger zurückzuführen, der seinen Klienten anwies von einem Krankenhausbesuch schnellstmöglich zum Gericht zu kommen, weil der Richter ihm dafür keine Extra-Zeit einräumte. Lustige Geschichtchen über das Erscheinen im Pyjama waren reichlich vorhanden. Welche Bedeutung solche Geschichtchen für die Gerichtsverhandlung hatten wurde nie genauer dargestellt.


    Entlastende Tatsachen, die für den Fall "der Staat von Kalifornien gegen Michael Jackson“ relevant waren, wurden zurückgehalten. Einer vorangegangenen Ausgleichszahlung von J.C. Penney für einen angeblichen sexuellen Übergriff auf die Mutter, als Penneys Sicherheitspersonal der Mutter auf den Parkplatz folgte, um ihren Sohn wegen Ladendiebstahls festzuhalten, wurde keine Beachtung geschenkt und darüber wurde auch nicht berichtet. Die Kinder, einschließlich Mr. Jacksons Ankläger, der die Geschichte der Mutter bestätigte, gab später unter Eid zu, gelogen zu haben; ihr Eingeständnis wurde ähnlich ignoriert. Der Sozialbetrug der Mutter des Angeklagten wurde später strafrechtlich verfolgt. Die Anklage, Jacksons Angestellte hätten die Familie eingesperrt, wurde fallen gelassen, als aufgezeigt wurde, dass die Familie sich in und außerhalb des Anwesens aufhielt, zum Einkaufen gefahren wurde, zu kosmetischen Behandlungen )und Zahnarztbesuchen und dass all dies aus Höflichkeit von Mr. Jackson bezahlt wurde.


    Es wurde der Beweis erbracht, dass Sicherheitsleute und Dienstmädchen völlig diskreditierende Aussagen gemacht hatten und dafür Entschädigungszahlungen an Mr. Jackson aufbringen mussten. Der dürftige Hang der Mutter zur Realität warf ein schlechtes Licht auf den Fall der Staatsanwaltschaft, eine weitere Tatsache, die nie den Weg in die Berichterstattung der Presse schaffte. Die empörten und beleidigten Zeugenaussagen von vorher genannten angeblichen Opfern, die jegliche Verletzung durch Michael Jackson kategorisch bestritten, wurden missachtet. Beide Versionen der Dokumentation wurden vor Gericht als Beweis zugelassen - "Living with Michael Jackson“ und der Gegenbeweis "Living with Michael Jackson, Take two“- diese Gegen-Doku wog sehr schwer bei der Entscheidung der Geschworenen, Mr. Jackson freizusprechen.


    Ein etablierter Reporter, der als Jackson-Insider und -Experte angesehen wird, sagte über das absichtliche Übersehen von Fakten in Bezug auf Jackson:


    "Das war nicht das erste Mal, dass ich eine Jackson-Story hatte, die verdrängt wurde. Nach Evan Chandlers Selbstmord im November 2009 wurde ich von der „Sun“ angesprochen und gebeten, ihnen Informationen über die Anschuldigungen von 1993 zu besorgen. Ich verbrachte einige Zeit damit, meine Recherche zusammenzustellen, ich beriet das Nachrichtenblatt über weitverbreitete Mythen und wie man sie vermeiden könnte, ich ging sehr sorgfältig damit um, all meine Fakten aus legalen Dokumenten und aus Audio- und visuellem Material zu beziehen.


    Als ich den fertigen Artikel las, war ich fassungslos, ich sah, dass all meine Informationen verworfen und ersetzt worden waren mit genau den Mythen, die sie meinem Rat folgend hätten vermeiden sollen. Ich warnte die Mitarbeiter wegen der Ungenauigkeiten, aber meine Emails wurden einfach nicht beantwortet. Die gleichen Ungenauigkeiten erschienen in jedem einzelnen Artikel, den ich über den Selbstmord las.


    Die gleiche einseitige Berichterstattung manifestierte sich im Monat darauf, als Jacksons FBI-Akten veröffentlicht wurden. Auf mehr als 300 Seiten Informationen gab es nicht einen einzigen belastenden Beweis- aber so sagten es die Medien nicht." (Charles Thompson in The Huffington Post)


    Die von Mr. Thompson oben beschriebenen Ereignisse fanden nach dem Tod von Mr. Jackson statt, es zeigt, dass gewissenhafte und objektive Reporter sich wünschen, die Wahrheit zu berichten, aber Herausgeber und Verantwortliche schreiben ihre Storys um, um sie ihrer eigenen Absicht anzupassen und ihr den Vorrang zu geben.


    Aphrodite Jones, Bestsellerautorin von wahren Kriminalfällen und Autorin einer Sammlung von Strafprozessen erzählt eine ähnliche Geschichte von einseitiger Berichterstattung der Medienwelt auf unterstem Niveau. Eine, wie sie selbst sagt, "frühere fanatische Klatsch-Reporterin", traf bei den Verhandlungen einen Michael Jackson , der ganz anders war als der Mann, wie er von ihren Kollegen ständig porträtiert wurde. Erstaunt über die Unstimmigkeiten zwischen der öffentlichen Meinung und den von ihr miterlebten Ereignissen, die sich im Gerichtssaal abspielten, entschied sie, in die Gerichtsakten zu sehen und ein Buch zu schreiben, das auf den Tatsachen des Falls basiert. Kein Verleger war an einem entlastenden Buch über Michael Jackson interessiert; sie war gezwungen, das Buch selbst zu verlegen. Ihre Abrechnung mit der einseitigen Berichterstattung der Medien kann man in dem Buch "Michael Jackson Conspiracy“ finden.


