Ausführliches und sehr interessantes Interview mit Frank DiLeo

  • Er hat ihn ja darauf angesprochen, aber er wurde nun mal von Michael beruhigt. Und Mike ist nicht als Junkie oder an Unterernährung gestorben, sondern an dieser verdammten Überdosis Narkosemittel und fehlender Überwachung durch einen geldgeilen Dreckskerl!

    Mike und Dileo waren befreundet, aber Mike wußte nicht, dass Dileo 3 Herzinfarkte hatte! Freundschaften werden nun mal unterschiedlich gelebt. Trotzdem bin ich mir sicher das Dileo sich mehr als genug Gedanken macht, so wie vermutlich jeder der Mike wirklich nahestand, aber das er das nicht ausbreitet versteh ich...


    Genau das vermute ich auch.

  • Auch von mir vielen dank für deine Arbeit und Mühen Been Told.


    Ja Mike hat gerne Nachts Telefonate geführt und seine Ideen rausgelassen das ist nichts neues. Aber auch in der Nacht gab es die meisten Phasen wo ihm viel durch den Kopf gingen was nicht mir dem Buiz zu tun hat.
    Mit der Zeit wird es schwer da einen weg zu finden.
    Ich z.b schalfe seit Wochen nicht wirklich, habe zu viele Bewußte Träume, komme aber nicht in die Tiefschlafphase um wirklich zur ruhe zu kommen, ich kenne das sehr gut wenn du in der Nacht dann auch noch Impulse bekommst, sie nehmen andere Dimensionen an und in Mikes Kreativität waren noch soviele verschiedene Facetten vorhanden.
    Ich finde das Interview super, manche Fragen bleiben immer noch unbeantwortet, aber das werden sie immer bleiben denke ich, das warum. Der sie Beantworten kann lebt nicht mehr.
    Zum anderen sehe ich das auch so, Mike war ein Erwachsener Mann. Ich glaube nicht das DiLeo das hätte verhindern können.

    “In a world filled with hate, we must still dare to hope. In a world
    filled with anger, we must still dare to comfort. In a world filled with
    despair, we must still dare to dream. And in a world filled with
    distrust, we must still dare to believe.”


  • Kann mir mal jemand den widerspruch erklären?

  • Sicher nicht, aber Dileo versucht, uns glaubhaft zu machen, dass alles in bester Ordnung war und eines Tages Michael plötzlich tot war und keiner von irgendwas gewusst hätte. Und das glaube ich nicht!

  • Da ist Dileo ja nicht der einzige. Es ist Teil der ganzen Sony-Kampagne zum eigenen Nutzen die Legende zu erhalten vom fitten Michael der tragisch kurz vor einem weiteren kreativen Höhepunkt von uns gegangen ist...so werden sie ihn imagetechnisch noch lange präsentieren und noch viele CD´s verkaufen.

  • Kann mir mal jemand den widerspruch erklären?


    Ja, Frank DiLeo... ;) Ich kann's dir nicht erklären. Vielleicht hat er sich vertan oder er hat gelogen bei einem der beiden Punkte. Oder es war so, dass er zwei mal nach der Nummer fragte, weil es vielleicht das eine mal telefonisch gemacht wurde und er es niederschrieb. Und dann bei dem persönlichen Gespräch später, hatte er den Zettel nicht und fragte nochmal. Nur mal so als Beispiel.

  • Da ist Dileo ja nicht der einzige. Es ist Teil der ganzen Sony-Kampagne zum eigenen Nutzen die Legende zu erhalten vom fitten Michael der tragisch kurz vor einem weiteren kreativen Höhepunkt von uns gegangen ist...so werden sie ihn imagetechnisch noch lange präsentieren und noch viele CD´s verkaufen.


    ein bild, das leider oft bereitwillig aufgegriffen wird. es ist allerdings so, wie du gesagt hast: jemand, der sich propofol spritzen lässt, ist vieles, jedoch weder fit noch gesund. michael hatte an dem tag bereits valium, midazolam sowie lorazepam intus. das ist schon eine ganze menge an benzodiazepinen und trotzdem hat er nach mehr, nach härterem verlangt. so etwas tut man nicht, wenn man noch bei klarem verstand ist. murrays aufgabe wäre es gewesen dem entgegenzuwirken. es wäre weiterhin seine aufgabe gewesen zu sagen: michael, du kannst dich in diesem zustand unmöglich einem monatelangen dauerstress von gigantischem ausmaß aussetzen.


