Dass Justin Bieber so viele Nominierungen erhält heißt für mich, dass die Grammys immer mehr zu einer "wir klopfen uns gegenseitig auf die Schulter"-Veranstaltunge der Industrie wird. Für mich sieht das immer mehr danach aus, dass die ihre Nominierungen anhand der Popularität des Künstlers ausmachen und sich nicht mehr die Mühe machen, auch mal etwas "Mut" zu beweisen. Zumindest in den Hauptkategorien.
Auch in den "Nebenkategorien" sind es meist die üblichen Verdächtigen.
Bei den klassischen Kategorien gewinnen immer die großen Orchester, bei der Filmmusik sind es immer die gleichen. In den Country-Kategorien sind es immer die "aktuellen Stars".
Und in den Kategorien, die etwas abseits liegen, gewinnen trotzdem die weltbekannten Namen wie Stevie Wonder etc.
Wenn man keine große Plattenfirman im Rücken hat bzw. noch keine "Legende" ist, dann hat man es ganz schwer, da irgendwie reinzukommen.
Denn die großen Plattenfirmen werben ja bei der Academy für ihre Künstler. Ohne Werbung bekommt die Academy ja gar nichts mit. Das heisst: kleine Künstler, die vielleicht viel besseres Material abgeliefert haben, werden nicht bedacht, weil die Academy gar nichts von dem Material gehört hat - weil nicht genug Geld in Promo etc. gesteckt wurde.