    Nachdem Ms. Jones ihren Klatsch-Presse geprägten Blick überdacht hatte, war sie beeindruckt von Michael Jacksons Verhalten. Sie sah kein merkwürdiges Benehmen oder komisches Auftreten, als sie im Presse-Bereich während der Verhandlung saß. Sie beschreibt einen ruhigen, gut gekleideten, würdevollen Mann, der stoisch eindeutigen Spott von Teilen der Medien innerhalb des Gerichtssaals erträgt, offene Böswilligkeiten von Zeugen und der Staatsanwaltschaft und heimtückische Bespöttelung der Medienhorden außerhalb des Gerichts.


    Reumütig, dass auch sie eine Rolle dabei gespielt hat, die Karikatur zu errichten und Mr. Jackson zu schädigen, hatte Ms. Jones das Gefühl, die amerikanische Öffentlichkeit verdiene die Wahrheit.


    Ohne ihre Gewissenhaftigkeit, ihre Sorgfalt und ihr Mitgefühl für den angeschlagenen und belagerten Beklagten und ihren Sinn für Fair Play im Journalismus, wüsste die Öffentlichkeit heute noch nichts von den Fakten, die zu dem in allen Bereichen gemeinsamen "Nicht schuldig“-Spruch der Geschworenen in Santa Maria geführt


    haben. Tom Mesereau, der Verteidiger, wirkte am Vorwort zu „Conspiracy“ mit.


    Ein seriöses legales Verfahren, das das Leben, die Arbeit und die Gefahr für den Ruf eines Mannes vermitteln sollte, verwandelte sich in einen Zirkus. Das Verfahren endete mit 14 Mal "Nicht schuldig“. Die Medien-Horde verharrte fassungslos in Stille. Anstatt zu untersuchen, wie es zu dem Urteil der vollständigen Entlastung des Angeklagten gekommen war und was das bedeutete, ignorierten sie fast einstimmig die Ausgang des Verfahrens und machten einfach weiter damit, Mr. Michael Jackson für den Rest seines Lebens zu verteufeln mit Benennungen wie "Perverser“, "Verbrecher“ und "Pädophiler“.


    Es schien niemandem aufzufallen, dass 14 Anklagepunkte abgewiesen worden waren; alle 14 Punkte!!!


    Viele, einschließlich Tom Mesereau fragten sich, ob die Verhandlung überhaupt gerechtfertigt war, die auf Beweisen und Zeugenaussagen, die von der Jury präsentiert worden waren, beruhte.


    Das abschreckende Beispiel hier liegt in der lebhaften Nachfrage der Öffentlichkeit nach Verurteilung. Diese wurde genährt durch veröffentlichte Berichte von einer Industrie, dessen einzige Treuepflicht, nach eigener Aussage, die Gier und die Anhäufung von Profit ist auf Kosten von Menschen, der Wahrheit, der


    Gerechtigkeit und der Bürgerrechte von Einzelpersonen, die in die Öffentlichkeit gedrängt werden durch ihr Talent, ihren Ruhm oder öffentliche Ämter.


    Wir sind daran gewöhnt, Journalismus als einen ethischen Beruf anzusehen, wir vertrauen darauf, dass von unseren Reportern und Verantwortlichen des Fernsehens geprüft wird, ob die Quellen, die sie nutzen, nicht möglicherweise "eigennützige Zwecke verfolgen“, dass Anklagen sorgfältig auf mögliche erpresserische Motive untersucht werden und dass das, was wir sehen und lesen penibel genau untersucht wurde und vor Veröffentlichung auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft wurde.


    Wie in dieser Fallstudie gezeigt, ist diesen Vertrauen unangebracht. Die Zerstörung einzigartigen und unersetzlichen menschlichen Lebens durch die Presse, die Stifte benutzt, "die mächtiger sind als Schwerter“ - und genau so tief schneiden - ist inakzeptabel in einer demokratischen Gesellschaft.


    Obwohl seine Unschuld vor Gericht bewiesen wurde, musste Mr. Jackson weitere 4 Jahre die Last von falschen Beschuldigungen ertragen, obwohl es ganz klar eine Verletzung seiner Grundrechte war. Nur wenige Stimmen erhoben Einspruch. Selbst nach seinem Tod wird der Name Michael Jackson nur selten erwähnt ohne die Straftat, derer er freigesprochen worden war; seine vollständige Entlastung wird nahezu weltweit ignoriert. Bei Mr. Jackson wurde die Unschuldsannahme niemals beobachtet; seine faktische Unschuld wird selbst jetzt noch in Zweifel gezogen. Jede Erwähnung der unbewiesenen Anschuldigungen ist nur wieder eine weitere Verletzung seiner Grundrechte. Das Recht der amerikanischen Öffentlichkeit, die Tatsachen geliefert zu bekommen


    und sich daraufhin eine eigene Meinung zu bilden, wurde unverhohlen vereitelt unter dem Deckmantel der "Pressefreiheit“.