    was nun dileo betrifft... man sollte vorsichtig sein mit vorwürfen wie: er hätte etwas merken müssen. das sagt sich im nachhinein und aus der ferne immer sehr leicht. es weiß auch niemand, wie michael privat so drauf war. er hat ja weiterhin gesagt, dass er fast nie bei michael zu hause war und selbst wenn er es gewesen wäre, würde sich daraus auch noch nichts weiter ableiten lassen

  • ein bild, das leider oft bereitwillig aufgegriffen wird. es ist allerdings so, wie du gesagt hast: jemand, der sich propofol spritzen lässt, ist vieles, jedoch weder fit noch gesund. michael hatte an dem tag bereits valium, midazolam sowie lorazepam intus. das ist schon eine ganze menge an benzodiazepinen und trotzdem hat er nach mehr, nach härterem verlangt. so etwas tut man nicht, wenn man noch bei klarem verstand ist. murrays aufgabe wäre es gewesen dem entgegenzuwirken. es wäre weiterhin seine aufgabe gewesen zu sagen: michael, du kannst dich in diesem zustand unmöglich einem monatelangen dauerstress von gigantischem ausmaß aussetzen.


    Obwohl Dr. Murray hätte sich weigern müssen, obwohl er hätte versuchen müssen, MJ wieder gesund zu bekommen - MJ hätte ihn höchst wahrscheinlich gefeuert.
    Was für mich aber keine Entschuldigung für Dr. Murray ist, er hätte zumindest versuchen müssen, MJ zu helfen. Er hätte MJ notfalls anlügen müssen, von wegen: "Ja, ich hab Dir das Zeugs gespritzt, gegeben." und in Wirklichkeit wäre es etwas harmloses gewesen, Traubenzucker, Vitamine oder sonst was. Es war seine menschliche und ärtzliche Pflicht, MJ zu helfen, nicht ihn weiter kaputt zu machen.
    Ein Sucht spielt sich oft nicht nur im Körper, sondern auch im Kopf ab. Vielleicht, auch nur vielleicht, wäre MJ dann heute noch bei uns.


    was nun dileo betrifft... man sollte vorsichtig sein mit vorwürfen wie: er hätte etwas merken müssen. das sagt sich im nachhinein und aus der ferne immer sehr leicht. es weiß auch niemand, wie michael privat so drauf war. er hat ja weiterhin gesagt, dass er fast nie bei michael zu hause war und selbst wenn er es gewesen wäre, würde sich daraus auch noch nichts weiter ableiten lassen


    Da muß ich Lumpi leider Recht geben. Viel zu oft werden die Familie und Freunde von MJ beschuldigt, ihm nicht geholfen zu haben. Was ich von der Familie Jackson halten soll, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Meiner Meinung nach reden sie zu sehr nach MJs Mund, zitieren ihn mit Wörtern wie: "human" "love" etc. Ob die Familie Jackson möchte, das zumindest jetzt MJ erkannt wird oder obs geldmacherei ist, wer weiß das schon? Von seinen wahren Freunden weiss ich ebenfalls nichts, falls MJ überhaupt, außer Elizabeth Taylor, welche hatte (so traurig sich das auch anhört). Von daher kann ich nicht sagen, ob sie wirklich versucht haben, MJ zu helfen, falls sie überhaupt wirklich von seiner Krankheit wussten.


    Ich hab einen Onkel, der jahrelang alkoholkrank war und niemand hat es bemerkt, nicht mals seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister oder seine Eltern, obwohl der Kontakt eng war. Klar, es gab Veränderungen. Doch die hätten auch mit Streß im Job oder im Privatleben zu tun gehabt können.
    Selbst wenn es jemand sofort erkannt hätte: Einem Kranken/Abhängingen kann nun mal erst geholfen werden, wenn er sich selbst gegenüber eingesteht, das er Hilfe braucht, wenn er diese Hilfe auch selbst möchte.


    Ich wünsch mir einfach, dass der Tod von MJ so oder so zu 100 Prozent aufgeklärt wird. Es wird ihn zwar nicht zurück bringen, aber die endgültige Gewissheit wird vor allem seinen Kindern auf Dauer helfen.