    Michael Jacksons älterer Bruder, der regelmäßig neben ihm saß, als er den Prozess ertragen musste, sagte, dass er sehen konnte, wie während der fünfmonatigen Qual langsam das Leuchten in den Augen seines Bruders erlosch. In einem Interview, das nach Mr. Jacksons Tod geführt wurde, meinte Mr. Mesereau, dass der Schaden, der Michael Jacksons Seele während der endlosen Tage vor Gericht zugefügt wurde, nicht abgeschätzt werden könne, aber er war nach seiner Einschätzung "wahrscheinlich sehr groß“.


    Michael Jackson war ein globaler Menschenfreund und Wohltäter, der sehr deutlich Ungerechtigkeiten empfand, die anderen zugefügt wurden; er spürte die Vorurteile der Welt ihm gegenüber genauso stark. Er wird von vielen als der größte Entertainer angesehen, der je gelebt hat. Seine Beiträge zu sozialer und ökologischer Achtsamkeit, zur Musik und zum Film sind zahlreich. Er ist eine Ikone eingewebt in den Gobelin des 20. Jahrhunderts. Aber kennen wir die ganze Geschichte?


    Was wir aus dieser Fallstudie mitnehmen können ist folgendes: Sehr mächtige Herausgeber von


    Zeitungen und Verantwortliche von Fernsehsendern entscheiden, was wir, die Öffentlichkeit, sehen und lesen werden.


    Ihre Berichte über die Zielperson Michael Jackson zogen gezielt das meiste seines Lebens ins Lächerliche, es gab Anschuldigungen und Charaktermord anstatt richtiger Informationen. Unser vielgepriesener demokratischer Prozess liegt in der stählernen Faust der Medien. Wie genau kennen wir die Wahrheit?


    Und wie viel Wahrheit dürfen wir überhaupt wissen über Dinge von politischer und sozialer Relevanz? Sind wir Konsumenten von verantwortungsbewussten Medien?


    Ihr seid die Öffentlichkeit. Ihr entscheidet.über Schlußfolgerungen.


    Michael Jackson schrieb, komponierte, sang und performte die "wunderbarste Musik der Popgeschichte“, nach Sir Bob Geldoff, der ihm bei den Brit-Awards im Jahr 2000 einen Preis überreichte. Bob Geldoff sagte auch: “Wenn Michael Jackson singt, tut er das mit Engelsstimme und wenn er seine Füße bewegt, kannst du Gott tanzen sehen“. Das Guinness-Buch der Rekorde führt Mr. Jackson, zusätzlich zu seinen musikalischen Errungenschaften, als den "großzügigsten Entertainer“, der während seines Lebens mindestens 39 verschiedene karitative und humanitäre Projekte unterstützte und der mehr als 300 Millionen Dollar spendete, die an mehrere Krankenhäuser, arme, kranke Kinder in jedem Land, in dem er sich aufhielt und an Hilfslieferungen ins kriegsgeschundene Sarajevo, gingen. Während der 15 Jahre auf Neverland öffnete er Tausenden von Kindern sein Heim, deren Leben durch Blindheit, Krankheit, Benachteiligung oder Gewalt beeinträchtigt war. Er verschrieb seine Stimme und sein Talent Songs zu schreiben, einer guten Sache.


    Das berühmteste aber nicht einzige Beispiel dafür war "We are the World“. Sein musikalischer Beitrag (ob nun Aufnahmen, Kurzfilme oder Live-Performances) strotzten nur so von Hoffnung, Heilung und Einheit der Menschen. Um es mit den Worten von Travis Payne, dem Choreographen und Mitarbeiter des totgeborenen Konzerts "This is it“ zu sagen: „Seine Musik sprach immer von Menschlichkeit“.


    Michael Jackson war und wird immer ein "globaler Anfeuerer sein“, der uns daran erinnert, wer wir


    sind und dass wir die Macht innehaben, die Welt zu heilen Ein lebendiges Beispiel dafür, dass wir unsere Träume leben müssen und uns von niemandem von unseren Zielen abbringen lassen dürfen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben seine Botschaft gehört und angenommen. Michael Jacksons entschlossene Stärke und Mut angesichts der harten Umstände inspirierten zahllose andere, sich den Hindernissen in ihrem eigenen Leben zuzuwenden. Er stand wie ein Fels eingebettet in der Erdkruste, verkörperte Liebe und Mitgefühl für jene, die weniger begünstigt waren, auch wenn diese Liebe massiv missverstanden und verdreht wurde. Mr. Jackson Geschenk an die Welt, das durch harte Arbeit und nicht enden wollende Treue zu vorzüglicher Leistung entstand, beinhaltet einen wertvollen Beweis seines Erbes. Wie in der Dokumentation seines letzten Projekts gezeigt wurde, blieb er ein bescheidener, liebenswürdiger, leise sprechender, höflicher Mann, auch wenn er von


    unfassbarem Reichtum, Ruhm und ungebremstem Argwohn umgeben war.


    Mr. Jacksons Stimmtrainer Seth Riggs, der 30 Jahre für ihn gearbeitet hatte, sprach über seinen Schüler erst, als dieser 2009 gestorben war. Er lobte seine Arbeit, seine perfektionistische Natur, und seine Hingabe zu exzellenter Leistung, Mr. Riggs drückte seine Dankbarkeit darüber aus, dass er zu Mr. Jacksons "Genie“


    beitragen durfte. In Wirklichkeit hatte niemand, der Michael Jackson kannte oder mit ihm arbeitete, sei es im Aufnahmestudio, bei Konzertproben, am Filmset oder bei humanitären Bemühungen, etwas Schlechtes über diese Begegnungen zu sagen. Alle berichteten über seine Bescheidenheit, seinen Professionalismus, seine Achtsamkeit, seine Intelligenz, sein Talent, seine Liebenswürdigkeit, seinen Edelmut und seine "übertriebene Großzügigkeit“, wie seine Freundin Elisabeth Taylor bei Oprah Winfrey 1993 erzählte.


    Mr. Jackson wurde von Kollegen und Vertrauten beschrieben als "ein Engel, der auf der Erde wandelt“,


    "eine liebenswerte Seele“, "eine schöne Seele“, "ein absoluter Schatz“, "ein sehr aufgeschlossener Mensch“,


    "der am wenigsten seltsame Mensch, den ich je kennengelernt habe“ und "die süßeste Person, die ich je in meinem Leben getroffen habe“.


    Diese Worte von den Menschen, die ihn am besten gekannt haben, heben sich scharf von der Witzblattfigur der Medien ab, die ihn überhaupt nicht gekannt haben. Nur traurig, dass es nicht das ist, woran sich die meisten Menschen erinnern.


    Dies ist nicht nur ein Fall von Gewalt durch Worte; dies ist ein Fall von erbarmungsloser, um sich greifender Gewalt durch Worte. Dieser Angriff auf ein Menschenleben, und im Besonderen auf die letzten 10 Jahre dieses Lebens, ist geeignet post-traumatischen Stress und Schlaflosigkeit hervorzurufen, die letztendlich zum verfrühten Tod von Michael Jackson geführt haben.


    Das Eindringen der Medien und das völlige Fehlen von Respekt vor der Wahrheit und dem Anstand, spielten eine große Rolle in der Zerstörung von Ansehen, einer Karriere und eines Lebens. Dies gepaart mit einer offiziellen Strafverfolgung, die Verhandlungsprotokolle und Gerechtigkeit ignorierte, während sie


    Engstirnigkeit und persönliche Blutrache beherbergte, und ein Arzt, der sorglos Medikamente spritzte, die außerhalb seiner Kompetenz lagen, all diese Bedingungen waren dem Überleben des Patienten nicht zuträglich.


    Und somit stellte sich für Michael Jacksons Tod nur die Frage "Wann“, nicht "ob“. Alle Beteiligten sind schuldig.


    Original Artikel: Case Study - The Caricature by Jan Carlson, Voices, education Project


    Quelle: Martina van der Linden & JAM-FC

  • Wow, ein wirklich sehr bewegender Artikel, der den Umgang mit Michael und die Machenschaften der (Regenbogen-)Presse wirklich absolut auf den Punkt bringt!


    Die Presse ist genauso schuldig an Michaels Tod, wie all die Ärzte und Leute, die ihn nur aus Habgier verklagten. Es ist wirklich schrecklich, nocheinmal zu lesen, welche Ungerechtigkeit Michael fast sein ganzes Leben zuteil wurde und wie er es nie wirklich schaffte, dieses falsche und verzerrte Bild über sich abzulegen. Selbst jetzt, nach all den Beweisen aus der Autopsie, FBI-Akten usw. gibt es Menschen, die es einfach nicht glauben wollen! :never


    Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man als eigentlich offener und demokratisch denkender Mensch seine eigenen Menschenverstand einfach so ausschalten kann und sich seine "Meinung" von der geifernden Presse vorgeben lässt. Wie kann man nur so verbohrt sein!? Und das Schlimme ist ja, dass es bei Michael wirklich am schlimmsten war/ist. Bei Michael wurde jede noch so haarsträubende Story als Wahrheit hingenommen, weil es bei Michael ja logisch erschien. :rolleyes


    Es ist wirklich eine sehr große Schande, was mit diesem liebevollen Menschen gemacht wurde und dass sich die Presse nun einfach so davon stiehlt, als sei nichts gewesen! :negativ


    Und auch unsere Gesellschaft trifft mMn eine große Schuld. Es sagt doch recht viel über diese aus, wenn jemand, der feinfühlig ist und eine reine Seele besitzt und alles tut, um anderen zu helfen, als "Freak" niedergemacht wird.


    Wir brauchen wahrlich dringend solche Menschen - und was tun wir? Wir diffamieren ihn, wo es nur geht und lassen ihn als gebrochenen Mann zurück. :sad


    Es scheint fast so, als wäre uns ein Mensch wie Michael mit solch einem Maß an Nächstenliebe, Verständnis und Respekt fast schon ZU suspekt, um wirklich "normal" zu sein und um ihn dadurch normal behandeln zu können...


    Ich weiß natürlich, dass Michael auch "nur" ein Mensch war, aber in manchen Punkten muss ich irgendwie doch an eine Zeit vor ca. 2000 Jahren denken...

  • ...ich stell den Artikel mal hier rein..


    ..:grübel...der Autor schreibt wohl gern satirisch... geht zumindest aus einem der Kommentare hervor.. aber mir ist die Satire hier noch nicht so richtig aufgegangen..