  • Zum Thema "heile Welt vorspielen" - das hat Michael ja auch gemacht und das seit Jahren... Seine Vitiligo Sache hätte er nie erwähnt, wenn er sich nicht gezwungen gefühlt hätte. Seine Lungen-Sache hat er nie erwähnt, genauso wenig wie diverse andere Dinge.
    Michael wollte immer perfekt sein und ein solches Image haben.


    Dass es privat anders war, ist klar. Aber man sollte das eine nicht mit dem anderen verwechseln.

  • Ich glaube nicht, dass der Tod von Michael jemals richtig aufgeklärt werden wird, zuviel steht und stand auf dem Spiel. Die ganze Unterhaltungsbranche ist in mafiosenmanier aufgebaut, oder korrekter unterwandert worden. Das Buch "Hit Men" und "The Trials of MJ" sind sehr aufschlußreich und gut recherchiert. Das erste Buch klärt sehr gut auf wer und vor allem WIE Walter Yetnikoff, Larry Tisch, Clive Davis, David Geffen, Irving Azoff, Allan Grubman, FRANK DILEO, Thomas Wyman (um nur einige wenige Namen zu erwähnen) das Musikbusiness mit der Mafia teilte. Es geht um Drogen, Macht und sehr viele Schmiergelder.
    Walter Yetnikoff und Tommy Mottola, Dileo und Branca waren sehr eng zusammen. Walter Yetnikoff war sehr rachsüchtig und ziemlich krank im Kopf. Das Buch beruft sich auf Fakten die nachgewiesen sind.
    Michael Jackson befand sich in einem Vorort zur Hölle. kein Wunder, dass er sich so sehnlicht Unschuld und Frieden wünschte. Aber es war ein Wunder, dass er so erstaunlich rein blieb. Kein normaler Mensch kann diese Negativität auf Dauer standhalten, ich habe ganz große Achtung vor Michael, weil es ein unvorstellbar hässliche Welt war in der er aufwuchs und lebte.


    Es gibt auch deutliche Querverbindungen zu dem ekligen Anwalt Rothman... und schon nähern wir uns dem kleinen Bauer in einem großen Schachspiel, Evan Chandler, der sich angeblich selbst umgebracht haben soll.

  • Zum Thema "heile Welt vorspielen" - das hat Michael ja auch gemacht und das seit Jahren... Seine Vitiligo Sache hätte er nie erwähnt, wenn er sich nicht gezwungen gefühlt hätte. Seine Lungen-Sache hat er nie erwähnt, genauso wenig wie diverse andere Dinge.
    Michael wollte immer perfekt sein und ein solches Image haben.


    Dass es privat anders war, ist klar. Aber man sollte das eine nicht mit dem anderen verwechseln.


    Das ist absolut richtig. Michael wollte seine Leiden nie mit der Öffentlichkeit teilen. Seine Gesundheit waren sein Kapital, aber ich denke in erster Linie ging es ihm darum, dass seine Leiden seine private Angelegenheit waren. Und schließlich wollte er uns Fans nicht beunruhigen. Das sind meine Vermutungen. Er war nie ein Mensch, der öffentlich gejammert hat, er hat jedes Übel mit Fassung und Courage getragen. Immer hat er die Zähne zusmmengebissen und hat sich beinahe nie ansehen lassen, wenn etwas nicht in Ordnung war. Ich bewundere ihn sehr dafür, jedoch hätten wir ihn umgekehrt keinesfalls weniger geliebt!


    Ich glaube nicht, dass der Tod von Michael jemals richtig aufgeklärt werden wird, zuviel steht und stand auf dem Spiel. Die ganze Unterhaltungsbranche ist in mafiosenmanier aufgebaut, oder korrekter unterwandert worden. Das Buch "Hit Men" und "The Trials of MJ" sind sehr aufschlußreich und gut recherchiert. Das erste Buch klärt sehr gut auf wer und vor allem WIE Walter Yetnikoff, Larry Tisch, Clive Davis, David Geffen, Irving Azoff, Allan Grubman, FRANK DILEO, Thomas Wyman (um nur einige wenige Namen zu erwähnen) das Musikbusiness mit der Mafia teilte. Es geht um Drogen, Macht und sehr viele Schmiergelder.
    Walter Yetnikoff und Tommy Mottola, Dileo und Branca waren sehr eng zusammen. Walter Yetnikoff war sehr rachsüchtig und ziemlich krank im Kopf. Das Buch beruft sich auf Fakten die nachgewiesen sind.
    Michael Jackson befand sich in einem Vorort zur Hölle. kein Wunder, dass er sich so sehnlicht Unschuld und Frieden wünschte. Aber es war ein Wunder, dass er so erstaunlich rein blieb. Kein normaler Mensch kann diese Negativität auf Dauer standhalten, ich habe ganz große Achtung vor Michael, weil es ein unvorstellbar hässliche Welt war in der er aufwuchs und lebte.