    Ein spiritueller Pop-Himmel


    Um den verstorbenen »Pop-Märchenkönig« Michael Jackson bildet sich ein Kult, der weit über die übliche Star-Verehrung hinausgeht. Vieles deutet darauf hin, dass sich Künstler selbst als spiritueller Meister und Welt-Prophet verstand. Befinden wir uns in der Gründungsphase einer neuen Religion?


    »Der beste Beweis dafür, dass es Religion nicht gibt, ist es, eine zu gründen.« Ein rätselhafter Satz aus Peter Sloterdijks neuem Buch »Du musst dein Leben ändern«. Gemeint ist wahrscheinlich folgendes: Wer selbst an der Entstehung eines neuen Kults beteiligt ist, verliert viel von der Ehrfurcht, die man älteren, durch die historische Ferne verklärten Religionen allgemein entgegen bringt. Er kann all die Übertreibungen, die Geschichtsfälschungen und Mythenbildungen hautnah beobachten. Wenn eine neue Religion im Entstehen ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Man kann dabei viel lernen auch über traditionelle Religionen.


    Derzeit können wir wieder die Entstehung eines Kults beobachten: jenes um Tod und Verklärung Michael Jacksons. In unserer Generation sind erst zwei quasi-religiöse Kulte von globalem Format entstanden. Der eine drehte sich um Michaels »Vorgänger«, den 1977 verstorbenen Elvis Presley. Als zweites ist natürlich der Rummel um die 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommene Prinzessin Diana zu nennen. Elvis ehemalige Wohnanlage »Graceland« wurde bald nach seinem Tod zur Pilgerstätte. Es gründete sich (im Ernst!) eine »Church of Elvis«, und immer wieder kam es zu geheimnisvollen »Elvis-Sichtungen. Der King sei noch am Leben und untergetaucht, hieß es. Auf Prinzessin Diana wurden gar Eigenschaften der »Mutter Gottes« projiziert. Man betete zu ihr, es gab Meldungen über Wunder, und der Christa Falk-Verlag publizierte ein Buch über Botschaften Dianas aus dem Jenseits: »Green Hill. Gespräche mit der Königin des Herzens«.


    Mordgerüchte, die nie verstummen
    Alles spricht dafür, dass im Zusammenhang mit Michael Jackson ähnliche Phänomene auftreten werden. Vielleicht sogar »schlimmere«, denn Michael ist rätselhafter als Elvis, ein »Ludwig II.« für eine globale Verehrergemeinde. Von dem Bayerischen König und Erbauer von Neuschwanstein ist der Satz überliefert: »Ein ewig Rätsel will ich blieben mir und andren.« Offenbar waren beide Menschen, die nicht so recht in diese banale Welt zu passen schiene. Dafür, dass auch der Pop-Märchenkönig aus Indiana (USA) für immer ein Rätsel bleiben wird, sind die Weichen optimal gestellt. Mordgerüchte, die weder jemals bestätigt werden, noch ganz zum Verstummen kommen, sind der Entstehung eines solchen Mythos eher zuträglich.


    Im Gegensatz zu einem James Dean oder George Harrison, bei denen sich der Kult ohne Absicht als unvermeidlicher Nebeneffekt ihrer Popularität einstellte, hat Jackson seinen eigenen Mythos bewusst genährt. In seinem Werk legte er vielfache Spuren gelegt, auf die sich die globale Trauergemeinde berufen kann. Schon zeichnen sich Umrisse einer »spirituellen Lehre« ab, die einem neuen Katechismus des Jacksontums als Vorlage dienen könnten. Heilt die Welt, macht aus ihr einen besseren Ort gehört natürlich zu den Kernstücken. Die ökologische Botschaft »Was haben wir dieser Erde angetan? Könnt ihr sie nicht schreien hören? Ein flammendes Plädoyer gegen den Rassismus: »Wenn du fühlst, dass du mein Bruder bist, ist es egal ob du schwarz bist oder weiß.« Und natürlich das Mantra des US-amerikanischen Mentalstrainings: »Wenn du Veränderung willst, beginne damit bei dir selbst.« Einseitig verstanden, bewirkt die Botschaft aus »Man in the Mirror«, dass es zwar viele Therapie-Kunden, jedoch nur wenige Revolutionäre gibt. Vielleicht wird das Lied deshalb so gern zitiert.



    Michael Jackson auf der Bühne
    Als Jacksons Requiem, das natürlich auch bei seiner Trauerfeier zu hören war, eignet sich »Gone too soon«, populäre Version der Totenklage über den verstorbenen Christus. Und nicht zu vergessen natürlich Michaels Botschaft an die Hinterbliebenen: »Du bist nicht allein. Ich bin hier bei dir«. Selbst realistische Fernsehdokumentationen setzen You are not alone in diesem zweideutigen Sinn ein: Der große Verstorbene spendet Trost aus dem Jenseits. »Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Zur fleißigen Selbststilisierung des Künstlers kommt natürlich eine schier unerschöpfliche Bereitschaft der Fans, jede Äußerung des Meisters als bedeutend zu verstehen. Sogar wenn Jackson auf seiner letzten CD singt: »I want my privacy dahh! yeah, yeah«, wird dies von Bewunderern als mutige Selbstenthüllung und subtile Medienkritik gedeutet werden. Realistisch betrachtet ist die Ausbeute an »engagierten Aussagen bei Michael Jackson eher dünn jedenfalls verglichen mit wirklich großen Textern wie Bob Dylan, John Lennon oder Reinhard Mey.


    Jacksons Stärke lag eindeutig auf dem Gebiet der Musik, und da vor allem bei den rhythmischen Liedern. Wenn man die Lieder noch einmal auf sich wirken lässt, zweifelt man eher daran, dass sich ihr Schöpfer zum Propheten von Liebe, Frieden und Harmonie eignet. Eher erscheint er als der König der musikalischen Aggression. Jackson überhöhte seine Atemgeräusche zur Kunstform, gefiel sich in übererregtem Schreigesang und hektischen Gesten, die offenbar auf erotische Selbst- und Fremdstimulation abzielten. Genau genommen verkörperte er damit das Gegenteil eines »weisen, gleichmütigen Buddha«. Eher war Michael Jackson der Protagonist einer nachmodernen Überregungskultur, die nach Stimulation durch immer stärkere Reize verlangt, nach Thrill. Für mein Gefühl spiegelt diese Musik nicht so sehr die »Erlösung«, nach der unser Planet verlangt, sondern eher das, was der Erlösung bedarf: die hyperaktive Nervosität und Getriebenheit der Epoche.


    »Ich liebe euch vom Grunde meines Herzens«
    Trotzdem scheint die Weltbeglückungsmission in »Heal the World«, die in allen Interviews durchscheinende sanfte Scheu des Menschen Michael Jackson nicht nur Pose gewesen zu sein. Es scheint diese zwei Gesichter gehabt zu haben, und sie machen einen Teil seiner Faszination aus. »Ich liebe euch vom Grunde meines Herzens« hauchte er in die Mikrophone gehaucht hat, und ließ anschließend bei »Dirty Diana« die Sau raus. Vielleicht war dies nicht die schlechteste Art, seinen Schatten zu bearbeiten, der riesengroß gewesen sein muss misst man ihn an der Größe des Lichts, das der Pop-Prophet über die Welt ergießen wollte. Zweifellos nahm der Schöpfer von »Thriller« nicht nur in Kauf, von seinen Fans als Guru verehrt zu werden; er legte es darauf an. Seine priesterliche Funktion erfüllte aber am Wirksamsten in der Art eines tanzenden Schamanen. Als solcher führte er seine Schutzbefohlenen durch Tanz und Rhythmus in eine Art Trance und ermöglichte ihnen so die Erfahrung einer quasi-religiösen Ekstase. Selbst wenn man kein passionierter Jackson-Devotee ist, kann man beim Anschauen seiner Konzert-Clips eine Ahnung davon erhaschen.


    Von Reinhard Mey gibt es ein schönes Lied, in dem es heißt: »Da lob ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht, von nem richtigen Menschen mit dem Kopf erdacht«. Michael Jackson wollte nie im Sinne Meys nur ein richtiger Mensch sein, der handgemachte Musik spielte. Er legte es von Anfang an darauf an, perfekt zu sein mehr als nur menschlich. Er erfand einen Tanz, dessen Schweben Dynamik fast nicht mehr als menschenmöglich erschien. Er sang mit einer Stimme, die unnatürlich hoch und beweglich erschien. Er ließ sein Gesicht modellieren, bis er aussah, wie noch nie ein Mensch auf dieser Erde ausgesehen hatte. Er war der »Rock n Roll-Übermensch« (wie es in einem Lied der Band »Ärzte« heißt). Das innere Bild, das er von sich entwarf - jenes eines »weißen Ritters« mit den Augen einer schönen Frau versuchte er notfalls mit Gewalt frei zu legen, durch Misshandlung seines sympathischen ursprünglichen Gesichts.


    Seine paradoxe Botschaft an die Welt lautet: »Schaut alle her, ich bin menschenscheu«
    Stets versuchte er, sich mit den ganz großen Namen in Verbindung zu bringen: Santana, Chaplin, Spielberg, Elisabeth Taylor, Naomi Campbell, Marlon Brando, Martin Luther King, Prinzessin Diana & Mit Paul McCartney hatte er für zwei Lieder zusammengearbeitet. Und wer die Tochter des King heiratet, was kann der anderes sein als dessen Kronprinz, der designierte Nachfolger? Fast scheint es, als habe er mit Lisa Marie Presley die Zeugung eines Kindes von höchstem Pop-Adel konzipiert, doch dies bleibt Spekulation. Unstreitig ist, dass kaum jemand hat es mit solcher Konsequenz angestrebt hat, als »der Größte zu gelten. Der scheue, zurückhaltende Michael, das ist nur die halbe Wahrheit. Seine paradoxe Botschaft an die Welt lautet: »Schaut alle her, ich bin menschenscheu«. Unvergesslich ist für mich sein monumentaler Trailer zum Album »History«, in dem eine monströse Jackson-Statue enthüllt wird, vom Scheinwerferlicht aus Hubschraubern angestrahlt, von tausenden bejubelt. Wie ist einer drauf, der solche Clips von sich drehen lässt?