    Es gibt auch deutliche Querverbindungen zu dem ekligen Anwalt Rothman... und schon nähern wir uns dem kleinen Bauer in einem großen Schachspiel, Evan Chandler, der sich angeblich selbst umgebracht haben soll.


    Das kann ich mir sehr sehr gut vorstellen! Vorort zur Hölle.... dieser Begriff ist vermutlich garnicht einmal so weit von der Realität entfernt. Frank Dileo selbst sprach einst vom Haifischbecken! Seine Hände sind sicherlich auch blutig....
    Ich möchte garnicht sagen was dieser Mann mir ein Dorn im Auge ist.

    [CENTER][SIGPIC][/SIGPIC][/CENTER][CENTER]"Mein Herz...mein Verstand...sind gebrochen. Ich liebte Michael mit meiner ganzen Seele und ich kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Ich glaube nicht, dass jemand wusste, wie sehr wir einander liebten. Oh Gott, ich werde ihn so vermissen!" Elizabeth Taylor[/CENTER]

  • Obwohl Dr. Murray hätte sich weigern müssen, obwohl er hätte versuchen müssen, MJ wieder gesund zu bekommen - MJ hätte ihn höchst wahrscheinlich gefeuert.
    Was für mich aber keine Entschuldigung für Dr. Murray ist, er hätte zumindest versuchen müssen, MJ zu helfen.


    ja, damit hätte murray dann leben müssen. es gibt eben regeln, die man als arzt zu befolgen hat und auch ein michael jackson kann nicht verlangen, dass man die bricht. um das zu beherzigen müsste man ja noch nicht mal ein arzt mit idealen sein, sondern schlicht und einfach kein kompletter vollidiot (wenn ich das mal so sagen darf ;)). zwar halten sich meine anästhesie-kenntnisse in grenzen, aber nach dem zu urteilen, was wir während der letzten monate leider über propofol gelernt haben, ist es nur eine andere form von russischem roulette, wenn man eine mit diesem mittel sedierte person alleine liegen lässt. und wenn man die folgende aussage eines anästhesisten aus stuttgart liest, kann man auch nur noch mit dem kopf schütteln, um es mal vorsichtig auszudrücken:


    Zitat

    Ich würde in jedem Fall erwarten, dass jemand, der mit Propofol arbeitet, in der Lage ist, den Patienten zu beatmen. Prinzipiell wären notwendig: ein Beatmungsbeutel, eine Maske, und dann weitere Hilfsmittel wie Güdel-Tubus und Intubationsbesteck mit Tubus.


    Man braucht darüber hinaus natürlich auch Überwachungsmöglichkeiten. Ein Pulsoxymeter halte ich hier für obligat. Üblich und Standard ist in der Anästhesie zusätzlich ein EKG-Schreiber und ein Blutdruckmesser.


    Verwendung von Propofol in der Endoskopie - Via medici online

  • Das Einzige, was dieser Murray machen musste (mehr oder weniger), ist, MJ das Zeugs, das er haben wollte, zu spritzen und dafür zu sorgen (mit, so scheint es, den einfachsten, basalen medizinischen Geräten!!), dass MJ wieder aufwacht. Und der Idiot hat komplett versagt. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie unfassbar mir das manchmal vorkommt.

  • Für mich bleibt das 80er Team um Dileo, Quincy und Bruce Swedien einfach das Dream-Team.
    Mike und Frank konnten damals in jedem Haifischbecken bestehen - weil sie noch schneller, härter und smarter waren!


    Was auch immer im Juni passiert ist, es war sicher nicht Franks Schuld. Er kann nichts dafür, dass er erst nach so langer Zeit wieder zum Manager wurde.
    Genauso wenig kann er was dafür, dass Mike in den letzten 10 Jahren immer wieder von lausigen Pressesprechern oder Managern umgeben war...

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