    Der einsamste Mensch der Welt
    Solche Widersprüche gibt es viele. So wird Jackson hartnäckig als »einsamster Mensch der Welt« geschildert, obwohl er, wie eigentlich jeder wusste, aus einer liebenden Großfamilie stammte und mit drei Kindern zusammen lebte. Er wird geschildert als der unglückliche Prinz im goldenen Käfig. Aber ist es nicht wahrscheinlich, dass es im Leben Jacksons auch viel Freude gab die offensichtlichen Ekstasen auf der Bühne, die Lust am Kaufen und am Ausleben jeder noch so kindlichen Fantasie, die Liebe und Verehrung der Fans & Warum diese Fixierung auf den Schmerzensmann? Wie bei allen Berichten über unglückliche Reiche und Exzentriker lautet die damit verbundene Botschaft: »Seht ihr, reich und berühmt zu sein, macht auch nicht glücklich, also seid zufrieden mit eurem kleinen Leben. Versucht nicht erst, etwas Besonderes aus euch zu machen. Ihr seht ja, wo das endet.« Ein weiteres Klischee ist das von Jackson als großem Wohltäter. Es ist gut dokumentiert, dass der »Heal the World«-Prophet der in einer Luxus-Shopping-Meile an einem Tag mehrere Vasen im Wert von einer Viertel Million Dollar und weitere teure Stücke erstand. Es wäre kaum ein besseres Beispiel denkbar für die Absurdität übermäßigen Reichtums und auch für den Hang vieler reicher Menschen zu Selbsttäuschung.


    Zur Verklärung des Michael Jackson gehört natürlich auch eine Art Passionsgeschichte. Und es gibt Bösewichter, die in seine Vita Eingang gefunden haben wie Pilatus ins Credo. Der harte Vater Joseph Jackson z.B. oder der Staatsanwalt Tom Sneddon, der ihn wegen Kindesmissbrauchs verfolgte. Zu den dunklen Mächten im Leben des Propheten gehören aber auch die Presse, die ihn in den Schmutz zog, letztlich alle, die ihn nicht verstanden und an ihn geglaubt haben. Der Mythos, der sich jetzt zu bilden beginnt, trägt den Namen: »Siehe, das Licht kam in die Finsternis, und die Finsternis hats nicht erkannt«. Michael, Josephs Sohn, hat an vielen Stellen in seinem Werk Spuren hinterlassen, die ihn in die Nähe von Jesus Christus rücken. So heißt es in »Bad: »Du wirfst mit Steinen« und »Wenn es dir nicht gefällt, was ich sage, wieso schlägst du mir dann ins Gesicht. (Jesus sagte: »Habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich?«). Jackson ließ sich auffallend oft in der Kreuzigungsstellung ablichten, mit weit ausgebreiteten Armen. Im Video zu »They dont care about us« wird die große Jesus-Statue am Zuckerhut von Rio eingeblendet, bevor die Kamera hinunter in die Slums blendet, wo Jackson als tanzender Befreier auftritt.


    Engel und Außerirdischer
    Andere Posen Jacksons sind die des Engels (in einem Video zu »You are not alone« ist er mit Engelsflügeln zu sehen) und die des Außerirdischen. Bei einem Bühneauftritt trat er mit Silbernen Raumanzug aus einem Ufo, dessen Anflug zuvor in einem Film gezeigt wurde. »Mein Reich ist nicht von dieser Welt«, scheint dieser Auftritt sagen zu wollen. Und: »Ich bring euch gute, neue Mär«. Ferner war Michael Jackson der Gralsritter, als der er sich auf einem Tryptichon aus seiner Neverland-Ranch darstellen ließ. Michael in Heldenpose in goldener Rüstung, Michael, der den Ritterschlag erhält. Michael, der zum König gekrönt wird. Dazu ein Gedicht, das als Ausspruch des Popstars ausgegeben wird, aber in Wahrheit ein Beinahe-Plagiat der hinduistischen Bhagavad Gita ist: »Ich bin der Denker, das Denken und der Gedanke. Ich bin der Sucher, die Suche und das Gesuchte. Ich bin der Tautropfen, die Sonne, Sturm &« Hier spricht Gott selbst in seiner persönlichen Erscheinungsform als Michael Jackson, der an die Stelle Krishnas tritt. Auch das Design, das Jackson seinem Gesicht verpasst hat, ist scheinbar an Darstellungen von Gott-Krisna in der Hindu-Kunst angelehnt: Schmale Nase, ausdrucksvolle weibliche Augen, langes, schwarzes Haar.


    Aber ist die Behauptung, dass eine Michael Jackson-Religion im Entstehen sei, nicht übertrieben? Sicher befinden wir uns in einem Frühstadium der Entwicklung, und niemand kann die Zukunft vorhersagen. Dass Popstars kultisch verehrt werden, ist auch nichts Neues. Aber verglichen mit kreischenden Teenies, die man bei jedem Konzert von Tokyo Hotel finden kann, haben wir es hier doch mit einer ganz anderen Dimension zu tun. Zu einer formalen Heiligsprechung wird es kaum jemals kommen, seine inoffizielle Seligsprechung ist jedoch längst im Gange. Viele der Redner auf seiner Trauerveranstaltungen orteten den Verstorbenen bereits im Himmel, wo er auf seine lieben Hinterbliebenen herabblickt. Stevie Wonder spekulierte sogar, dass Gott Michael zu sich geholt habe, weil er ihn dringend bräuchte. (Wohl gemerkt: Gott braucht Michael, nicht umgekehrt).



    Michael Jackson war ein spiritueller Mensch
    Unterstützung erhält eine zu gründende Jackson-Religion auch aus der Ecke der Hardcore-Esoterik. So wird in einem Channeling der angeblichen außerirdischen Wesenheit Kryon verkündet: »Steckt nicht vielleicht ein großes Wesen hinter diesem doch sehr verrückt erscheinenden Menschen Michael Jackson? Welche Energie hat diese Massen zum Jubeln gebracht? Welche Kraft hat diesem doch sehr zarten menschlichen Wesen solche kraftzehrenden Dinge tun lassen? Welche Göttliche Energie hat durch ihn die Herzen der Menschen in Ekstase gehoben? Ich darf dir versichern, es war eine der ganz großen Seelen.« Wenn die Engel selbst Michael als einen der ihren annehmen, wie können wir Irdischen da noch zweifeln?


    Sicher ist, dass Michael Jackson ein spiritueller Mensch und gern in Begleitung anderer Esoteriker war. Uri Geller, der mit Jackson befreundet war, gab in einem Boulevard-Magazin zu Protokoll: Ich bin fest davon überzeugt, dass er im Himmel ist. Als wir über das Leben nach dem Tod sprachen, sagte Michael, er glaube daran, dass unsere Seele unzerstörbar ist. Irgendwo im Jenseits leuchtet Michaels Stern in all seiner Brillanz zwischen denen von Elvis Presley, John Lennon und Frank Sinatra.« Sogar Michaels energetische Spur will der für seine PSI-Kräfte bekannte Fernsehmoderator wahrgenommen haben: »Wenn ich heute an der Stelle in meinem Haus bin, wo er war, oder dort sitze, wo er saß, dann fühle ich immer noch etwas, eine Kraft.«


    »Michael ist ein Engel, den Gott uns gesandt hat ..., um uns die Augen zu öffnen und uns die Gelegenheit zu geben, uns zu ändern und diese Planeten zu heilen.«
    Solche Zeugnisse findet man im Internet zuhauf, wenn auch meist von weniger prominenten Jüngern. Der Kommentator eines Jackson-Videos auf youtube schrieb: »Michael ist ein Engel, den Gott uns gesandt hat ..., um uns die Augen zu öffnen und uns die Gelegenheit zu geben, uns zu ändern und diese Planeten zu heilen. Die Zeit ist gekommen, Gottes Planeten zu heilen.« Können wir denn ausschließen, dass Jackson ein Erwählter war, ein Erleuchteter? Niemand kann in einen anderen Menschen hineinschauen. Wenn Michael Jackson so häufig Liebe empfunden hat, wie er den Satz »I love you« sagte, musste er die seltene Fähigkeit zu universeller Liebe verwirklicht haben.


    Fest steht auch, dass es von ihm Äußerungen gibt, die darauf hindeuten, dass er Erleuchtungserfahrungen hatte (zumindest aber nach außen diesen Eindruck erwecken wollte). Besonders reich an spirituellen Texten ist Michael Jacksons Gedichtband »Dancing the Dream«, wo er schreibt: »Meine Lieder und Tänze sind die Konturen, die Gott betreten und füllen kann. Ich sorge für die Form; Sie füllt die Süße hinein. ... Der süßeste Kontakt mit Gott hat für mich jedoch keine Form. Ich schließe meine Augen, schau nach innen, und betrete eine tiefe sanfte Stille. Die Unendlichkeit von Gottes Schöpfung umarmt mich. Wir sind eins.« Zum Prozess der Inspiration schrieb der Künstler: »Das Geheimnis, ein wunderbarer Schreiber zu sein, besteht darin, nicht zu schreiben. Du trittst einfach beiseite und schaffst Raum, damit Gott eintreten kann. Und im Lied »Cry« aus Jacksons letzter CD Invincible heißt es: »Und wenn alles ruft, werde ich auf alle eure Gebete antworten.«


    Ich will den Jackson-Kult mit diesen Zitaten nicht anheizen, ihn nur beschreiben. Andererseits will ich keinem Gläubigen seinen Glauben ausreden. Ich bitte nur, zwei Dinge zu bedenken: Alles, was wir heute über Michael Jackson erfahren, ist einerseits dadurch geprägt, wie sich der Künstler selbst dargestellt hat, was er uns glauben machen wollte. Andererseits ist sein Bild in den Medien davon gefärbt, was der Vermarktungsindustrie nützt. Angesichts des bis in die jüngere Geschichte noch virulenten US-amerikanischen Rassismus, ist es verständlich, dass der größte schwarze Star auch noch in seiner gebleichten Form für die Bürgerrechtsbewegung reklamiert wird. In Wahrheit beweist das Beispiel Jacksons wie das von Rihanna oder Xavier Naidoo oder aber vor allem eines: »Wenn wir mit dir Profit machen können, ist es egal, ob du schwarz bist oder weiß.«


    Der Michael Jackson Kult | spiritualitaet-mystik | artikel - Connection AG


  • Das Video sieht mal sehr gut aus. Ist das was offizielles?? Was erwartet uns da?? Sieht zumindest vielversprechend aus.


    Videovorschau: [ame='http://www.youtube.com/watch?v=iRF_hxbs2Tw']

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    Quelle: Whatever Happens - Michael Jackson Carlos Santana

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